Kino

Helena Zengel dreht in Santa Fe

Helena Zengel hat für den Film Westernreiten gelernt.  

Helena Zengel hat für den Film Westernreiten gelernt.  

Foto: a. Zengel

Die elfjährige Schauspielerin steht mit dem US-Star Tom Hanks vor der Kamera.

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Helena Zengel erlebt gerade eine sehr aufregende Zeit. Der Film „Systemsprenger“ ist im September in den Kinos angelaufen. Darin ist die Elfjährige als das ebenso aggressive wie verletzliche Mädchen Benni zu sehen. Den Kinostart in Deutschland hat die junge Berlinerin aber gar nicht mitbekommen. Sie dreht schon seit einigen Wochen einen neuen Film in den USA. In „News of the World“ (deutsch: Nachrichten aus der Welt) spielt sie neben dem zweifachen Oscar-Gewinner Tom Hanks eine Hauptrolle. In dem Film geht es um das Mädchen Johanna, das im Jahr 1870 von Indianern entführt wurde. Der Kinderseite erzählte Helena, was sie an ihrer Rolle mag:


Hallo Helena, erst einmal Glückwunsch, du durchlebst bestimmt gerade eine sehr aufregende Zeit! Wie kam es dazu, dass du jetzt in Santa Fe drehst?
Vielen Dank! Ja, alles sehr spannend gerade. Die Rolle neben Tom Hanks kam im Grunde über „Systemsprenger“. Der Regisseur Paul Greengrass hat mich auf der Berlinale im Februar in diesem Film gesehen und dann den Kontakt aufgenommen.


Wie hast du dich auf die Dreharbeiten und die Rolle vorbereitet?
Ich bin am 23. August mit meiner Mutter in die USA geflogen. Die Vorbereitungen liefen dann hier in Santa Fe. Ich habe vor allem die Sprache der Kiowa-Indianer gelernt – also nicht komplett. Außerdem durfte ich auf einer Ranch Westernreiten lernen. Englisch-Reiten kann ich schon recht gut, das Westernreiten ist dann doch noch mal was anderes. Und natürlich habe ich das Drehbuch gelesen, in Englisch und in Deutsch.


Ist die Kiowa-Sprache schwierig?
Kiowa ist eine sehr interessante Sprache, sie klingt irgendwie dramatisch. Vieles wird zusammengefasst und es wird viel in Bildern gesprochen. Nein, das war nicht schwer zu lernen, ein bisschen üben musste ich natürlich schon.

Wie läuft so ein Drehtag ab?

Die Drehtage beginnen zu unterschiedlichen Zeiten, je nach Szenenwahl. Ich bin ja nicht in allen Szenen drin, daher kann ich auch manchmal ausschlafen. Als anstrengend empfinde ich das Drehen überhaupt nicht, im Gegenteil, ich könnte gefühlt rund um die Uhr drehen. Meistens habe ich vor Drehbeginn Schule. Wir haben einen Wohnwagen mit zwei Seiten, eine ist der Schulraum, die andere für mich und meine Mutter. Eine Studiolehrerin unterrichtet mich hier täglich, das klappt ziemlich gut. Das Mädchen Johanna, das ich spiele, hat ja bei Indianern gelebt, daher brauchen auch Haare und Make-up einige Zeit. Na und dann geht’s ans Set, manchmal in der Wüste, manchmal in einer Westernstadt, je nachdem was gerade dran ist und natürlich immer mit Tom.


Kanntest du Filme mit Tom Hanks?
Ich habe zur Vorbereitung zum Beispiel „Captain Phillips“ angeschaut, der hat mich sehr beeindruckt.


Wie ist es mit einem berühmten Filmstar zu drehen? Warst du anfangs eingeschüchtert?
Nein, ich war nicht eingeschüchtert, warum auch. Er ist ein – wenn auch sehr berühmter – Kollege. Ich habe ihn direkt um ein Selfie gebeten. Tom ist unglaublich nett und herzlich zu mir. Ich lerne jeden Tag von ihm.


Hältst du Kontakt zu deinen Freunden in Deutschland?
Klar halte ich Kontakt zu meinen Freunden. Wir schreiben uns per Whatsapp oder facetimen. Wenn ich sie sehe, vermisse ich sie schon, aber es ist ja eine absehbare Zeit.


Was ist das Beste an deiner Figur Johanna?
Sie ist eigensinnig, sehr willensstark. Das gefällt mir, ich glaube, so bin ich auch.

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