Spionage

Mittelstand als Opfer

Michael Minholz kommentiert.

Michael Minholz kommentiert.

Foto: NRZ

Jeder dritte Mittelständler wurde Opfer von Spionage. Sprechen tut kaum einer davon. Der Staat muss offenkundig besser beim Nachrüsten helfen.

Mittelständler erfinden und entwickeln, sie sind in ihrer Nische oft sogar geheime Weltmeister – und prägen positiv das Siegel „made in Germany“. Doch so innovativ Mittelständler sind: Um Wirtschaftsspionen beizukommen, fehlt es ihnen oft ganz banal an Personal und Kenntnissen. Ein rätselhaftes Versäumnis – mit Folgen. Jeder dritte Betrieb war betroffen. Und Milliardenschäden im zweistelligen Bereich sollten eigentlich auch Ansporn genug sein, mehr zu tun. Allein um der Bedeutung des Mittelstands willen wäre der Staat daher gut beraten, wenigstens mehr motivierenden Druck auszuüben, um das Problem zu bekämpfen: durch attraktive Schulungsangebote fürs Personal; durch Förderung von technischen Gegenmaßnahmen; durch Hilfsangebote für den Fall, dass Spione zugeschlagen haben.

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