Milliardenspritze für die Bahn

Kunden müssen mit alten Versäumnissen leben

Michael Minholz kommentiert.

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Foto: NRZ

86 Milliarden für die Bahn-Infrastruktur – klingt gut. Aber wir müssen noch Jahrzehnte mit den Versäumnissen der Vergangenheit leben.

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Mal ehrlich: Dass jetzt mehr in die Bahn investiert wird, dass bald alles besser werden soll für die Fahrgäste – all das wird uns seit gefühlten 30 Jahren versprochen. Auf die Bedürfnisse der Kunden reduziert, muss man feststellen: Die Bahn ist bei weitem nicht attraktiv genug, um die Mehrzahl der autofahrenden Gesellschaft an den Bahnsteig zu locken.

Auf der anderen Seite ist das ja auch fast gut so. Man stelle sich nur vor, es würden an einem Freitagnachmittag noch mehr Fahrgäste in die überfüllten Züge drängen...

Baustellen, Sperrungen, Verspätungen werden bleiben

Auch wenn 86 Milliarden Euro ein Pfund sind, um Infrastruktur und Technik zu verbessern, werden Bahnkunden noch lange mit Baustellen, Sperrungen und den daraus resultierenden Verspätungen leben müssen. Das neue Jahrzehnt der Schiene, das der forsche Verkehrsminister einläutete, wird seine Pracht erst dann entfalten, wenn er längst nicht mehr im Amt ist.

Da kann er den Ungeduldigen mimen, wie er will: Die verkehrspolitischen Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte werden erst in Jahrzehnten aufgefangen sein. Vielleicht.

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