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Stiftung Warentest: Viel Zucker und Schadstoffe im Babybrei

Stiftung Warentest hat mehrere Babybreie getestet.

Stiftung Warentest hat mehrere Babybreie getestet.

Foto: istock / iStock

Berlin.  Fertigbreie für Babys sind praktisch. In einigen Produkte fand Stiftung Warentest aber viel Zucker, in manchen Breien auch Schadstoffe.

19 Milch-Getreide-Breie für Babys ab dem sechsten Monat haben die Prüfer von Stiftung Warentest untersucht: Nur drei davon waren gut, die meisten befriedigend, vier Babybreie nur ausreichend. Die Kritik: In einigen Produkten fanden die Tester zu viel Zucker, in Pulvern auch Schadstoffe.

Brei aus Milch und Getreide steht ab dem sechsten Monat auf dem Speiseplan von Babys. Er enthält meist Weizen oder Reis, dazu Kuhmilch oder den industriellen Ersatz für Muttermilch. Abends soll der Brei dem Baby Eiweiß und Kalzium liefern, dazu gesunde Fette, Vitamine, Eisen und Jod. Zwölf der getesteten Produkte waren aus Pulver zum Anrühren, sieben Fertigbreie im Gläschen.

Stiftung Warentest: Reisbrei kann in kleinen Mengen Arsen enthalten

Schlusslichter im Test waren Pulver von Alete und Rossmann sowie Breie im Glas von Rossmann und Bebivita. Laut Stiftung Warentest waren die Produkte mit Schadstoffen bis knapp unterhalb der Grenzwerte belastet, ungünstig zusammengesetzt oder enthielten Zutaten, die die Vorliebe für Süßes fördern.

Im Reisbrei von Töpfer und Alete stellten die Prüfer Arsen fest, jedoch mit Gehalten unter dem strengen Grenzwert. Reispflanzen nehmen das Halbmetall über den Boden auf. Anorganische Arsenverbindungen gelten als krebserregend.

Im Milupa-Pulver fanden die Prüfer zudem die möglicherweise krebserregende Stoffgruppe 3-MCPD-Ester, für die es jedoch noch keinen Grenzwert gibt. Elf der zwölf Pulver hätten zudem das Lösemittel Isododecan enthalten, so Warentest. Gesundheitsrisiken seien zwar nicht bekannt, „im Essen hat das Mittel jedoch nichts zu suchen“, so Warentest.

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Der Rat der Prüfer: Breie ohne intensive Fruchtzusätze und mit wenig Zucker

Testverlierer war der Keksbrei im Glas von Bebivita. Rund 27 Prozent seiner Gesamtenergie stammt aus Zucker – damit schöpft er fast das aus, was die Diätverordnung erlaubt: Bei Babykost sollte nicht mehr als 30 Prozent der Energie aus zugesetztem Zucker kommen.

Testsieger waren die Pulver dm Babylove bio Milchbrei. Grieß (48 Cent pro 100 Gramm) sowie Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks (79 Cent). Einziger Brei im Glas mit der Note „gut“ war der Alnatura Abendbrei Grießbrei pur (52 Cent).

Warum Babys wenig Süßes bekommen sollten

Eltern sollten Produkte ohne intensive Frucht­zusätze und mit wenig Zucker bevor­zugen, denn Babys nehmen Süße intensiv wahr, rät Stiftung Warentest. Schme­ckten Babybreie sehr süß, könnten sie die Geschmacks­vorlieben des Kindes nach­teilig prägen. Im Test enthielten die Pulver von Müller, Milupa, Alnatura und Rossmann Zusätze aus Apfel, Banane oder Birne.

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Dabei wurden Kindersitze, Matratzen und andere Alltagsgegenstände getestet.

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