KULTURPOLITIK

NRW fördert 13 städtische Bühnen mit zehn Millionen Euro

Der Landtag in Düsseldorf: Hier kündigte NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Montag an, dass sich 13 städtische Opern- und Schauspielbühnen über einen Geldsegen freuen dürfen.

Der Landtag in Düsseldorf: Hier kündigte NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Montag an, dass sich 13 städtische Opern- und Schauspielbühnen über einen Geldsegen freuen dürfen.

Foto: Federico Gambarini / dpa

Düsseldorf.   Das Land NRW will über drei Jahre hinweg insgesamt 13 städtische Opern- und Schauspielbühnen mit fast zehn Millionen Euro zusätzlich fördern.

Die parteilose NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen eröffnet derzeit von den Kurzfilm- bis zu den Stücke-Tagen ein Festival im Ruhrgebiet nach dem anderen. Noch mehr Freunde macht sie sich allerdings mit der wiederholten Verbreitung von Geldsegen: Wurden in der vergangen Woche zwölf Ensembles des Freien Theaters mit insgesamt fast einer Million Euro bedacht, so kündigte Isabel Pfeifer-Poensgen am Montag im Düsseldorfer Landtag an, dass 13 städtische Opern- und Schauspielbühnen über drei Jahre hinweg mit fast zehn Millionen Euro zusätzlich gefördert werden.

Die Bühnen sollen sich aus Sicht der Ministerin mit dem zusätzlichen Geld (über den bereits bestehenden Theaterpakt mit Landesmitteln für Stadttheater hinaus) besser profilieren können und, so der Titel des Programms, „neue Wege“ gehen. „Künstlerische Exzellenz“, so Pfeiffer-Poensgen, „braucht Entwicklungsfreiräume.“

1,9 Millionen Euro für das Bielefelder Theater

Der dickste Brocken geht mit 1,9 Millionen Euro an das Bielefelder Theater, das drei Tanz-, Musik- und Schauspiel-Projekte zur Bindung jüngerer und älterer Zuschauer aufgelegt hat. 1,1 Millionen Euro gehen nach Mülheim, wo das Theater an der Ruhr gemeinsam mit den „Stücke“-Tagen und dem Ringlokschuppen Projekte mit der Chiffre „Die Theaterstadt“ stemmen möchte. Für die Einrichtung seiner neuen Puppentheater-Sparte bekommt das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier 660.000 Euro, das Kölner Schauspiel für die Gründung einer Tanzsparte durch den renommierten Choreografen Richard Siegal rund 900.000 Euro.

Das Dortmunder Musiktheater erhält zum Aufbau eines eigenständigen Ensembles für die Junge Oper, den Ausbau der Bürgeroper und der Beteiligung des Publikums 860.000 Euro; 430.000 Euro gehen an das Oberhausener Theater, damit es weiter die Stadt mit der Bühne und die Bühne mit der Stadt verzahnen kann, 260.000 Euro gehen an das Duisburger Theater für seinen Jugendclub „Spieltrieb“ und 720.000 Euro an das Moerser Schlosstheater für sein Projekt „Wallzentrum 2025“; die kleinste Bühne des Landes setzt damit das Projekt der Belebung eines Wohn- und Einkaufszentrums fort.

Schlüssigkeit, Nachhaltigkeit und Innovationsfreude

Aus 31 Bewerber-Bühnen wählte eine Jury die geförderten Bühnen nach der Schlüssigkeit, Nachhaltigkeit und Innovationsfreude des Konzepts aus. Ihr gehörten neben Christian Esch, dem Direktor des Kultursekretariats NRW, auch Michael Schmitz-Aufterbeck an, Sprecher der NRW-Intendantenkonferenz, die Ruhrtriennale-Dramaturgin Barbara Mundel, die Pina-Bausch-Theater-Leiterin Bettina Wagner-Bergelt und der ehemalige Dortmunder Konzerthaus-Chef Benedikt Stampa.

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