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Dein Rätselkrimi von TKKG Junior: „Trügerisches Kostüm“

TKKG - das sind Tim, Karl, Klößchen und Gaby. Und natürlich darf auch Hund Oscar nicht fehlen!

TKKG - das sind Tim, Karl, Klößchen und Gaby. Und natürlich darf auch Hund Oscar nicht fehlen!

Foto: COMICON S.L./Beroy + San Julian

Jede Woche findest du in der Kinderzeitung CHECKY! Fortsetzungsgeschichten von TKKG Junior. Lies hier alle vier Teile von „Trügerisches Kostüm“!

Ein Karnevalszug schlängelte sich durch die Millionenstadt. „Hellau!“, flötete Klößchen seinen Freunden entgegen. Sein blaues Superheldenkostüm passte farblich perfekt zu dem gelben Beutel, in dem er schon viele Bonbons gesammelt hatte. Gaby zog den Kragen des alten Trenchcoats ihres Vaters nach oben. „Kommissarin Glockner ordnet an: Essen Sie Ihre Süßigkeiten auf!“, Gaby zeigte auf Oskar, der mit einem kleinen Umhang mit Spinnenbeinen verkleidet war. „Das ist übrigens Kommissar Spinner.“

„Computerspielhelden müssen sich die Süßigkeiten erst noch verdienen.“ Tim in seinem grünen Y-Man-Kostüm grinste. „Mit einem Hindernisparcours.“ „Wie nascht man in der Zukunft, Herr Zeitreisender?“, fragte Klößchen Karl, der einen goldenen Hut trug. „Zaubern da Maschinen die gewünschten Süßigkeiten direkt in den Mund?“ „Genau, man muss nur eine Handbewegung machen. Etwa so.“ Karl winkte einem vorbeifahrenden Wagen zu. Ein Mann, als Karotte verkleidet, warf kleine Zuckermöhren in die Menge. Eine landete auf Karls Hut. „Das ist gut, in der Zukunft geht nichts ohne Hut“, reimte Tim.

„Hier geht’s nicht weiter.“ Ein Polizist humpelte durch die Menge. „Vor dem Einkaufscenter gibt es einen Wasserrohrbruch.“ Mit Absperrbändern und Pollern leitete ein zweiter Polizist den Karnevalszug um. „Da hast du deinen Hindernisparcours, Tim“, scherzte Klößchen. Wie TKKG versuchten auch andere Verkleidete einen Blick auf den Platz vor dem Center zu werfen. Ein Bauarbeiter in orangefarbenem Overall war zu sehen, ein zweiter kam kurz darauf dazu. TKKG beobachteten, wie sie Absperrungen aufstellten.

„Wollen wir weiter?“, fragte Klößchen nach einer Weile. Da erschien ein humpelnder Clown neben ihnen. Er zauberte einem Mann im Baumkostüm Blumen hinter dem Ohr hervor. Karl grübelte. „Der kommt mir bekannt vor.“ „Aus der Zukunft?“, scherzte Gaby. „Nein, aus der nahen Vergangenheit“, murmelte Karl und entdeckte hinten an der Hose des Clownskostüms eine Handschelle…

Woher könnte Karl den Clown kennen?

„Ist es normal, dass Clowns Handschellen haben?“, überlegte Karl. „Was ist denn bei denen schon normal?“ Gaby reckte den Hals. „Jetzt verschwindet er und die beiden Polizisten sind auch weg.“ Karl beobachtete, wie der Clown humpelnd in der Menge verschwand. „Jetzt weiß ich es. Der Clown war eigentlich einer der Polizisten. Der, der die Umleitung angekündigt hat. Er hinkt.“

Karl strich grübelnd über den Rand seines Hutes. „Dürfen die sich im Dienst einfach so verkleiden?“ „Gaby, wie ist das denn bei deinem Vater?“, fragte Tim. „Im Dienst sind Verkleidungen tabu“, war Gaby sicher. „Komm, wir gucken uns das mal an.“ Tim sprang über einen Poller. „Toll, wie Y-Man in deinem Computerspiel“, staunte Klößchen. Die vier Freunde liefen auf den Platz vor dem Einkaufs-Center. Vor der Bank, die sich im Erdgeschoss befand, parkte ein Geldtransporter.

„Hier ist ja nichts los“, wunderte sich Klößchen. „Ich dachte, bei einem Rohrbruch schießen Wasserfontänen aus dem Boden.“ „Das nun auch nicht“, lachte Gaby. »Aber seltsam ist es schon. Wo sind denn die Bauarbeiter?“ In diesem Moment kamen zwei Männer in Uniform aus der Bank. In der Hand trug jeder von ihnen einen Geldkoffer. Durch die Hintertür stiegen sie in den Transporter. „Hätte ich einen Koffer voll Geld, würde ich in der Karibik mit Delfinen schwimmen“, schwärmte Klößchen. „Den lieben langen Tag.“ Gaby sah ihn verwundert an. „Echt?“ „Irgendwas ist komisch“, überlegte Tim. „Natürlich würde ich auch Schokoladenfeste feiern“, ergänzte Klößchen. „Mit ganzen Swimmingpools voller Schokolade.“ „Nein, ich meine, warum fährt der Transporter nicht los?“

„Wir gucken nach.“ Klößchen schob seine Superheldenmaske auf den Kopf und pirschte los, die anderen hinterher. Plötzlich ging die hintere Ladeklappe auf und ein Clown sprang heraus, mit einem großen Rucksack auf dem Rücken. „Hey!“, rief Tim und rannte los. Der Clown drehte sich um. Als er Tim sah, begann auch er zu rennen…

Gelingt es Tim, den Clown zu fassen?

Der Clown sprang über das Absperrband und rannte Richtung Karnevalszug. Sein Rucksack wippte auf und ab. Karl, Klößchen, und Gaby rannten ebenfalls los. Oskar an der Leine kläffte. Gaby schrie: „Halt! Bleiben Sie stehen!“ Karl überlegte, ob es eine Abkürzung gäbe, um dem Clown den Weg abzuschneiden. Gaby löste Oskars Leine. „Kommissar Spinner, wir brauchen den Clown!“ Der Hund wetzte los und biss sich in der rot schimmernden Clownshose fest. Tim gelang es, den Henkel des Rucksacks zu fassen. Er riss den Reißverschluss auf. Geldscheine flatterten heraus.

Plötzlich stand ein Polizist neben ihnen. „Was ist hier los?“ „Der ganze Rucksack ist voller Geld“, keuchte Tim. „Vermutlich ein Bankräuber.“ „Gut, ich übernehme.“ Der Polizist legte dem Clown Handschellen an. „Sie sind festgenommen.“ „Spinner, du darfst loslassen“, sagte Gaby. Oskar fletschte die Zähne. „Alles gut.“ Tim wuschelte dem Cockerspaniel über den Kopf. Aber er knurrte weiter. Ohne zu protestieren, ließ der Dieb sich abführen. „Komisch, der sah aus, als würde er lachen“, merkte Klößchen an. „Also, nicht nur der geschminkte Clownsmund, auch seine Augen.

Gaby erstarrte. „Der Polizist humpelt. Dann ist das der Polizist von vorhin, der sich zwischendurch als Clown verkleidet hatte.“ Schnell tippte Gaby eine Nachricht. „Ich informiere Papi.“ TKKG beobachteten, wie der Polizist den Clown in eine Zivilstreife setzte. Weiter hinten hatte ein Bauarbeiter angefangen, die Poller wieder einzusammeln. Plötzlich merkte Gaby auf. „Was ist denn mit den echten Geldtransporteuren? Und dem zweiten Mann, der mit dem Geldkoffer eingestiegen ist?“ TKKG und Oskar rasten zur Ladeklappe und rissen sie auf.

Im Fahrzeug saßen zwei gefesselte Männer. Neben ihnen standen zwei leere aufgeklappte Geldkoffer. „Zwei Bauarbeiter haben uns gefesselt“, nuschelte einer der Männer. Tim kletterte in den Wagen und begann, die Fesseln zu lösen. „Guckt mal, da“, rief Gaby und zeigte auf den Boden.

Was hat Gaby entdeckt?

Im Transporter entdeckten TKKG: Ein Bauarbeiterkostüm, zwei Geldtransporter-Uniformen und eine Polizistenuniform. Oskar kläffte. Karl folgte seinem Blick. „Das ist ein Räubertrio!“ Der Polizist startete gerade den Motor. Auf der Rückbank: Der Bauarbeiter und der Clown. TKKG sprinteten los und errichteten mit den Pollern eine Straßenbarrikade. Damit kesselten sie das Fluchtauto ein. Mit Blaulicht erreichte Kommissar Glockner den Tatort. Seine Kollegen verhafteten die Bankräuber und befreiten die gefesselten Geldtransporteure. „Bringt sie zum Revier, ich komme gleich nach“, wies der Kommissar seine Kollegen an.

Er drehte sich zu TKKG. „Was genau ist vorgefallen?“ „Schock!-olade!“ Klößchen hielt seinen Beutel auf. Gaby griff ein Zitronenbonbon. „Zunächst waren zwei der drei Diebe als Polizisten verkleidet und haben den Karnevalszug umgeleitet.“ „Um freie Bahn vor der Bank zu haben.“ Klößchen steckte sich zwei Karamellbonbons in den Mund. „Der dritte aus der Gruppe, als Bauarbeiter verkleidet, hat den Bereich abgesperrt.“ „Anschließend haben beide Polizisten ihr Kostüm gewechselt: Einer hat sich als zweiter Bauarbeiter verkleidet und der andere, der, der humpelt, hat als Clown mit seiner Show die Leute abgelenkt“, fuhr Tim fort.

„Damit die zwei Bauarbeiter unbemerkt die echten Transporter-Fahrer fesseln und sich selbst umziehen konnten, um dann als Geldtransporter-Fahrer das Geld aus der Bank zu holen.“ „Mit der Beute sind sie im Transporter verschwunden, und einer wollte als Clown damit unerkannt durch die Menge flüchten.“ Karl schob seinen Hut zurecht. „Der zweite hat wieder das Bauarbeiter-Kostüm übergestreift, um die Absperrung aufzuheben, und der dritte das Polizistenkostüm. Das reinste Kostümkarussell.“ Klößchen zerkaute seine Bonbons.

„Als Tim und Oskar den Clown mit dem Geldrucksack geschnappt haben, war der Polizist zur Stelle“, ergänzte Gaby. „Und wir dachten zuerst, der Polizist ist echt. Gut durchdacht“, fand Klößchen. „Aber die haben nicht mit TKKG gerechnet“, sagte Gaby und kam ihrem Vater zuvor, der streng guckte. „Keine Sorge Papi, heute fangen wir keine Diebe mehr.“ „Nur noch Bonbons.“ Klößchen zog seine Superheldenmaske wieder ins Gesicht.

Noch mehr Abenteuer von TKKG Junior

TKKG Junior-Fälle gibt es auch als Hörspiel - im Streaming, als Download und CD.

Auch in der Kinderzeitung CHECKY! kannst du die spannenden Abenteuer der vier Freunde lesen. Jede Woche findest du im Heft eine Folge von TKKG Junior. Vier Folgen ergeben einen spannenden Rätselkrimi.

Mehr Infos zur Kinderzeitung CHECKY! findest du auf www.checky.news.

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