Kurzfilmtage

Kinderjury der Kurzfilmtage schaut und bewertet Filme online

| Lesedauer: 3 Minuten
Emilia (10, von links), Levin (9), Marta (9), Mateja (10) und Elias (10) mit Maskottchen „Rasmus“ und der Leiterin des Kinder- und Jugendkinos, Cathrin Ernst.

Emilia (10, von links), Levin (9), Marta (9), Mateja (10) und Elias (10) mit Maskottchen „Rasmus“ und der Leiterin des Kinder- und Jugendkinos, Cathrin Ernst.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

21 Filme laufen im Kinderprogramm der Kurzfilmtage Oberhausen. Das Festival findet online statt. Auch Kinofans, die weit weg wohnen, schauen zu.

Ein Schüler erscheint zum ersten Mal an seiner neuen Schule. Er ist ein Frosch in einem Klassenzimmer voller Hasen. So beginnt einer von insgesamt 21 kurzen Filmen, die ab heute im Kinder- und Jugendkino der Kurzfilmtage Oberhausen laufen. Wegen Corona findet das ganze Film-Festival online statt. Einerseits ist das schade. Auf der anderen Seite können sich nun aber auch Kinder aus Städten, die weit weg von Oberhausen liegen, die besonderen Filme ansehen. Der Festival-Pass kostet nur fünf Euro.

Ein Festival-Raum im Internet

Emilia, Levin, Marta, Mateja und Elias haben alle 21 Filme schon gesehen. Sie sind die Kinderjury der Kurzfilmtage und entscheiden, welcher Film einen Preis bekommen soll. Zweimal 1000 Euro dürfen die Kinder vergeben. Mateja (10) berichtet: „Der kürzeste Film ist zwei Minuten lang, der längste 20 Minuten. Wir gucken die Filme und sagen, was uns gefällt und was nicht.“

Die Kinderjury arbeitet online. Für sie gibt es einen besonderen Festival-Raum im Internet, in dem sie sich treffen können. Marta (9) sagt: „Ich gucke mir die Filme zu Hause am Laptop an. Ich passe auf alle Details auf.“ Levin (9) nutzt dagegen ein Tablet. „In vielen Filmen geht es um das Thema Freundschaft“, hat er festgestellt. „Das ist ein gutes Thema, denn es ist schön, Freunde zu finden.“ Levin hofft, dass die Kinos bald wieder öffnen. Auch Elias (10) freut sich wieder aufs richtige Kino. Der letzte Film, den er dort gesehen hat, war der Spielfilm „Invisible Sue“. Und das ist schon ziemlich lange her.

Freundschaft, Umwelt, Rassismus

Emilia (10) war besonders von einem Festival-Film beeindruckt, in dem zwei Jungen nach einer großen Flut auf dem Dach eines Hauses den Fluss hinuntertreiben. Dabei sehen sie, wie sich die Umweltverschmutzung auswirkt. Im Programm laufen aber auch Filme, in denen es um Rassismus geht. Ein Film erzählt die Geschichte der sechsjährigen Angela, eines schwarzen Mädchens, das in Belgien lebt.

Im Kinderkino gibt es Programme ab 3, 6, 8 und 10 Jahren, die jeweils 48 Stunden ab Start online stehen. Am Freitag, 7. Mai, um 9 Uhr startet der Wettbewerb 6+ und 10+, am Samstag, 8. Mai, um 9 Uhr folgen die Filme ab 3 und 8 Jahren.

Außerdem laufen 19 Filme im Jugendwettbewerb. Die Jugendjury vergibt ebenfalls einen Preis. Die Geschichten, darunter Dokumentarfilme, Animationen und Spielfilme, kommen aus 24 Ländern. Die Filme laufen im Originalton, die deutsche Sprache wird darübergesprochen.

Tickets (5 Euro) gibt es hier: https://kurzfilmtage.filmchief.com/hub/tickets / Infos: www.kurzfilmtage.de / Anmeldung für kostenlose Schul- und Kita-Screenings: kiju@kurzfilmtage.de und 0208/8253053

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