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Die Frage Weidenfeller oder Bürki taugt nicht zum Aufreger

Roman Weidenfeller

Roman Weidenfeller

Foto: deFodi

Trotz seiner tadellosen Leistung beim 2:1 in Bremen droht Dortmunds Torwart-Routinier Roman Weidenfeller in naher Zukunft wieder ein Platz auf der Ersatzbank

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Der 17. Spieltag ist gespielt. Ende der Hinrunde. Eigentlich Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Aber nach wochenlanger Fußball-Pause ist das Themen-Spektrum ziemlich abgegrast. Und viele neue Aufreger können an diesem Wochenende nicht aufgeploppt sein, wenn die „Bild am Sonntag“ im Haupt-Kommentar zum Wochenende darüber spekuliert, ob Hoffenheims Julian Nagelsmann im Jahre 2019 den FC Bayern München trainieren wird.

Man kann über alles nachdenken. Kommt Julian Nagelsmann als Trainer? Kommt Max Eberl als Manager? Kommt der? Kommt jener? Irgendein Stoff ist immer da. Und nicht selten wird eine Mücke zum Elefanten aufgeblasen. Ein gutes Beispiel kommt aktuell aus Dortmund, wo bei der Borussia urplötzlich das Thema Torhüter für Diskussionen sorgt.

Passiert ist eigentlich nicht viel. Roman Weidenfeller, der im Spiel bei Werder Bremen das Tor von Borussia Dortmund gehütet hat, sagt auf die Frage eines TV-Reporters, dass er keinen Grund sehe, sich wieder auf die Ersatzbank zu setzen. Der altgediente Torhüter sagt also genau das, was ein erfahrener Profi sagen muss, wenn er seinen Job ernst nimmt.

Und damit die Nummer nicht zur großen Kampfansage wird, bemüht sich Thomas Tuchel, dem Thema sofort die Grundlage für einen Fortsetzungsroman zu nehmen. „Wenn Roman Bürki wieder fit ist, wird er auch im Tor stehen“, betont der Trainer in aller Offenheit. Und er tut gut daran, zumal er alle Argumente auf seiner Seite hat.

Nach dem Dauerthema um die Kapitänsbinde kann beim BVB niemand Interesse an einer Diskussion haben, die noch weniger Sinn hat. Man gucke nur auf die Zahlen: Weidenfeller hat in sieben Spielen elf Tore kassiert, Roman Bürki bei zehn Einsätzen nur neun. Weidenfeller, so berichtet die Bild-Zeitung, wehrt 59 Prozent der Bälle auf sein Tor ab, Bürki 78 Prozent.

Und, nicht zuletzt: Weidenfeller, ein Typ der alten Fußball-Schule, ist mit 36 Jahren zehn Jahre älter als Bürki und sicherlich nicht die Zukunft der Borussia. Und was Thomas Tuchel betrifft: Der Mann wiederum ist mit 43 im allerbesten Trainer-Alter. Wenn man wollte, könnte man sogar spekulieren, ob er im Jahre 2019 den FC Bayern München trainieren könnte...

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