Essen. Die südkoreanische Jazz-Sängerin wagt sich an Coversongs der Kolleginnen Björk, Maria João und Nina Simone. Warum das richtig gut klingt.

Was die im südkoreanischen Seoul zur Welt gekommene Youn Sun Nah mit ihrer Stimme anzustellen vermag, sucht absolut seinesgleichen. Sie beherrscht das entspannte Timbre einer Folksängerin, sie weiß aber auch plötzlich zu improvisieren und zu explodieren. Zwei Jahre nach „Waking World“, ihrem ersten komplett selbst geschriebenen Album, verzaubert Nah auf „Elles“ mit zehn Coversongs, die entweder von Frauen geschrieben oder gesungen wurden, manchmal auch beides.