Serie: Auf dem Hof

Marlene erzählt von ihrem Leben auf dem Land

Marlene erzählt von ihrem Leben auf einem Bauernhof.  Hier steht sie vor dem Hof mit ihren Eltern Christiane in der Beeck-Bolten und Andreas Bolten, ihrem Bruder Clemens und Ambra.

Marlene erzählt von ihrem Leben auf einem Bauernhof. Hier steht sie vor dem Hof mit ihren Eltern Christiane in der Beeck-Bolten und Andreas Bolten, ihrem Bruder Clemens und Ambra.

Foto: Andreas Buck / FUNKE Foto Services

Marlene lebt auf einem Bauernhof. Ihre Eltern sind Landwirte. In einer neuen Serie erzählt sie uns, was sie das Jahr über alles erlebt.

Marlene lebt auf einem Bauernhof in Mülheim. Wenn die Neunjährige aus der Haustür kommt, sind da keine Nachbarhäuser sondern Kartoffelhalle, Hofladen, Scheune und Felder. Zwar kann sie nicht mal eben zu einer Freundin spazieren. Aber Marlene lebt gerne hier: „Mir gefällt es sehr gut, weil ich hier so viel mithelfen kann!“

Marlene liebt es, beim Erdbeeren pflanzen dabei zu sein, oder auf dem Kartoffelroder zu stehen. Langweilig wird es ihr und ihrem Bruder Clemens nie.

Wie abwechslungsreich und anspruchsvoll das Leben auf einem Bauernhof ist, erzählt Marlene in einer neuen Serie. Ihr erfahrt, was das ganze Jahr über zu tun ist und welche Maschinen gebraucht werden. In der ersten Folge stellt Marlene den Bauernhof vor. Den Hof in der Beeck gibt es schon ganz schön lange. Mindestens seit 150 Jahren.

Früher gab es hier Schweine

„Als mein Opa Kind war, gab es hier 50 Bullen und 340 Schweine“, erzählt Marlene. Damals wurden Weizen, Raps und Kartoffeln angebaut. Die vielen Tiere hat Marlenes Mutter, Christiane in der Beeck-Bolten, schon gar nicht mehr miterlebt. In der Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nämlich einiges gewandelt. Tiere wie Schweine oder Milchkühe werden immer häufiger in großen Betrieben gehalten. Die Riesen-Betriebe sind kleineren Höfen gegenüber im Vorteil, können etwa Futter günstiger einkaufen.

800 Hennen, kein Hahn!

Familiengeführte Bauernhöfe wie der von Marlenes Eltern Christiane und Andreas gehen neue Wege. Schon Heinz in der Beeck, der Opa von Marlene, hat Erdbeeren angebaut. Inzwischen sind Himbeeren dazu gekommen und Kürbisse in vielen bunten Farben. Hühner gibt es seit einigen Jahren auch. Sie picken, gackern und rupfen Gras auf dem Feld vor der Hofeinfahrt. 800 Hennen leben dort und schlafen in zwei mobilen Ställen. Kein Hahn ist dabei. „Die Hennen wollen keinen Chef“, weiß Marlene. Dafür leisten vier Ziegen den Hühnern Gesellschaft und sorgen nebenbei für ihre Sicherheit. Eine Habichtfamilie hatte nämlich wieder und wieder Hühner stibitzt. Seit Pünktchen, Anton, Tim und Struppi im Gehege grasen, hat das aufgehört.

Die Hofhunde heißen Bella und Ambra. „Ambra ist eher ruhig, aber Bella ist eine ganz Wilde“, beschreibt Marlene. Die Vierbeiner haben ein gemeinsames Hobby: Sie legen sich gerne auf die Füße der Kinder. Die Hunde lieben es, gestreichelt zu werden! Es dauert aber nie lange, bis Marlene sie wieder verscheucht. Auf einem Bauernhof gibt es einfach zu viel zu tun. Im Februar erzählt Marlene, wie die Erdbeeren angepflanzt werden.

Der Bauernhof im Januar

Ein Bauernhof ist ein Betrieb, in dem das ganze Jahr über gearbeitet, produziert, organisiert und geplant wird. Im Januar rattert in der Kartoffelhalle das Fließband, über das die Kartoffeln in Säcke und Papiertüten gefüllt werden. Saatgut muss bestellt werden und Betriebsprüfungen stehen an. Solche Kontrollen gibt es in jeder Firma, die Waren herstellt und verkauft, also auch auf dem Bauernhof. Die Kontrolleure gucken sich zum Beispiel Verträge mit Mitarbeitern an und gehen durch Hallen und Lager.

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