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Falsche Weichenstellungen beim Bahnhofsbau

Schöne neue Bahnsteigkante: So kann es am Ende aussehen, wenn alles gut geht.

Foto: Helmut Rauer

Schöne neue Bahnsteigkante: So kann es am Ende aussehen, wenn alles gut geht. Foto: Helmut Rauer

Jeder private Bauherr weiß: Wenn ich den billigsten Handwerker nehme, bekomme ich nicht die beste Leistung. Doch die öffentliche Hand baut so.

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Wer als Bahnkunde die Muße hat (und die hat man oft) sich den Fortschritt beim Umbau von Stationen anzuschauen, wird Zeuge einer europaweiten Misere: Die Bahn muss, wie fast alle öffentlichen Aufgabenträger, ihre Arbeiten europaweit ausschreiben – und den Auftrag dann dem billigsten Anbieter geben. Das Ergebnis sieht dann auch oft genug so aus, wenn die Firma nicht vorher pleite geht. Murks, Nachbesserungen, Zeitverzug.

Die Schweizer sind da cleverer: Bei ihnen bekommt der zweitgünstigste Anbieter den Zuschlag. Die Folge dieses raffinierten Pokerspiels: Unterbieten um jeden Preis bringt nichts, die Angebote werden ehrlicher, die Ausführung nur geringfügig teurer, aber um ein vielfaches besser. Die Bahn kann aus der Gesetzeslage nicht einfach aussteigen. Die EU-Kommission jedoch könnte auf den charmanten Schweizer Schachzug aufspringen.

>>> Zum Thema: Bahnhöfe in Duisburg und Dortmund werden umgebaut

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