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Streit mit ARD – Warum Mehmet Scholl beim Confed Cup fehlte

Mehmet Scholl ist seit 2008 TV-Experte bei der ARD, beim Confed Cup in Russland gab es nun offenbar eine Meinungsverschiedenheit.

Foto: Alexander Kluge / SWR/Alexander Kluge

Mehmet Scholl ist seit 2008 TV-Experte bei der ARD, beim Confed Cup in Russland gab es nun offenbar eine Meinungsverschiedenheit. Foto: Alexander Kluge / SWR/Alexander Kluge

Berlin  Nach dem Halbfinale beim Confed Cup war ARD-Sportexperte Mehmet Scholl plötzlich weg. Es hatte offenbar Zoff mit dem Sender gegeben.

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Mehmet Scholl kennt man eigentlich als immer gut gelaunten Fußball-Experten, der mit seinem Moderationspartner Matthias Opdenhövel einen lockeren Spruch nach dem anderen produziert. Ab dem ersten Halbfinale beim Confed Cup mussten die Zuschauer aber darauf verzichten – Scholl war plötzlich nicht mehr in der ARD zu sehen. Eine Erklärung gab es dafür nicht. Bis jetzt.

Wie „Bild“ (Bezahlinhalt) berichtet, soll es zwischen Scholl und der ARD so gekracht haben, dass der Experte abreiste. Grund für den Streit soll die Programmplanung gewesen sein.

Mehmet Scholl fand Doping-Bericht zu langweilig

Die ARD wollte dem Bericht zufolge ausführlich über die Doping-Vorwürfe gegen Russlands Fußballer berichten, was Scholl zu dröge fand. Er habe lieber die Leistung der deutschen Nationalmannschaft und der U21 feiern wollen. Der Streit eskalierte. Scholl reiste noch vor Sendebeginn ab.

Anstelle von Scholl sahen die Zuschauer beim Spiel Portugal gegen Chile dann Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger an der Seite von Opdenhövel. Genauso wie tags darauf beim Sieg der Nationalmannschaft über Mexiko.

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Eine Aussprache zwischen Scholl und den ARD-Verantwortlichen soll es laut „Bild“ noch nicht gegeben haben. Ist das das Ende von Scholls Expertenjob? Offenbar nicht.

Das sagen die Beteiligten

„Es ist alles prima zwischen der ARD und mir. Ich freue mich auf die WM 2018“, sagte Scholl der Zeitung. Und auch ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky ließ wissen: „Meinungsverschiedenheiten kommen in den besten Familien vor. Wir werden das in den nächsten Wochen intern klären.“ (cho)

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