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Dein Rätselkrimi von TKKG Junior: „Adleraugen“

TKKG - Das sind Tim, Karl, Klößchen und Gaby. Und natürlich darf auch Hund Oscar nicht fehlen!

TKKG - Das sind Tim, Karl, Klößchen und Gaby. Und natürlich darf auch Hund Oscar nicht fehlen!

Foto: COMICON S.L./Beroy + San Julian

Jede Woche findest du in der Kinderzeitung CHECKY! Fortsetzungsgeschichten von TKKG Junior. Lies hier alle vier Teile von „Adleraugen“!

„Die sieht toll aus.“ Tim trug eine Schokotorte zum Buffet auf der Wiese. „Traumhaft!“, bestätigte Klößchen. Er zeigte auf die blühenden Krokusse. „Und endlich ist Frühling!“ Tim, Karl, Klößchen und Gaby begleiteten Gabys Mutter, Frau Glockner, die das Catering für einen 18. Geburtstag ausrichtete. Der Falkner Horst Stein hatte zu Ehren seiner Tochter außerdem eine Flugshow angekündigt.

„Die Zugvögel kommen schon aus dem Süden.“ Gaby blinzelte in den Himmel. Oskar wuffte. „Oskar, du bleibst bei Mama. Greifvögel sind nichts für einen Cockerspaniel.“ „Was macht ein Falkner eigentlich?“, wollte Tim wissen. „Die Falknerei geht bis 2000 Jahre v. Chr. zurück“, dozierte Karl. „Sie richten Greifvögel für die Jagd ab“, wusste Gaby. „Vögel sind wilde Tiere, die sollte man nicht in Käfigen halten!“, sagte eine Frau, die mit Blumen an ihnen vorbei ins Wohnhaus der Steins ging.

„Bei uns steht das Wohl der Vögel im Vordergrund.“ Ein Mädchen in gelber Jacke kam auf TKKG zu. „Wir pflegen auch verletzte Wildvögel und wildern sie wieder aus. Ich bin Franka. Wollt ihr Adelheid sehen?“ Klößchen zog die Stirn kraus. „Heißt das Geburtstagskind Adelheid?“ „Nein, das ist unser Falke.“ Franka stapfte los. „Meine große Schwester heißt Jana.“ „Überwintern eure Vögel auch im Süden?“, fragte Klößchen. „Nein, dort.“ Franka zeigte auf ein Gewächshaus. „Jetzt sind sie wieder hier im Freigehege.“ Sie erreichten einen begehbaren Vogelkäfig. Ein Mann mit einem ledernen Handschuh kam dazu.

„Hallo, ich bin Horst Stein.“ „Ist das ein Falknerhandschuh?“, fragte Karl. „Genau, das ist ein Schutz gegen die spitzen Krallen der Greifvögel.“ Gaby spähte durch den Draht. „Das Gehege ist doch leer?“ Sie hatte recht. Es gab keine Spur von Adelheid! „Verdammt!“ Der Falkner lief los und suchte die umliegenden Baumkronen ab. „Ein Fall für TKKG“, sagt Karl mit verschwörerischem Blick. „Guckt mal, die bunten Punkte.“ Klößchen deutete auf den Boden des Geheges. „Ist das Konfetti?“

Was finden TKKG im Vogelgehege?

„Konfetti in einem Vogelkäfig?“ Tim kniete sich hin. „Nein, das sind Blütenblätter.“ Die vier Detektive sahen einander entsetzt an. „Hat die Blumenfrau den Falken freigelassen?“, fragte Gaby. „Erstens ist sie überzeugt, dass Raubvögel in freier Wildbahn leben sollten“, begann Karl. „Und zweitens hatte sie Blumen dabei“, ergänzte Klößchen. „Sehr verdächtig“, fand Tim.

Karl begann, die Tür mit Grafitpulver einzupinseln. Fingerabdrücke wurden sichtbar, die Tim mit Klebeband beklebte, abzog und in ein kleines Notizbuch heftete. Gaby sammelte die Blütenblätter in einer Tüte. Klößchen machte Fotos von Schuhabdrücken an der Fundstelle. „Wir sollten die Blumenfrau unter die Lupe nehmen.“ Wie aufs Stichwort kam diese TKKG entgegen. „Habt ihr zufällig einen Blumenkranz gesehen? Als ich eben in die Küche kam, war er weg.“ Karl schüttelte den Kopf. „Leider nicht. Haben Sie Adelheid gesehen? Sie ist aus dem Käfig verschwunden.“ Klößchen hielt die Tüte mit den Blütenblättern hoch. „Das Einzige, was wir dort gefunden haben war das.“

„Wir sind Detektive“, erklärte Gaby. „Haben Sie eine Idee, wie die Blüten in den Käfig gekommen sind?“ „Nein. Hoffentlich stammen sie nicht von meinem Kranz“, sagte die Frau. Karl hielt ihr ein kleines Stempelkissen hin. „Dürfen wir Ihre Fingerabdrücke abgleichen?“ „Ich war es nicht, aber klar.“ Die Frau drückte ihre Finger auf das Stempelkissen und in Tims Notizbuch. „Sie stimmen nicht überein“, stellte Karl fest. „Kommt mal!“, rief Gaby. „Hier im Gebüsch ist was.“ Tim kroch hinein und tauchte mit einem zertretenen Blütenkranz wieder auf, während Klößchen nach Fußabdrücken suchte und sie mit denen im Gehege verglich. Er lief zur Tür, wo Franka gestanden hatte.

„Es sind alles dieselben. Sie sind von Franka.“ „Seltsam.“ Gaby überlegte. „Wir sollten mit ihr sprechen. Wo könnte sie sein?“ „Lasst uns doch mal im Gewächshaus nachsehen“, schlug Tim vor und lief los. Dort angekommen, öffnete Gaby die Tür. Und WUSCH! Der Falke flatterte über ihre Köpfe hinweg aus dem Gewächshaus in die Freiheit.

Gelingt es TKKG, den Falken einzufangen?

TKKG rannten hinter dem Falken her. Er kreiste über der Wiese und flatterte auf hohe Bäume zu. „Wo ist Adelheid jetzt?“ Klößchen zog sein Fernglas hervor. „Der Baum ist voller Vögel.“ Karl schnappte sich das Fernglas. „Das ist ein Krähenschwarm. Falken sind größer.“ „Adelheid!“, rief Klößchen. „Komm’ runter, bitte!“ Er zog einen Schokoriegel hervor. „Schade, dass ihr Falken keine Schoki esst. Ich würde gerne mit dir teilen!“ „Gute Idee, Klößchen.“ Gaby lief zurück zum Gehege. Kurz darauf kam sie mit einem Falknerhandschuh und einem Regenwurm zurück.

Gespannt steckte Klößchen sich den Riegel in den Mund. „Adelheid im Anflug“, nuschelte er. Mit weit ausgebreiteten Schwingen flog der Falke auf sie zu und landete auf Gabys Hand. „Wahnsinn“, staunte Tim. „Adelheid! Da bist du ja!“ Der Falkner kam über die Wiese gelaufen. „Wo habt ihr sie gefunden?“ „Sie saß im Gewächshaus. Als wir die Tür geöffnet haben, ist sie davon geflattert“, berichtete Klößchen. „Gaby hat sie mit einem Regenwurm angelockt.“

„Sehr gut gemacht, Kinder.“ Horst Stein holte ein kleines Röhrchen aus der Hosentasche, das er mit einem dünnen Draht an einem Ring am Fuß des Vogels befestigte. Anschließend lockte er ihn mit Futter auf seine Hand. „Die Show kann beginnen!“ TKKG begleiteten den Falkner auf die große Wiese, an deren Rand die Geburtstagsgäste auf Bänken saßen. „Adelheid wird gleich zu meiner Tochter fliegen und ihr in dem Röhrchen eine Geburtstagsüberraschung bringen.“

Der Vogel startete und flog schnurstracks zum Geburtstagskind Jana. TKKG beobachten, wie Jana das Röhrchen öffnete. „Da ist nichts drin“, rief sie über den Platz. Die Geburtstagsgäste begannen zu tuscheln. Horst Stein wischte sich gestresst über die Stirn. „Das gibt es doch nicht!“ „Was suchen wir jetzt?“, fragte Gaby.

„Ein Familienerbstück, von meinem Vater. Eine Kette mit Anhänger in Form eines Vogels“, erklärte der Falkner. „Wo ist eigentlich Franka?“, fragte Gaby. Alle zuckten mit den Schultern. Da entdeckte Tim eine gelbe Jacke auf einer Bank und hob sie hoch. Etwas fiel auf den Boden. Eine Kette mit Vogelanhänger glitzerte in der Frühlingssonne!

In wessen Jackentasche findet Tim das Familienerbstück?

„Das ist Frankas Jacke“, stellte Gaby entsetzt fest. Tim reichte das Erbstück Horst Stein, der es seiner aufgewühlten Tochter Jana umhängte. „Sie hat also den Falken UND die Kette versteckt“, flüsterte Klößchen. „Und den Blumenkranz hat sie auch zerstört.“ „Aber warum?“, überlegte Gaby. „Um ihrer Schwester den Geburtstag zu vermasseln“, vermutete Tim. „Ganz schön gemein“, fand Klößchen. „Wahrscheinlich hat sie auch noch die Geburtstagstorte allein aufgefuttert.“

Er stapfte los. „Ich geh mal gucken.“ Seine Freunde folgten ihm. Und tatsächlich: Franka stand bei Frau Glockner, aß ein Stück Torte und streichelte Oskar. „Das gibt’s ja nicht.“ Schnurstracks lief Klößchen auf sie zu, seine Freunde folgten ihm. „Warum hast du den Blumenkranz zerstört, den Falken versteckt und die Kette für deine Schwester auch?“ Franka ließ den Kopf hängen.

„Es dreht sich immer alles nur um Jana. Sie ist so eine tolle Falknerin und Papas liebstes Vögelchen.“ „Was sagst du da?“ Auch Horst Stein war dazu gekommen. Franka sah ihren Vater an. „Es tut mir leid.“ Horst Stein nahm seine Tochter in den Arm. „Du musst doch nicht eifersüchtig auf deine Schwester sein. Für dich habe ich auch eine Überraschung.“

Er holte einen Falknerhandschuh hinter seinem Rücken hervor. „Ich möchte, dass wir die Flugshow heute zu dritt machen.“ „Echt?“ Franka strahlte. Glücklich streifte sie den Handschuh über und sah TKKG an. „Ich weiß, dass ich Mist gebaut habe. Ohne euch wäre es noch viel schlimmer geworden.“ Franka schob sich ein großes Stück Schokotorte in den Mund. „Wie kann ich euch danken?“

„Ich weiß, wie“, flötete Klößchen. „Wie denn?“, nuschelte Franka. „Lass uns bitte etwas von der Torte übrig“, flehte Klößchen. „Ich hab doch noch eine zweite dabei.“ Lachend hob Frau Glockner einen großen Karton hoch. „Puh, gerettet!“, ächzte Klößchen. „Vogelportiönchen sind echt nicht mein Ding!“

Noch mehr Abenteuer von TKKG Junior

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Auch in der Kinderzeitung CHECKY! kannst du die spannenden Abenteuer der vier Freunde lesen. Jede Woche findest du im Heft eine Folge von TKKG Junior. Vier Folgen ergeben einen spannenden Rätselkrimi.

Mehr Infos zur Kinderzeitung CHECKY! findest du auf www.checky.news.

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