Landesgartenschau

Noch 763 Tage bis zur Landesgartenschau in Kamp-Lintfort

Stand Freitag mittag, halb zwölf: Bürgermeister Christoph Landscheidt vor dem Countdownzähler im Rathaus-Foyer.

Foto: Volker Herold

Stand Freitag mittag, halb zwölf: Bürgermeister Christoph Landscheidt vor dem Countdownzähler im Rathaus-Foyer. Foto: Volker Herold

Kamp-Lintfort.   Ungefähr: Countdown-Zähler misst sekundengenau, aber den Termin kennt noch keiner. Schüler des Berufskollegs für Technik haben den Zähler gebaut.

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Jetzt gilt’s: Seit Freitag läuft die Zeit gnadenlos runter – und jeder kann’s sehen. Knapp 763 Tage bis zur Landesgartenschau. Im Rathaus-Foyer steht jetzt ein Countdown-Zähler mit großen LEDs, der sekundengenau mitrechnet. In der Tat ein Blickfang. „Es wird ernst“, meinte denn auch Bürgermeister Christoph Landscheidt, als er auf den Starterknopf drückte. So wenig Tage für noch so viel Arbeit.

Den Zähler entworfen und gebaut haben erwachsene Schüler der Berufskollegs für Technik in Moers. „Wir sind ja für die ganze Region zuständig, auch für Kamp-Lintfort. Nach dem Zuschlag für die Landesgartenschau haben wir überlegt, wie wir uns einbringen können“, erklärte Schulleiter Peter Dischhäuser. Von der Idee bis zur Fertigstellung des Zählers vergingen knapp zwei Jahre, arbeiteten verschiedene Teams an den verschiedenen Komponenten. „Hier ist nix von der Stange“, erklärte Holger Lembken, Fachbereichsleiter für Technik. „Selbst die Platine ist von Hand geätzt, gebohrt und gelötet. Die gibt es nur ein Mal.“

Die Stunde Null ist im April 2020 - ungefähr jedenfalls

Der Klein-Computer, der die Zählarbeit leistet, ist unbestechlich. Nicht mal ein Stromausfall kann ihm was anhaben oder die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit. Gut, der Anschluss an die Atomuhr, wäre zu aufwendig gewesen. „Dafür hätten wir eine Antenne aufbauen müssen. Aber höchstens ein, zwei Sekunden Abweichung“ sichern die Techniker zu.

Abweichung wovon? Wann ist „Null“? Ungefähr Mitte April 2020, sagen die Macher, schließlich wisse ja noch niemand genau, wann es los geht mit der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort. „Aber der Computer ist frei programmierbar. Das können wir jederzeit auf den genauen Termin setzen“, versichert Lembken. Und: „Wir werden den Beginn bestimmt nicht bremsen.“

Im Flyer gibt es den Förderturm mit Plattform schon

Ein weiterer Schritt ist getan, um im Vorfeld auf das große Ereignis aufmerksam zu machen. Ein bunter Flyer zeigt schon ziemlich genau, was den Besucher erwartet, inklusive etwa Kassenstandorten, Blumenbeeten, dem Förderturm mit Aussichtsplattform und Bus-Shuttle-Strecken. Angekündigt wird „Eine Landesgartenschau im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.“

Erstmals verteilt wurde der Flyer bei der Sparkassen-Gala in Duisburg. Immerhin 1200 Stück habe man unter die Leute gebracht, erklärte Kämmerer Martin Notthoff jüngst. Dass die Laga überregionale Bedeutung haben wird, macht der Flyer ebenfalls deutlich unter der Überschrift „Dein NRW“.

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