HAUPTSTADTFLUGHAFEN

Das Fiasko nimmt seinen Lauf

Michael Minholz / Redakteur NRZ / Kommentarbild / Kommentarfoto zur Verwendung Online und Facebook / Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung

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Foto: NRZ

Die neuerliche Bitte der BER-Planer um eine Geldspritze lässt vermuten, dass das Fiasko um den Hauptstadt-Airport unweigerlich seinen Lauf nimmt.

Wer die leise Hoffnung hatte, das Drama um den neuen Hauptstadtflughafen BER würde nach dem gefühlten 163. Wechsel auf dem Chefsessel ein Ende nehmen, sieht sich getäuscht. Nichts wird besser in Berlin. Das Fiasko des Vorzeigeprojekts nimmt seinen Lauf. Und es wird von Monat zu Monat in einem Ausmaß teurer, das den gemeinen Steuerzahler schwindelig macht.

Man halte sich nur mal einige Fakten vor Augen: Baubeginn für das Großprojekt war vor knapp zwölf Jahren. Eigentlich sollen dort schon seit sieben Jahren Flugzeuge starten. Die zunächst veranschlagten Kosten haben sich mehr als verdreifacht. Und jetzt bittet die Geschäftsführung die Gesellschafter nochmals um eine Finanzspritze in Milliardenhöhe. Natürlich nur nach erster Schätzung...

Das sind Dimensionen einer Fehlplanung, die man eher in Bananenrepubliken vermuten würde. Angeblich soll BER im Oktober 2020 tatsächlich öffnen. Angesichts dieses Management-Trauerspiels scheint allenfalls realistisch, dass zu diesem Zeitpunkt dessen Abriss beginnt.

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