Wissenschaft

Experimente mit Kästen des Kosmos-Verlags

Swetlana Maier vom Kosmos-Verlag hat als Kind selbst gerne Experimente gemacht.

Swetlana Maier vom Kosmos-Verlag hat als Kind selbst gerne Experimente gemacht.

Foto: Kosmos

Swetlana Maier stellt mit ihrem Team vom Kosmos-Verlag Experimentierkästen für Kinder her. Im Interview erzählt sie, was dahinter steckt.

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Schon als Kind hat Swetlana Maier gerne Experimente gemacht. Einen Experimentierkasten hatte sie damals nicht, deshalb benutzte sie Cremes und Parfums, die sie im Badezimmerschrank ihrer Eltern fand. Das fanden die natürlich nicht so toll. Heute denkt Swetlana Maier sich Experimentierkästen für Kinder aus, damit die nicht auch die Schränke ihrer Eltern plündern müssen. Im Interview erzählt sie davon.


Ihre Experimentierkästen erzählen alle eine spannende Geschichte zu den Versuchen. Ist es so leichter, komplizierte Dinge zu verstehen?
Swetlana Maier: Ich glaube, man versteht Dinge besser, wenn man weiß, wozu man sie braucht. In dem Experimentierkasten „Pepper Mint und das Baumhaus-Abenteuer“ gibt es zum Beispiel ein Flaschenzug-Experiment. Das klingt erst mal langweilig, aber man findet mit dem Versuch heraus, wie Pepper ihr schweres Gepäck nach oben ins Baumhaus kriegt. Das finden dann viele Kinder doch spannend und sie merken sich, wie ein Flaschenzug funktioniert und wofür er gut ist.


Das Mädchen Pepper Mint ist die Hauptfigur in ihren Experimentierkästen. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Kästen extra für Mädchen zu gestalten?
Es gab schon vor Pepper Mint Experimentierkästen für Kinder. Die waren dann meistens blau und vorne drauf war ein Bild von einem Bagger oder einem Kran. Den Kindern war das egal. In Tests haben die Mädchen genauso gerne mit den Sachen in den Kästen gespielt. Aber die Erwachsenen haben den Mädchen die Kästen nicht so oft gekauft, weil viele auf den ersten Blick dachten: Aha, das ist was für Jungs. Die „Pepper Mint“-Kästen sollen deshalb vor allem Mädchen ansprechen. Aber natürlich können Jungs genauso damit spielen.


Überlegen Sie sich zuerst die Ge schichte oder zuerst die Experimente für einen neuen Kasten?
Das ist ganz unterschiedlich. Beim Baumhaus-Abenteuer fanden wir zuerst einfach das Thema toll. Denn jedes Kind wünscht sich ein Baumhaus, oder? Dann haben wir überlegt, welche Experimente dazu passen. Bei „Pepper Mint und das Abenteuer auf der geheimen Insel“ war es aber andersrum. Da wollten wir unbedingt etwas zu Sonnenenergie machen, denn das ist ein aktuelles Thema, über das man viel wissen sollte. Bei diesem Kasten haben wir uns die Geschichte passend zum Experiment ausgedacht.


Wie viele Leute helfen dabei mit, einen Experimentierkasten zu entwickeln?
In unserem Team gibt es eine Autorin, die sich die Geschichte ausdenkt, und eine wissenschaftliche Expertin, die sich um die Experimente kümmert. Außerdem brauchen wir eine technische Entwicklerin, die überlegt, wie die einzelnen Bauteile im Kasten aussehen müssen, damit man sie zusammenbauen kann. Eine Einkäuferin organisiert, wer die verschiedenen Bauteile für die Kästen herstellt und an uns liefert. Und ich bin Produktmanagerin. Ich begleite die Entstehung der Kästen von der ersten Idee bis zum Verkauf des Produktes.

Unsere Kinderreporter haben zwei „Pepper Mint“-Experimentierkästen getestet. Wie sie ihnen gefallen haben, liest du in der neuen Ausgabe der Kinderzeitung CHECKY!, die kommenden Samstag erscheint. Mehr Infos gibt es unter www.checky.news.

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