Schule

Schüler nehmen Folgen für ihren eigenen Podcast auf

Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Oberhausen nehmen regelmäßig Folgen für ihren Podcast auf – normalerweise in der Schule, wie auf dem Bild zu sehen ist.

Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Oberhausen nehmen regelmäßig Folgen für ihren Podcast auf – normalerweise in der Schule, wie auf dem Bild zu sehen ist.

Foto: Privat

In ihrem Schul-Podcast sprechen die Schüler eines Gymnasiums mit verschiedenen Gästen. Aber sie geben auch viele hilfreiche Tipps.

Die Kopfhörer in die Ohren stecken, auf Start drücken und schon geht es los. Fröhliche Musik erklingt und eine Stimme sagt: „Heinefunk, der Podcast des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Oberhausen.“ Die Stimme gehört dem Lehrer Marco Fileccia. Gemeinsam mit der Schülerin Julia hat er vor fast zwei Jahren das Projekt gestartet. Doch was ist eigentlich ein Podcast?

„Das ist wie eine Radiosendung, die man jederzeit hören oder stoppen kann“, erklärt Julia. „Man hat also ganz viele Freiheiten.“ Aber nicht nur der Zuhörer hat viele Freiheiten. Auch die Schüler müssen sich beim Aufnehmen der Podcasts an keine strengen Regeln halten. Nur die Technik muss natürlich funktionieren. Und das war gerade am Anfang alles andere als einfach.

Über 50 Folgen in zwei Jahren

„Die erste Nummer war eine Katastrophe“, erzählt Marco Fileccia und lacht. „Wir haben 20 Minuten geredet und am Ende war im Podcast nur eine Minute zu hören.“ Doch mit den Jungen aus der Technik-AG konnten sie das Problem schnell lösen. Und in den zwei Jahren sind so schon über 50 Folgen entstanden.

In der Zeit ist auch das Team gewachsen. Neun Schüler zwischen 13 und 18 Jahren machen bei dem Projekt mit. „Das ist das Besondere. Durch die verschiedenen Altersgruppen decken wir ganz unterschiedliche Interessen ab“, sagt Julia.

Verschiedene Gäste im Podcast

Für jede Folge lädt das Team einen Gast ein. Mit dabei waren schon neue Lehrer oder die Schulpsychologin. Aber es kommen auch Gäste zu ihnen, die nichts mit der Schule zu tun haben. Politiker zum Beispiel oder auch echte Berühmtheiten. So wie die bekannte Unterhaltungskünstlerin Gerburg Jahnke, mit der die Schülerin Theresa gesprochen hat. „Das war mein erstes Interview und ich war schon ziemlich aufgeregt.“

Die Schüler überlegen sich vorher immer gemeinsam die Fragen. In der Sendung führen dann ein oder zwei Moderatoren wie Julia oder Theresa das Gespräch. Das klappt meistens richtig gut. „Meistens ergeben sich in einem Gespräch auch noch andere Themen“, sagt Theresa.

Tipps gegen Langeweile

Julia und Theresa macht der Podcast viel Spaß. Deshalb arbeiten sie und die anderen während der schulfreien Zeit sogar täglich an neuen Folgen. Denn sie können sich mit Gästen auch übers Telefon unterhalten. Die Gespräche nehmen sie dann zu Hause auf und laden sie im Internet hoch.

Julia hat zum Beispiel mit ihrer Mutter, die Ärztin ist, über das Coronavirus gesprochen. In einer anderen Folge erzählen die Schüler, was sie gegen Langeweile machen. Theresa erklärt, wieso sie auch weiterhin den Podcast betreiben: „Wir wollen ja alle gerade jetzt unterhalten.“

>>> Weitere Podcasts

Den Schul-Podcast findet ihr unter www.heinefunk.de. Es gibt aber noch viele andere Podcasts. Für alle Neugierigen eignet sich „Schlaulicht“. Die drei „Schlaulichter“ beschäftigen sich mit verschiedenen Themen, zum Beispiel mit Dinosauriern.

Wie der Name es schon verrät, dreht sich in „Hitzefrei! Der Klima-Podcast für Kinder“ alles um den Klimawandel. Helen, Max und Hannah gehen vielen Fragen nach, zum Beispiel „Wohin mit dem Müll?“ oder „Was ist los im Wald?“

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