MINT

Ein Wissenschaftler will Pflanzen im Weltall anbauen

Der Wissenschaftler Paul Zabel forscht zum Pflanzenanbau im Weltall. 

Der Wissenschaftler Paul Zabel forscht zum Pflanzenanbau im Weltall. 

Foto: DLR

Der Wissenschaftler Paul Zabel fand schon früher in der Schule die MINT-Fächer super. Heute forscht er zum Pflanzenanbau im Weltall.

Tomaten anbauen auf dem Mond klingt wie ein verrückter Plan. Doch der Wissenschaftler Paul Zabel möchte dafür sorgen, dass genau dieser verrückte Plan irgendwann zur Realität wird. Deshalb beschäftigt er sich schon seit einigen Jahren mit dem Pflanzenanbau im Weltall.

Dass er mal am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt arbeiten würde, hätte Paul Zabel früher selbst nicht gedacht. „Ich wollte nicht direkt Astronaut werden“, sagt er. „Aber ich wollte immer irgendetwas mit Technik machen.“ Kein Wunder, dass sein Lieblingsfach in der Schule Physik war.

Wissen aus der Schule

Doch auch andere Unterrichtsfächer wie Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (die MINT-Fächer) sind für Paul Zabels heutige Arbeit wichtig. „Schon in der Schule lernt man Grundkenntnisse, die man in seinem Leben immer wieder braucht“, sagt der Wissenschaftler.

Dazu gehört zum Beispiel auch das Wissen aus dem Biologie-Unterricht, wie Pflanzen wachsen oder wie Lebensmittel produziert werden. Darauf bauen Paul Zabel und seine Kollegen bei ihrer Forschung nun auf. Denn das Herstellen von Lebensmitteln im Weltall ist ein wichtiges Thema, wie der Wissenschaftler erklärt: „Jedes Kilogramm, das von der Erde in den Weltall gebracht wird, kostet mehrere 1000 Euro.“

Teure Astronautennahrung

Bislang müssen sich Raumfahrer aber von der teuren Astronautennahrung ernähren. Und dabei zeigt sich noch ein Problem, sagt Paul Zabel: „Jede Portion ist vorgekocht und einzeln eingepackt.“ So entsteht eine riesige Menge Müll. „Wenn wir die Lebensmittel vor Ort produzieren, sparen wir also auch die Verpackung.“

Gemüse oder Obst im Weltall anzubauen ist aber ziemlich schwierig, da dort „lebensfeindliche Bedingungen“ herrschen. Pflanzen würden sofort sterben. Deshalb haben Paul Zabel und seine Kollegen eine Art Gewächshaus entwickelt. Um das spezielle Gewächshaus unter ähnlichen Bedingungen wie zum Beispiel auf dem Mond zu testen, haben sie es vor einiger Zeit in die eiskalte Antarktis gebracht.

Leben in der Antarktis

Paul Zabel selbst hat am Südpol ganze zwölf Monate gelebt. „Das war einzigartig!“, erzählt er. Für die Experimente musste er oft nach draußen. Bei bis zu minus 44 Grad Celsius alles andere als leicht. „Ein Polaranzug schützt vor der Kälte und man muss vier oder fünf Schichten Kleidung tragen“, erklärt er. Zudem waren er und sein Team komplett alleine. Nur übers Telefon oder Internet konnten sie zur Außenwelt Kontakt halten.

Der viele Aufwand habe sich aber gelohnt, sagt Paul Zabel: „Wir haben dort viel gelernt!“ Selbst einmal ins Weltall zu fliegen, fände der Wissenschaftler übrigens auch toll. „Das wäre schon ein kleiner Traum, auf einer Mondbasis ein Gewächshaus aufzubauen“, sagt er. Um dort dann irgendwann auch Tomaten anzubauen.

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