Buch

Kirsten Boie führt Kinder wieder zurück nach Sommerby

Die Geschichte spielt ein weiteres Mal an der Schlei.

Die Geschichte spielt ein weiteres Mal an der Schlei.

Foto: Gabriele Rohde / Shutterstock

Autorin Kirsten Boie hat auf vielfachen Kinderwunsch eine Fortsetzung ihrer beliebten Sommergeschichte geschrieben, die an der Schlei spielt.

Viele Kinder haben Kirsten Boie immer wieder geschrieben: „Bitte, schreib eine Fortsetzung von Sommerby!“ Vor zwei Jahren erschien die liebenswerte Sommergeschichte der Hamburger Autorin, von einem Leben im Freien und ohne Handys – „Ein Sommer in Sommerby“. Kirsten Boie hat den Wunsch der Kinder erfüllt: Ab Montag (13. Juli) ist „Zurück in Sommerby“ auf dem Markt und wieder geht es um die drei Geschwister Martha, Mikkel und Mats, die die Ferien bei ihrer Oma Inge verbringen.

Schreiben am Wasser

Sommerby ist ein erfundener Ort, doch vieles erinnert an die Gegend an der Schlei. Das ist ein Meeresarm der Ostsee im Bundesland Schleswig-Holstein. Dort besitzt Kirsten Boie ein Haus und dort, in der stillen, wasserreichen Gegend, schreibt sie seit über zehn Jahren ihre Bücher. „Das hilft mir beim Schreiben sehr, weil das eine wunderschöne Landschaft ist und ich da sehr viel leichter Abstand vom Alltag gewinnen kann, als das in der Stadt möglich ist“, sagt die Autorin.

In „Zurück in Sommerby“ trifft man wieder auf die resolute Oma Inge, die Gummistiefel und alte Jeans trägt und sich nicht groß für technische Dinge interessiert. Internet gibt es in ihrem Haus nicht, und dennoch sehnen sich Martha und ihre beiden kleinen Brüder – die Stadtkinder aus Hamburg – nach dem Ort, an dem sie schon einmal so schöne Ferien verbracht haben.

Mikkel findet einen Hund

Mikkel und Mats dürfen wieder Eier einsammeln, Martha entdeckt „Vom Winde verweht“ im alten Bücherregal und der nette Nachbar Krischan hilft bei der Pflaumenernte. Die Jungs lesen Eicheln auf, um die Rehe zu füttern, und versenken Oma Inges Mausefalle im Wasser, weil sie so tierlieb sind. Mikkel hätte am liebsten einen Hund, und deswegen ist er auch begeistert, als er an der Milchtankstelle einen kleinen Welpen entdeckt.

Aber der böse Makler aus dem ersten Band versucht weiterhin, an Oma Inges Haus heranzukommen und benutzt dafür einige fiese Tricks. Nicht nur deswegen fließen ab und zu Tränen. Wahrheit und Lüge, Freude und Traurigkeit liegen ganz nah beieinander, doch am Ende setzt Kirsten Boie das Glück als Schlusspunkt.

Drei Stadtkinder in der Natur

„Zurück in Sommerby“ ist eine Rückkehr an einen Sehnsuchtsort, an dem die drei Stadtkinder naturnahe, abenteuerliche Herbstferien verbringen und wieder viel über sich, das Leben und die Liebe lernen. Ein dritter Band ist schon angekündigt.

Kirsten Boie: Zurück in Sommerby, Oetinger, 14 Euro, ab 10 Jahre

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