Bürgermeister bedroht

An der Seite des Bedrohten

Peter Toussaint kommentiert.

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Foto: NRZ

Ein Bürgermeister wird von Nazis bedroht und will sich und seine Familie mit einer Waffe schützen. Es gibt eine große Welle der Solidarisierung.

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Seit Mittwoch wusste die NRZ, dass es der Bürgermeister von Kamp-Lintfort ist, der einen Waffenschein beantragt hat. Eine private Angelegenheit, getragen von der großen Sorge um das eigene Leben und die Sicherheit der Familie. Es gab offenbar massive Drohungen von Rechtsradikalen. Seinen Wunsch nach Anonymität haben wir respektiert und Namen und Stadt in unseren Berichten nicht genannt. Das war ein Gebot des Anstands und folgte dem Wunsch, die Lage nicht weiter anzuheizen. Andere Medien haben anders entschieden. Rechte Gruppen nutzen das Thema, um gegen den Bürgermeister zu demonstrieren. Der ging nun offensiv an die Öffentlichkeit.

Es ist unerträglich, dass Politiker massiv bedroht werden. Die Polizei ist gefordert, sie zu schützen und die, die unverhohlen drohen, aus dem Verkehr zu ziehen. Der aufrechte Teil der Gesellschaft steht an der Seite des Politikers, auf der Seite derer, die sich gegen Nazis wehren, auf der Seite des Grundgesetzes. Dort steht auch die NRZ.

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