Sport

Da können Pferde fliegen

Geländeprüfung: Die deutsche Reiterin Julia Krajewski gehört zu den Favoriten.

Geländeprüfung: Die deutsche Reiterin Julia Krajewski gehört zu den Favoriten.

Foto: Rolf Vennenbernd

Am Wochenende beginnt der CHIO – ein riesiges Fest für Reiter und Pferdefans. Neben den Sport-Wettkämpfen gibt es wieder spektakuläre Shows.

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Wer übermorgen nach Aachen fährt, muss sich nicht wundern: Da wird an jeder Ecke gewiehert. In der Stadt in unserem Bundesland NRW wimmelt es einmal im Jahr von Pferden. Und es werden 350 000 Zuschauer erwartet: In Aachen beginnt wieder eines der größten Reitturniere der Welt.

Der Name des Wettkampfs klingt seltsam: „CHIO“. Das ist eine Abkürzung für die französischen Worte Concours Hippique International Officiel, Übersetzt hört sich das immer noch nicht schön an: Internationaler Offizieller Pferdesport-Wettbewerb. Deshalb sagen die Aachener lieber „Weltfest des Pferdesports“. Das ist es wirklich: Rund 1000 Pferde werden gesattelt und 340 Reiter, darunter Olympiasieger und Weltmeister, treten in fünf Reitsportarten bis zum 21. Juli gegeneinander an.

In der Dressur muss das Pferd komplizierte Figuren vorführen. Beim Springreiten soll es möglichst schnell und fehlerfrei einen Hindernis-Parcours überwinden. Manche Hürden sind so hoch, dass man meint, die Pferde können fliegen. Die Vielseitigkeit ist ein mehrteiliger Wettkampf aus Dressur, Springreiten und Geländereiten. Beim Fahren beweisen Gespanne aus vier Pferden, wie schnell sie eine kleine Kutsche ziehen können. Eröffnet wird der CHIO am Freitag mit dem Voltigieren. In dieser Sportart zeigen die Reiter akrobatische Kunststücke auf dem Rücken des Pferdes. Die deutschen Teilnehmer gehen besonders ehrgeizig an den Start: Im vorigen Jahr haben sie die wichtigsten Preise beim Springreiten, in der Dressur und der Vielseitigkeit gewonnen. Marcus Ehning, Isabell Werth und Julia Krajewski möchten natürlich ihre Titel verteidigen.

Ponyreiten für Kinder

Pokale sind wichtig — aber eigentlich geht es in Aachen um mehr: die pure Pferdebegeisterung. Zwischen den Wettkämpfen gibt es immer wieder spektakuläre Shows: Ein Sinfoniekonzert, bei dem 80 Pferde mitwirken, eine Parade mit historischen Kutschen. Weil Frankreich in diesem Jahr das Partnerland des CHIO ist, wird bei der Eröffnungsfeier eine ganze Herde von südfranzösischen Camargue-Pferden in die Arena galoppieren. Ponyreiten und jede Menge Programm für Kinder erwarten euch am Sonntag, 14. Juli, beim Tag der offenen Tür auf dem Wettkampfgelände. Der Eintritt ist frei. Die genauen Termine findet ihr im Internet unter: www.chioaachen.de

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