Aktion

Girls’Day: Katharina ist als Försterin jeden Tag im Wald

Katharina und Flip sind ein gutes Team.

Katharina und Flip sind ein gutes Team.

Foto: Privat

Katharina ist angehende Försterin. Für sie ist es ihr Traumberuf, denn sie kann mit ihrem Hund Flip jeden Tag draußen sein.

Im Wald ist es ganz leise, fast niemand ist unterwegs. Nur Katharina Laing und ihr Hund Flip laufen von Baum zu Baum und bleiben schließlich vor einem stehen. Katharina holt eine Sprühdose hervor und sprüht rote Farbe auf den Stamm. „Ich schaue, welche Bäume sinnvollerweise gefällt werden und die markiere ich“, erklärt sie. Das ist eine Aufgabe von vielen, die sie jeden Tag erledigen muss. Denn Katharina ist angehende Försterin.

Der Beruf ist für viele noch immer ein typischer Männerberuf, das merkt die 25-Jährige selbst. Doch sie sagt auch: „Es findet ein Wandel statt. Immer mehr Frauen studieren Forstwirtschaft.“ Ein Grund dafür könnten Aktionen wie der Girls’Day sein. Zwar fällt der in diesem Jahr aus und viele Schülerinnen können keine eigenen Erfahrungen sammeln. Ein Blick auf einen „männertypischen“ Beruf wie der von Katharina lohnt sich aber trotzdem. Denn der ist nach ihrer Aussage „total cool“ und auf keinen Fall nur für Männer.

Katharina liebt die Natur

Katharina war schon als Kind ständig mit ihrem Opa draußen in der Natur. Kein Wunder, dass sie ihr Schulpraktikum bei einem Förster machen wollte. „Ich war total fasziniert“, erzählt sie. „Man ist viel draußen, aber man hat auch Büroarbeit und dadurch Abwechslung.“ Also studierte sie nach dem Abitur Forstwirtschaft. Jetzt muss sie noch ein praktisches Anerkennungsjahr ablegen, dann ist sie ganz offiziell Försterin.

Doch schon jetzt streift Katharina fast täglich durch den Wald. Mit dabei ist immer ihr Hund Flip. So richtig einsam wird es ihr also nicht. Außerdem trifft sie zwischendurch auch auf andere Menschen. Zum Beispiel auf Forstwirte, die ihre rot markierten Bäume fällen und an den Wegesrand legen. An der Stelle kommt wieder Katharina ins Spiel. „Ich vermesse dann, wie viel Holz dort liegt.“ Die Daten hält sie mit Stift und Papier fest oder auch mit einem speziellen Computer für draußen. Das Holz geht später dann an Käufer, die es zum Beispiel zu Papier oder Möbeln verarbeiten.

Bäume sind wichtige Lebensräume

Aber Katharina hat noch eine wichtige Aufgabe. Sie muss für den Schutz des Waldes sorgen. „Einige Bäume sind die Lebensräume von wichtigen Tieren“, erklärt sie. Sie schreibt also auf, wo sich zum Beispiel Fledermaushöhlen befinden. Denn die sollen auf keinen Fall durch Baumfällungen zerstört werden.

Außerdem sorgt Katharina dafür, dass mit den Wegen und Bänken alles in Ordnung ist. Schließlich sollen sich die Menschen bei einem Spaziergang durch den Wald erholen können. Die meisten sind hier nach der Arbeit oder Schule unterwegs. Für Katharina und Flip gehört dagegen das Spazieren durch den Wald zu einem normalen Arbeitstag.

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