Schulpolitik in NRW

Mehr Chancen für Seiteneinsteiger

NRZ-Chefredakteur Manfred Lachniet Kommentarbild / Kommentarfoto zur Verwendung Online und Facebook / Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung

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Foto: NRZ

Der Ansatz, mit Quereinsteigern den Lehrermangel zu beheben, ist uralt. Doch das Problem der schlechten Bezahlung ist noch immer nicht behoben.

In der „NRZ vor 50 Jahren“ forderte ein NRW-Abgeordneter, dass doch in den Schulen pädagogisch-technische Assistenten eingesetzt werden sollten. Damit die Lehrer sich voll und ganz auf den Unterricht konzentrieren können. Umgesetzt wurde diese gute Idee nie. Geblieben ist in den Jahrzehnten hingegen der Lehrermangel. Eine blamable Bilanz.

Immerhin gibt es inzwischen ein paar Seiteneinsteiger, die etwa in den Grundschulen Unterricht übernehmen. Ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Einstellungszahlen bleiben zu klein, weil das Seiteneinsteiger-Verfahren starr und bürokratisch ist. Außerdem gibt es zu wenige Lehramt-Plätze in den Universitäten. Und schließlich bleibt es unbegreiflich, wieso Grundschullehrer trotz identischer Ausbildungsdauer deutlich weniger verdienen als Lehrer an weiterführenden Schulen.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will das zwar ändern, aber was nutzt das, wenn CDU-Finanzminister Lutz Lienenkämper kein Geld dafür bereit stellt? Bildung ist wichtig, wird doch immer beschworen. Wo bleibt dann das Machtwort von Armin Laschet?

Übrigens: In den Niederlanden helfen Assistenten seit Jahren an Schulen. Sie geben Noten, erledigen die Büroarbeit. Das Klassenbuch ist dort längst digital. Warum sind andere so viel weiter als wir?

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