Schule

Immer mehr Schulen schaffen Hausaufgaben ab

Hausaufgaben können nervig, aber manchmal auch sinnvoll sein.

Hausaufgaben können nervig, aber manchmal auch sinnvoll sein.

Foto: Peter Steffen / dpa

Immer mehr Schulen führen Lernzeiten ein, damit Kinder keine Hausaufgaben mehr machen müssen. Viele finden das gut, aber es gibt auch Kritik.

Hausaufgaben können ganz schön nervig sein. Deshalb freut sich der ein oder andere sicher über die Nachricht, dass immer mehr Schulen die Hausaufgaben abschaffen.

Die Wissenschaftlerin Nathalie Fischer findet das sehr gut und erklärt auch wieso: „Es gibt Kinder, deren Eltern zu Hause nicht so viel bei den Hausaufgaben helfen können oder wollen. Und andere Kinder bekommen vielleicht viel Hilfe von den Eltern und haben gutes Lernmaterial zu Hause, was sich andere Kinder nicht leisten können. Wenn es keine Hausaufgaben gibt, haben alle Kinder die gleichen Chancen. “

Ganztagsschulen haben oft Lernzeiten

Hausaufgabenfrei gibt es besonders häufig an Ganztagsschulen. Dort üben die Schüler Gelerntes in Lernzeiten. Bei vielen funktioniert das gut. So wie bei der zehnjährigen Dora, die in die fünfte Klasse geht: „Ich mag die Lernzeiten, weil ich dann keine Hausaufgaben mehr zu Hause machen muss.“ Andere Kinder finden die Lernzeiten aber nicht so super, weil es zu laut ist oder die Betreuer sich nicht mit den Themen auskennen.

Ob es Hausaufgaben oder Lernzeiten gibt, entscheidet jede Schule selbst. Denn manche Experten sagen auch, dass einiges wie Vokabeln lernen doch zu Hause besser funktioniert. Aber wie klappt es dann mit den Hausaufgaben am besten?

Praktische Tipps für Hausaufgaben

„Das ist bei jedem anders“, sagt die Wissenschaftlerin Nathalie Fischer. Einer möchte nachmittags erst spielen. Der andere will die Hausaufgaben lieber schnell weg haben. „Wichtig ist, dass man sich selber besser kennenlernt und herausfindet, wann die beste Zeit ist“, sagt die Fachfrau. Außerdem sollten Kinder einen ruhigen Platz für die Hausaufgaben haben. „Also besser nicht in dem Raum Hausaufgaben machen, in dem der Fernseher läuft oder die Geschwister spielen“, sagt die Forscherin.

Wir haben uns mal umgehört, welche Tipps Schüler anderen Schülern geben. Die neunjährige Noa sagt zum Beispiel: „Wenn etwas nicht geklappt hat, dann muss man einfach weitermachen.“ Doch manchmal brummt vom vielen Nachdenken schon der Kopf und die richtige Mathelösung ist einfach nicht in Sicht. Die neunjährige Julia geht dann einfach für fünf Minuten in einen anderen Raum: „Damit ich die Hausaufgaben kurz mal vergesse.“ Und der achtjährige Gideon motiviert sich dann am liebsten selbst: „Sieh es als Herausforderung an!“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben