Forschung

Wissenschaftler lassen sich am Nordpol auf Schiff einfrieren

Da friert man schon, wenn man nur das Foto anschaut. Forscher wollen sich auf einem Schiff am Nordpol einfrieren lassen.

Da friert man schon, wenn man nur das Foto anschaut. Forscher wollen sich auf einem Schiff am Nordpol einfrieren lassen.

Foto: Stefan Hendricks/Alfred-Wegener-Institut - AWI/dpa

Forscher und Forscherinnen aus 17 Ländern sind bei der größten Nordpol-Expedition aller Zeiten dabei. Sie leben Monate in Eis und Dunkelheit.

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Eiskalt und ständig dunkel ist es im Winter in der Arktis. Die Sonne geht monatelang nicht auf. In der Region rund um den Nordpol friert dann das Meer zu. Trotzdem wollen Forscher und Forscherinnen aus 17 Ländern dort ab Februar eine lange Zeit zubringen. Es soll die größte Expedition in der Arktis sein, die es jemals gegeben hat!

Gerade bereiten die Wissenschaftler alles für ihre Reise vor. Sie müssen gut planen. Denn sie wollen sich mit dem deutschen Forschungsschiff Polarstern ein Jahr lang im Eis einfrieren lassen! Dabei schiebt das sich bewegende Meereis das Schiff dann am Nordpol vorbei, bis das Eis wieder taut. Denn der Nordpol besteht tatsächlich aus nichts anderem als Eis und dem Ozean darunter.

Während ihrer Reise wollen die Forscher viele Versuche unternehmen. Auf dem Eis bauen sie zum Beispiel Messstationen auf, um mehr über die Arktis zu erfahren. So wollen sie den weltweiten Klimawandel erforschen. Die Forscher sind sehr aufgeregt: „Wir haben noch gefühlt 2000 Dinge zu tun, bevor es losgeht“, erklärte der Expeditionsleiter Markus Rex.

Gestartet wird im September. Dann, so erzählt Markus Rex, suchen die Forscher eine sehr dicke Eisscholle, an der die Polarstern festgemacht wird und später dann festfrieren wird. Ein Jahr später sollen die Forscher mit dem Schiff dann quasi auf der anderen Seite des Nordpols angekommen sein.

Pistenbullys und Eisfräsen werden mitgenommen

„Die Polarstern wird randvoll mit Ausrüstung sein“, erklärt Markus Rex. „Neben den Containern für die Messinstrumente nehmen wir zum Beispiel auch Pistenbullys und Eisfräsen mit, um damit die Landebahn auf dem Eis zu bauen.“ Die Landebahn ist für Helikopter, die einfliegen müssen, falls jemand an Bord krank wird. Wichtig wird es für das Team sein, die gute Laune zu behalten. Denn es ist die meiste Zeit von Kälte und Dunkelheit umgeben.

>>>Vorsicht vor den Eisbären

Alle Leute, die während der Expedition die Polarstern verlassen, müssen sich vor Eisbären schützen.

Eisbären sehen in der Dunkelheit besser als Menschen, vor allem aber können sie uns schon von weitem riechen.

Deshalb tragen die Forscher Nachtsichtgeräte und sind für den Ernstfall bewaffnet.

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