Türkei

Provokation nach Drehbuch

Präsident Erdogan wirft Kanzlerin Merkel Nazi-Methoden vor.

Foto: rtr

Präsident Erdogan wirft Kanzlerin Merkel Nazi-Methoden vor. Foto: rtr

Die Verbalattacken aus der Türkei werden immer schärfer – doch das folgt nur einem Drehbuch. Es geht um Stimmungsmache fürs Referendum im April.

Die Verbal-Attacken aus der Türkei werden immer abstruser. Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft Kanzlerin Merkel Nazi-Methoden vor. Und Verteidigungsminister Isik stellt einfach mal so die Frage in den Raum, ob nicht der deutsche Geheimdienst hinter dem Putsch in der Türkei steckt. Man fragt sich zunächst: Geht’s noch? Doch die schrill eskalierenden Angriffe führender Politiker folgen offenkundig einem fein austarierten Drehbuch, um auch in Deutschland Stimmung zu machen für das nahende Referendum zum Präsidialsystem Erdogans. Man darf gespannt sein, was noch alles kommt, um den Stimmungsbogen aufrecht zu erhalten. Die Politik hierzulande ist gut beraten, Gelassenheit zu bewahren. Spätestens nach dem 16. April, dem Tag des Referendums, wird Ankara rhetorisch deutlich auf die Bremse treten.

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