Betrugsmasche

Nicht zurückrufen! Was hinter ominösen „Ping-Calls“ steckt

Abzocke

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Fr, 06.10.2017, 15.01 Uhr

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Berlin  In letzter Zeit häufen sich Beschwerden über unbekannte Anrufe aus dem Ausland. Dahinter steckt eine perfide Betrugs-Masche.

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Immer wieder versuchen Betrüger, Verbraucher am Telefon reinzulegen. Nachdem wir kürzlich über Betrugsversuche mit vermeintlichen Gewinnspielen berichtet hatten , warnt die Polizei jetzt davor, unbekannte ausländische Telefonnummern zurückzurufen. Dahinter verbirgt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine betrügerische Masche, die auch als „Ping-Calls“ bezeichnet wird. In der letzten Zeit hat die Polizei vermehrt solcher Fälle registriert.

Bei den Anrufen läutete das Telefon nur wenige Male. Die Zeit ist meist so kurz, dass man es gar nicht erst schafft, abzunehmen. Doch das ist gewollt: Denn die Betrüger zielen darauf ab, zurückgerufen zu werden. Das sollte man aber keinesfalls tun: Ein Rückruf kostet mindestens drei Euro – pro Minute.

Wie funktionieren „Ping-Calls?

Bei den Anrufen wird eine ausländische Nummer auf dem Display angezeigt, häufig mit tunesischer Vorwahl. Wie die Polizei Sachsen in einem zehntausendfach geteilten Facebook-Beitrag erklärt, handelt es sich dabei um Computerprogramme, „die Telefonnummern von Adresshändlern oder über das Zufallsprinzip anwählen“, um einen Rückruf zu erzwingen.

Schafft man es, in der kurzen Zeit wider Erwarten doch ranzugehen, wird das Gespräch abrupt beendet.

Wie kann man sich vor „Ping-Calls“ schützen?

Die Polizei dazu, die Nummer einfach zu ignorieren. Wenn man sich unsicher ist, kann man im Internet nach der Telefonnummer suchen. Häufig liefert das schon Hinweise darauf, ob es sich um einen „Ping-Call“ handelt. Ruft die Nummer öfter an, kann man sie in den Telefoneinstellungen blockieren.

Was passiert, wenn ich auf die Abzock-Anrufe reingefallen bin?

Die Bundesnetzagentur hat für zahlreiche „Ping-Calls“-Nummern ein Verbot der Rechnungslegung und Inkassierung erlassen. Das bedeutet, dass auf die Masche hereingefallene Telefonkunden mit den Kosten nicht belastet werden dürfen. Um welche Nummern es sich handelt, hat die Bundesnetzagentur hier aufgelistet.

Um die Rechnung kürzen zu lassen, müssen sich Mobilfunkkunden mit ihrem Anbieter in Verbindung setzen und ihn auf die Liste hinweisen. Taucht die Nummer nicht darauf auf, kann man sie bei der Bundesnetzagentur nachmelden. (bekö)

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