Festival

Die Ruhrfestspiele 2020 werden in den Herbst verschoben

Sagt die Ruhrfestspiele ab: Festival-Intendant Olaf Kröck.

Sagt die Ruhrfestspiele ab: Festival-Intendant Olaf Kröck.

Foto: J. Gutzeit

Recklinghausen.  Die Ruhrfestspiele 2020 sind soeben abgesagt worden, das Festival will Veranstaltungen in den Herbst verschieben. Und bittet um Kartenspenden.

Die Ruhrfestspiele Recklinghausen gehen davon aus, dass die derzeitigen gesetzlichen Beschränkungen des öffentlichen Lebens auch über den 20. April hinaus weiter gelten dürften. Auf Empfehlung des Kreises und in Abstimmung mit dem NRW-Kulturministerium erfolgt, auch wegen der fehlenden Planungssicherheit, die Absage der 74. Festival-Ausgabe, die am 1. Mai mit dem üblichen Kulturvolksfest und am 3. Mai mit dem Bühnenprogramm anlaufen sollte.

Doch für die 90 Produktionen von 760 Künstlerinnen und Künstlern aus vier Kontinenten und 20 Ländern kann schon jetzt der nötige Probenbetrieb nicht laufen, das Versammlungen von mehr als zwei Personen untersagt sind.

Herbstfestival in Planung

Momentan prüfe das Team der Ruhrfestspiele „intensiv verschiedene Möglichkeiten“, heißt es aus Recklinghausen, eile des diesjährigen Programms in den Herbst 2020 zu verschieben. „Außergewöhnliche Situationen verlangen nach außergewöhnlichen Maßnahmen“, sagt Intendant Olaf Kröck. „Eine Absage hat es in der langen Geschichte der Ruhrfestspiele bisher nicht gegeben. Sie ist nicht nur für die treuen Besucherinnen und Besucher sehr bitter.“ Über den Stand der Entwicklung und einen möglichen Spielplan für den Herbst wollen die Ruhrfestspiele Presse und Publikum in den kommenden Wochen auf dem Laufenden halten.

Eintrittskarten behalten – gegen eine Spendenbescheinigung

Alle Informationen zur Rückgabe oder zum Umtausch bereits erworbener Eintrittskarten werden die Ruhrfestspiele in den kommenden Tagen auf ihrer Homepage veröffentlichen. Karteninhaber*innen können ihre Karten kostenlos zurückgeben und erhalten den Betrag erstattet. Geplant ist ein Online-Formular, das die Abwicklung für das Publikum erleichtert.

Karteninhaber*innen, die auf eine Rückerstattung oder teilweise Rückerstattung des Kartenpreises zugunsten der Ruhrfestspiele verzichten möchten, helfen den Ruhrfestspielen durch diesen großzügigen Akt der Solidarität, die finanziellen Einbußen durch die Corona-bedingte Absage der Festspiele zu reduzieren. Spendenbescheinigungen über den jeweiligen Kartenwert für alle nicht zurückerstatteten Beträge werden gern ausgestellt. In diesem Fall bedanken sich die Ruhrfestspiele sehr herzlich für die Unterstützung bei der Kompensation der harten Folgen der Absage.

Die Kartenstelle der Ruhrfestspiele ist aktuell nur per E-Mail und Fax erreichbar ist. Für die Rückabwicklung bittet das Festival „um etwas Geduld“. Die Kolleginnen der Kartenstelle sind vor Beginn der NRW-Sommerferien bis zum 13. Juni für das Publikum erreichbar. Kontakt zur Kartenstelle:

Fax: +49 2361 921818

E-Mail: kartenstelle@ruhrfestspiele.de

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