Kommentar

3G-Regeln in der Bahn: Kontrolleure in der Pflicht

Ein Kommentar von Ralf Kubbernuß, stellvertretender Chefredakteur der NRZ.

Ein Kommentar von Ralf Kubbernuß, stellvertretender Chefredakteur der NRZ.

Foto: Sebastian Konopka / FUNKE Foto Services

Seit Mittwoch gilt in Bus und Bahn die 3G-Regel. Ralf Kubbernuß sieht die Verantwortung für die Umsetzung der Kontrollen in Hand der Kontrolleure.

Viele von uns haben sich längst daran gewöhnt, die Impf-App oder einen Testnachweis vorzuzeigen, wenn wir zum Friseur, ins Kino oder ins Restaurant wollen. Und deswegen wird es auch viele nicht aufregen, dass seit Mittwoch in Bussen und Bahnen 3G gilt. Für Aufregung sorgen könnte schon eher die Haltung der Gewerkschafter, die meinen, Kontrolleure der Verkehrsunternehmen seien für die Kontrollen von Impf- oder Testnachweisen nicht zuständig. Es gehöre nicht zu ihren Aufgaben. Ähnlich wie der Verdi-Fachbereichsleiter hatte sich am Wochenende Claus Weselsky geäußert, Vorsitzender der Lokomotivführer-Gewerkschaft GDL.

Stellt sich die Frage: Sind etwa Friseure, Verkäufer, Erzieherinnen, Kellner oder Lehrerinnen für Corona-Tests und Kontrollen zuständig? Sie alle und viele andere übernehmen diese Aufgaben seit Monaten klaglos. Die Bekämpfung der Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder sollte sich dafür zuständig fühlen.

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