Spritpreise

Gezieltes Auf und Ab?

Michael Minholz kommentiert.

Michael Minholz kommentiert.

Foto: NRZ

Die Schwankungen an den Zapfsäulen sind immer weniger zu durchschauen. Dass das Kartellamt sie dokumentiert, ist gut, bringt aber wenig.

Wenn eine staatliche Stelle die Preispolitik der Ölkonzerne an den Zapfsäulen im Blick behält, suggeriert das eine gewisse Kontrolle. Doch davon kann natürlich keine Rede sein. Das Auf und Ab der Spritpreise ist immer noch kaum nachzuvollziehen und wird offenkundig aktuell in seinen Mustern ständig verändert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – und den Konzernen eine Strategie unterstellt. Zielrichtung: den gemeinen Tankkunden so stark zu verwirren und frustrieren, dass er es irgendwann aufgibt, die Spritpreise zu vergleichen.

Doch das wäre möglicherweise angebrachter sein denn je. Denn die Entwicklung der Preise auf den Rohölmärkten zeigt seit einiger Zeit nur in eine Richtung: nach oben. Dies wird sich irgendwann auch an den Zapfsäulen niederschlagen. Insofern sind die vielen neuen Möglichkeiten, sich per Handy über das aktuelle Preisniveau zu informieren und beim Tanken ein paar Cent zu sparen, nur ein schwacher Trost.

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