Retouren auf dem Müll

Kunden sollten denken vorm Schenken

Michael Minholz / Redakteur NRZ / Kommentarbild / Kommentarfoto zur Verwendung Online und Facebook / Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung

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Foto: NRZ

Wenn Retouren auf dem Müll landen, ist das pervers. Es muss Händlern erleichtert werden, solche Waren zu spenden.

Viele Millionen zurückgeschickte Artikel landen auf dem Müll – weil es für Händler billiger ist, sie zu vernichten als zu spenden oder weiterzuverkaufen. Dies Verschwendung zu nennen, ist noch zurückhaltend. Es ist pervers.

Wir klagen über Altersarmut, über die Not vieler Alleinerziehender, über Flüchtlinge, die nur das Nötigste haben – und werfen neue Pfannen, Rasierer, Sessel auf den Müll, weil sie nicht ganz den Geschmack des Käufers treffen.

Spenden muss für Händler einfacher gemacht werden. Zum Beispiel, wie vorgeschlagen, über ein Verzeichnis von Spendenempfängern. Man möchte gar nicht wissen, was los ist in der bevorstehenden Weihnachtszeit, die gemeinhin ja auch Geschenkbestellzeit ist. Möge also der ein oder andere Käufer erst denken – und dann schenken.

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