Klimaserie

Gefahr für den größten Regenwald

Ein Lösch-Hubschrauber fliegt in Brasilien über ein Feuer im Regenwald.

Ein Lösch-Hubschrauber fliegt in Brasilien über ein Feuer im Regenwald.

Foto: Vinicius Mendonza / dpa

In Brasilien brennt der Regenwald. Er ist die „grüne Lunge“ unseres Planeten.

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Wo gerade noch grüne Blätter wuchsen, ist nun alles schwarz verkohlt. Dieses traurige Bild bietet sich gerade an Tausenden Orten in Südamerika. Dort überall brennt der Wald.

Der Regenwald ist die Lunge der Erde

Dabei geht es nicht um irgendeinen Wald – sondern um den Regenwald rund um den Fluss Amazonas. Dort ist es das ganze Jahr über warm und feucht, so dass ein dichter Dschungel aus Urwald-Bäumen, Lianen, Farnen und anderen Pflanzen wächst. Der größte Regenwald der Welt!

Dieser Wald wird oft auch die grüne Lunge der Welt genannt. Kein Wunder, findet der Wald-Experte Roberto Maldonado. „Von dem Sauerstoff auf der Welt wird ein Fünftel im Amazonas-Gebiet gebildet“, sagt er. Der Wald gibt uns also Sauerstoff zum Atmen.

Das geht so: Die Pflanzen nehmen das Gas CO2 aus der Luft auf. Aus einem Teil davon machen sie etwa Holz, einen anderen Teil geben sie als Sauerstoff ab. Der Wald ist somit auch super fürs Klima! Denn CO2 ist ein Treibhausgas, das dafür sorgt, dass sich die Erde erhitzt.

Menschen zerstören den Regenwald

Der Amazonas-Regenwald kann aber noch mehr. „Er ist eine Regenmaschine“, sagt Roberto Maldonado. Der Wald verdunstet extrem viel Wasser. In vielen Regionen Südamerikas sorgt er für Regen.

Doch obwohl er so wichtig ist, zerstören Menschen immer mehr Teile des Regenwalds, obwohl das oft verboten ist. „Sie brennen den Wald nieder, um etwa Weideland für Rinder zu schaffen“, sagt die Wald-Expertin Gesche Jürgens. Später werde dort oft auch Soja angebaut, was als Schweinefutter dient.

Momentan brennt besonders viel Regenwald. Einige der Feuer sind außer Kontrolle geraten. Was kann man bloß dagegen tun? Am Wochenende haben die Regierungschefs der sieben wichtigsten Länder der Welt über die Feuer gesprochen. Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel war bei dem Treffen im Land Frankreich dabei. „Alle Länder gemeinsam müssen das Klima schützen“, sagt Gesche Jürgens.

Regenwald muss für Soja-Anbau weichen

Die Wälder dürften nicht weiter vernichtet werden. Und zerstörte Flächen müssten wieder bewaldet werden. „Eigentlich wissen wir, was zu tun ist“, sagt sie. Nun müsse es auch getan werden.

Der Klimaforscher Richard Fuchs findet, die Menschen sollten dringend weniger Fleisch essen. Er schlägt vor, dass man für Fleisch von Tieren, die mit Soja aus Regenwaldgebieten gemästet werden, eine Steuer bezahlt. Damit wäre das Fleisch im Geschäft teurer. Man würde die Folgen für die Umwelt mitbezahlen.

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