Hohe Energiepreise und Baukosten, zu wenig Wohnraum, Hochwasserkatastrophen und Homeoffice: All das wirkt sich auf unsere Art zu Wohnen aus.

Wie werden wir künftig wohnen? Die Corona-Pandemie, die Hochwasserkatastrophen in NRW und Rheinland-Pfalz, die Dürreperiode und zuletzt Russlands Überfall auf die Ukraine haben diese Frage in den Mittelpunkt gesetzt.

Durch Russlands Angriffskrieg spürten wir, dass die Energieversorgung keine Selbstverständlichkeit ist. Menschen fürchteten, dass sie die Gasrechnung am Ende nicht mehr bezahlen können.

Es führte auch zu einem Umdenken bei Immobilienbesitzern am Niederrhein und im Ruhrgebiet. Da wich die alte Gas- oder Ölheizung einer modernen Wärmepumpe, wurde so manches Dach mit Photovoltaik bestückt. Die Auftragsbücher bei den Handwerkern füllten, die Wartezeiten für Kunden verlängerten sich.

Die Frage nach der Energieversorgung ist die eine. Die nach Wohnungen überhaupt eine andere.

Diese Wohnungen braucht es jetzt

Es braucht mehr – vor allem bezahlbaren – Wohnraum, damit kein Mensch in NRW auf der Straße leben muss. Gleichzeitig werden barrierefreie Wohnungen benötigt, weil die Menschen älter werden und so lange wie möglich zuhause leben möchten.

Viele Senioren würden sich gern verkleinern und ihre Einfamilienhäuser an junge Familien verkaufen. Doch dafür muss das Angebot an barrierefreien Wohnungen da sein. Und um Einsamkeit im Alter vorzubeugen, muss es mehr Ideen zum Mehrgenerationenwohnen geben.

Eine immer größere Rolle wird die Digitalisierung spielen, auch durch das Arbeiten im Homeoffice. Wer öfter den heimischen Schreibtisch nutzt und weniger pendeln muss, kann sich nun vielleicht ein Häuschen weiter weg vom Arbeitsort, suchen – mit der Aussicht auf ein finanzierbares Angebot.

Zu guter Letzt geht es um klimaschützendes Bauen: Wir brauchen Bäume, Versickerungsmöglichkeiten, Recycling von Baustoffen, möglichst wenig versiegelte Fläche und Energie aus Erneuerbaren.

Es gibt viel zu tun.