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Organspende: Widerspruchslösung kann Menschenleben retten

Ein Kommentar von NRZ-Redakteur Jan Jessen.

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Foto: NRZ

So ethisch und rechtlich umstritten die geplante Widerspruchslösung auch ist: Sie wird Menschenleben retten und ist deswegen richtig.

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Schweigen soll künftig als Einverständnis gelten. So ethisch und rechtlich umstritten die Widerspruchslösung auch ist: Sie wird Menschenleben retten und ist deswegen richtig. Fast 10.000 Menschen warten in Deutschland auf eine Organspende, lediglich rund 1000 Menschen werden zu Organspendern.

Die Widerspruchslösung könnte diese Zahl erhöhen, wie es sich in Spanien zeigt, wo diese Regelung bereits wie in 20 anderen europäischen Ländern gilt.

Widerspruchslösung führt nicht zu inflationärer Entnahme

Die Widerspruchslösung wird nicht dazu führen, dass Organe inflationär entnommen werden: Dafür kommen nur Menschen infrage, bei denen ein Hirntod diagnostiziert wurde und deren Organe gesund sind.

Richtig ist: Jede Organentnahme ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit. Möglicherweise ist das verfassungsrechtlich problematisch. Aber wer es partout nicht will, dass seine Organe nach seinem Ableben einem anderen helfen, kann ja – Widerspruch einlegen.

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