Klimaserie

Fliegen ohne schlechtes Gewissen

Organisationen wie Atmosfair bieten Ausgleich fürs Fliegen an.

Organisationen wie Atmosfair bieten Ausgleich fürs Fliegen an.

Foto: Daniel Reinhardt / Volker Herold

Fliegen ist schlecht für die Umwelt. Wer deswegen ein schlechtes Gewissen hat, kann Geld spenden um den CO2-Ausstoß wiedergutzumachen.

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Jeden Tag fliegen Millionen Menschen in Flugzeugen von einem Ort zum anderen. Fliegen ist schlecht für das Klima, weil dabei große Mengen Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen werden. Geschäftsleute können aber oft nicht auf den Flug verzichten. Und auch Touristen kommen schlecht anders auf Inseln wie Gran Canaria oder Kuba als mit dem Flieger. Wer deswegen ein schlechtes Gewissen hat, kann aber etwas tun. Man kann Geld an Organisationen spenden und damit den CO2-Ausstoß des Fluges wiedergutmachen. Wie das geht, erklären wir euch.

Geld kommt Klimaschutz-Projekten zugute

Organisationen wie Atmosfair rechnen aus, wie viel CO2 bei einem Flug zum Beispiel von Düsseldorf nach New York (Hin- und Rückflug) pro Person ausgestoßen wird. Dann nennt Atmosfair einen Preis dafür. Der Düsseldorf-New York-Flug stößt laut Atmosfair 2856 Kilogramm CO2 aus. Das kann man vollständig ausgleichen, indem man 66 Euro für Klimaschutzprojekte bezahlt.

Atmosfair verspricht nämlich gleichzeitig, das Geld in ein Projekt zu stecken, das dem Klima hilft. Dabei geht es zum Beispiel um Windkraft oder Wasserkraft. Gefördert werden viele Projekte in afrikanischen Ländern. Die Menschen dort bekommen zum Beispiel besondere Öfen, die viel weniger Holz verbrauchen. Dadurch müssen weniger Bäume gefällt werden.

Es gibt auch Projekte, in denen Solaranlagen (Foto oben) gebaut werden, damit Strom aus der Sonne gewonnen werden kann. Oder Häuser und Wohnungen in ärmeren Ländern werden mit Energiesparlampen ausgestattet, damit die Menschen auch dort Strom sparen können.

Immer mehr Menschen zahlen den Ausgleich freiwillig

Man sagt: Mit dem Geld, das man an Organisationen wie Atmosfair für einen Flug bezahlt, wird der CO2-Ausstoß kompensiert. Das gleiche kann man auch tun, wenn man eine Kreuzfahrt bucht. Denn Kreuzfahrtschiffe stoßen auch viel CO2 aus. Beispiel: Eine siebentägige Kreuzfahrt auf einem Schiff, das 1500 Passagiere hat, bedeutet pro Person einen CO2-Ausstoß von 1706 Kilogramm. Das kann man wiedergutmachen, indem man bei Atmosfair 40 Euro für Klimaschutzprojekte spendet.

Immer mehr Menschen zahlen inzwischen freiwillig den Beitrag zum Klimaschutz. Die Organisationen, die eine Kompensation anbieten, haben aber unterschiedliche Methoden, um das Geld auszurechnen. Das wird von manchen kritisiert.

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