Umweltschutz

Recyclingfirma setzt auf Sonnenenerige

Foto: NRZ

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Die größte Solaranlage am Niederrhein ist auf dem Dach der Recyclingfirma Riedel in Moers montiert. Die 11.467 Solarmodule könnten Strom für den Jahresverbrauch von 166 vierköpfigen Familien produzieren. Wie die Anlage funktioniert hat sich Zeus-Reporter Simon erklären lassen.

Bereits im Oktober hatte die Moerser Recycling-Firma Riedel die größte Solaranlage am Niederrhein in Betrieb genommen. Im März ging die drei Millionen teure Anlage nun auch offiziell ans Netz. Am Tag der offiziellen Einweihung, bis zu dem durch die Einspeisung ins Netz schon einige Tonnen CO2 eingespart worden waren, durfte man die Solaranlage besichtigen. Diese Gelegenheit haben mein Vater und ich wahrgenommen.

Die südliche Dachhälfte der ehemaligen Kohlensortierhalle am Pattberg bietet auf einer Fläche von über 10.000 Quadratmetern Platz für 11.467 Solarmodule. Bis in die 90er Jahre wurde in dieser Halle Steinkohle sortiert. Heute gehört sie zu der Recyclingfirma Riedel.

200 Millionen Jahre alte Sonnenenergie

"Bis in die 90er Jahre wurde hier Sonnenenergie gefördert - aber mehr als 200 Millionen Jahre alt. Heute gewinnen und verarbeiten wir Tageslicht", sagt der kaufmännische Geschäftsleiter Ludger Riedel in Bezug auf die Steinkohleförderung. Doch wie funktioniert das alles und wie viel leistet diese Anlage? Diese Fragen beantwortete Herr Riedel gerne:

Zuerst wird der Strom auf dem Solardach in den 11.467 Solarmodulen erzeugt. Tausende von dort ausgehende Kabel werden dann in Generatorsammelkästen zu einigen wenigen Kabeln zusammengefügt. Diese Kabel leiten den gesamten Strom in fünf Wechselrichter, wo der Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt wird. Von dem Wechselrichter aus wird der Strom in den Transformator, kurz Trafo, geleitet, wo der etwa 900 Volt starke Solarstrom zu 1000 Volt Netzstrom transformiert wird. Der 1000 Volt Strom kann jetzt in das Netz eingespeist werden.

Jahresverbrauch an Strom für 166 Familien

Alle Solarmodule zusammen haben eine Leistung von 830 Kilowatt-Peak, was übersetzt Spitzenleistung bedeutet. Mit dieser Leistung kann die Solaranlage mindestens 166 vierköpfige Familien jährlich versorgen. Wenn man diese Werte exakt umrechnet, kostet eine nach dem Bau fast kostenlose, umweltfreundliche Stromversorgung pro Kopf nur 4518,07 Euro.

Simon Stark, Klasse 8a, Gymnasium Adolfinum, Moers

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