Proteste in Duisburg

Proteste bei Thyssenkrupp: Nun ist auch die Politik gefragt

NRZ-Chefredakteur Manfred Lachniet

NRZ-Chefredakteur Manfred Lachniet

Foto: NRZ

Rund 6000 Stahlarbeiter sind in Duisburg auf die Straße gegangen. Sie zittern um ihre Jobs – und zeigen die Stimmungslage bei Thyssenkrupp auf.

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Es ist eindrucksvoll, wenn die IG Metall auf die Straße geht. Tatsächlich zeigten die 6000 protestierenden Stahl-Beschäftigten von Thyssenkrupp am Dienstag sehr deutlich, wie die Stimmungslage im Unternehmen ist.

Zwar ist man an die Auf- und Abschwünge beim Stahl gewöhnt. Doch als der indische Konzern Tata im vergangenen Jahr die Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen wollte, begann das Zittern um den Standort Duisburg mitsamt den vielen Arbeitsplätzen.

Thyssenkrupp: Ärger in der Belegschaft wird größer

Nur mühsam konnte damals eine Betriebsvereinbarung erreicht werden, die den Mitarbeitern einige Jahre und damit Planungssicherheit verschafft hätte. Doch seit die EU die Fusion mit Tata untersagt hatte und der Konzern außerdem in die finanzielle Schieflage gerutscht ist, gelten alle Vereinbarungen kaum mehr.

Noch wirbt unsere Region an den Autobahnen mit dem Hinweisschild „Duisburg – größter Stahlstandort Europas“. Wenn das so bleiben soll, muss eine Menge passieren. Auch die Politik ist gefragt. Dass es bereits Gerüchte über einen größeren Arbeitsplatzabbau gibt, macht den Ärger in der Belegschaft nur noch größer.

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