Chinastahl für deutsche Brücken

Das Dilemma der Globalisierung

NRZ-Chefredakteur Manfred Lachniet Kommentarbild / Kommentarfoto zur Verwendung Online und Facebook / Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung

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Foto: NRZ

Duisburg produziert Stahl – und die marode Brücke der A40 nebenan wird mit Metall aus China repariert. Die Richtlinien wollen es so.

Direkt neben den Werken von Thyssen-Krupp oder HKM verbaut das Land NRW Stahl aus China, um die Rheinbrücke zu renovieren. Das ist leider kein Einzelfall. Schließlich verbrennen die heimischen Kraftwerke auch Kohle aus Übersee, obwohl der Brennstoff direkt unter uns liegt. Es geht ums Geld. Die Firmen aus Fernost produzieren billiger; und manch altes Stahlwerk aus unseren Landen wurde für eine Mark nach China verkauft.

Die schwarz-gelbe Landesregierung steckt in einem Dilemma. Sie muss sich an internationale Vergaberichtlinien halten. Andererseits beteuert sie immer wieder, dass NRW ein Industrieland bleiben muss. Vielleicht wäre manchmal weniger Lautsprecherei besser. Nun sollte zumindest geprüft werden, ob der China-Stahl auch deutsche Qualität hat.

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