Hobby

Silas auf der Suche nach dem dicksten Fisch

Silas (8) hält gemeinsam mit Bertold und Paul einen 1,65 Meter langen Stör fest.

Silas (8) hält gemeinsam mit Bertold und Paul einen 1,65 Meter langen Stör fest.

Foto: privat

Der achtjährige Silas ist begeisterter Angler. Er kennt sich gut mit Fischen aus. Uns erzählt er von seinem Hobby.

Silas hat schon so manchen dicken Fisch an seiner Angel gehabt. Der Achtjährige ist begeisterter Angler und begleitet seinen Bruder Bertold (29) und dessen Freunde Hermann und Paul gern zum Nachtangeln. Auch am letzten Wochenende war Silas wieder im Angelpark Zur Grafenmühle in Bottrop-Kirchhellen, um Störe, Forellen oder Karpfen zu angeln.

Störe haben keine Gräten

Silas kennt sich mit Fischen schon richtig gut aus. Er angelt mit seinem großen Bruder, seit er sechs Jahre alt ist. Er weiß zum Beispiel, dass der Schwimmer an der Angel in der Fachsprache Pose heißt und dass Störe

keine Gräten haben und bis zu sechs Meter lang werden können. „Unser größter Fang war ein 1,76 Meter langer Stör“, berichtet der Achtjährige stolz.

Wenn Silas mit zum Nachtangeln fährt, startet die kleine Gruppe, die am Angelteich eine Gebühr bezahlen muss, meistens gegen 18 Uhr. Alles wird vorbereitet, die Angeln werden ausgelegt, danach wird es ruhiger am Zelt. „Wir setzen uns in Stühle und gucken, ob was beißt“, erzählt Silas.

Das dauert Stunden um Stunden. „Ich versuche immer, sehr lange wach zu bleiben. Meist schlafe ich um eins, halb zwei ein und werde dann ungefähr um sechs Uhr wieder wach. Dann angeln wir weiter bis zum Nachmittag.“

Silas macht es jedes Mal großen Spaß, in der Natur zu sitzen und die Posen zu betrachten. Er sagt: „Ich finde es besser, draußen zu sein, statt in der Wohnung zu sitzen und nichts zu machen.“ Und er ergänzt: „Beim Angeln macht mir das Drillen am meisten Spaß.“ So nennt man es, wenn ein Fisch angebissen hat und man die Angelrute gut festhalten und kurbeln muss, um den Fisch herauszuziehen.

Gern würde Silas mal einen Aal angeln. „Wenn Aale gebissen haben, ziehen sie meistens direkt an den Grund in ihre Höhle, deswegen muss man sie ganz schnell kriegen. Und das macht halt Spaß!“

Fische töten gehört dazu

Wenn er große Fische aus dem Wasser ziehen will, braucht er aber Hilfe eines Erwachsenen. Denn mächtige Fische haben viel Kraft, sie könnten den 24 Kilo schweren Silas sogar mühelos ins Wasser hineinziehen.


Hat er ein Problem damit, dass die Fische, die man essen möchte, nach dem Angeln getötet werden? „Nein, das gehört dazu“, sagt Silas. Mit einem harten Schlag auf den Kopf werden die Fische zunächst betäubt. „Dann kann man ganz leicht den Haken aus dem Maul holen.“ Damit der Fisch auch wirklich tot ist, wird ihm noch mit einem Messer ins Herz gestochen.

Zu Hause freut sich die ganze Familie oft über frischen Fisch. Und wenn Silas älter ist, will er unbedingt einen Angelschein machen. Mit zehn Jahren kann er den Jugendangelschein machen und mit 14 den richtigen. Eins weiß er aber jetzt schon: „Die größten Fische machen am meisten Laune!“

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