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Schlafen im Heu: Natur, Abenteuer und jede Menge Tiere

Viktoria, Lilliana und Carolin freuen sich auf ihre erste Nacht im Heu.

Viktoria, Lilliana und Carolin freuen sich auf ihre erste Nacht im Heu.

Foto: MATTHIAS GRABEN / FUNKE Foto Services

Auf dem Nierskamphof in Sonsbeck können Kinder ein Wochenende im Heu schlafen. Und bekommen dabei 48 Stunden voller Bauernhof-Erlebnisse.

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Ein ganzes Wochenende ohne Eltern, das ist schon für sich genommen ziemlich cool. Noch besser wird es aber auf dem Nierskamphof bei Sonsbeck. Die Kinder, die hier das „Schlafen im Heu“ mitmachen, bekommen zwei Tage voller Bauernhof-Erlebnisse mit jeder Menge Spiele, Tiere und Natur.

„Es gibt viele Orte, wo man im Heu schlafen kann. Das sind dann aber gefüllte Matratzen“, erklärt Markus Laule, der den Hof mit seiner Frau Silke betreibt. Hier aber schlafen die Kinder mit ihren Schlafsäcken im weichen Heu. Bauernhoferlebnis pur!

Schlafen in der Scheune

Am ersten August-Wochenende sind es 25 Kinder, die voller Vorfreude auf dem Nierskamphof ankommen. Mit großem Hallo werden zunächst die Schlafquartiere bezogen. Für 20 Mädchen heißt das erst einmal klettern, denn sie schlafen auf dem Heuboden in der Scheune. Die fünf Jungs bleiben unten und machen es sich auf dicken Heuballen bequem.

Das Übernachten im Heu ist die Krönung eines umfangreichen Programms, das Markus und Silke Laule auf die Beine gestellt haben. Beide sind Pädagogen – so nennt man Leute, die gelernt haben, wie man richtig mit Kindern umgeht.

„Zumindest Zähneputzen!“

Es gibt eine Schnitzeljagd, eine Nachtwanderung und es werden gemeinsam Bögen gebaut. Hinzu kommen verschiedene Spiele und jeden Abend ein Lagerfeuer mit Stockbrot. Ins Wohnhaus gehen die Kinder das ganze Wochenende nicht – das gehört zum Konzept. Körperpflege muss aber trotzdem sein, mahnt Markus Laule: „Zumindest Zähneputzen! Duschen kann man auch mal zwei Tage sein lassen“, sagt er. Dafür gibt es einen Waschbereich

Auch das gemeinsame Versorgen der Tiere gehört zu dem Erlebnis-Wochenende. Auf dem Nierskamphof gibt es Schafe, Ziegen, Hühner und einen Hund. Am meisten aber haben es den Kindern die Pferde angetan, zumindest den meisten Mädchen.

„Jungs können das auch machen!“

„Ich liebe Pferde!“, erzählt Juliana Blaschkewitz (15). Sie verbringt das Wochenende auf dem Nierskamphof mit ihren jüngeren Geschwistern. „Wir dachten, das wird Spaß. Es ist schön, dass wir hier alle zusammen sind“, freut sie sich.

Meis t’Hart (12) ist einer der fünf Jungs, die sich ebenfalls für das Bauernhof-Wochenende entschieden haben. „Ich hatte gehofft, dass ich nicht der einzige Junge bin“, gibt er zu. Er hatte nämlich erwartet, dass wegen der Pferde viele Mädchen hier sein würden: „Ich dachte, Reiten machen Mädchen gerne. Aber ich finde, Jungs können das auch machen!“

Erwartungen erfüllt

Am nächsten Morgen liegt die erste Nacht im Heu hinter den Kindern. In diesen Stunden wurden neue Freundschaften geschlossen und gefestigt. „Wir haben gestern Abend noch Tabu gespielt. Das war witzig. Manche konnten gar nicht gut erklären“, erzählt die neunjährige Leni am Frühstückstisch. Besonders in Erinnerung bleibt aber wohl die Nachtwanderung: „Als erstes habe ich mich ein bisschen gegruselt, aber dann war es eigentlich cool!“, erzählt Sophie (8). Auf die Frage, ob sie noch einmal so ein Wochenende erleben möchten, sind sich die beiden neuen Freundinnen einig: „Ja, auf jeden Fall!“

Das nächste Mal „Schlafen im Heu“ gibt’s im Oktober

Der Nierskamphof liegt bei Sonsbeck. Das ist ein Ort am Niederrhein, nahe der niederländischen Grenze.

Betrieben wird der Hof von Silke Laule und ihrem Mann Markus. Sie ist Heilpädagogin und er Sozialpädagoge. Ihre beiden Kinder Lea (17) und Franco (15) sowie eine Freundin von Lea unterstützen die beiden als jugendliche Betreuer.

Das „Schlafen im Heu“ gibt es das nächste Mal vom 4. bis zum 6. Oktober. Mehr Infos dazu gibt es auf: www.silkelaule-hefd.de

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