Gefahr für Kinder

Rauchverbot in Autos ist überfällig

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Düsseldorf  NRW geht voran beim Nichtraucherschutz. Kinder und Schwangere sollen nicht länger im Auto dem Qualm ausgesetzt sein. Richtig so!

Es müsste selbstverständlich sein, dass kein Autofahrer eine Zigarette anzündet, wenn Kinder oder Schwangere oder auch andere Erwachsene mitfahren. Leider gibt es immer noch Raucher, die schlicht ausblenden, was sie ihren Mitfahrern damit antun. Ihre Ignoranz gefährdet Menschenleben. Das Deutsche Krebsforschungszentrum geht davon aus, dass hierzulande etwa eine Million (!) Minderjährige Tabakrauch im Auto ausgesetzt sind.

Das Passivrauchen im Auto trifft Kinder besonders hart, weil sich ihre Lungen noch entwickeln und ihr Entgiftungssystem noch nicht so gut funktioniert wie bei Erwachsenen. Höchste Zeit also, dass Deutschland Ernst macht mit dem Passivraucherschutz und endlich durchsetzt, was in Großbritannien, Österreich, Italien, Griechenland, Frankreich, Zypern, Südafrika und Australien längst gilt. Auch in vielen US-Bundesstaaten sowie in weiten Teilen Kanadas wurden Rauchverbote in Autos eingeführt, mit guten Erfahrungen. Die Initiative aus Nordrhein-Westfalen ist also nur zu begrüßen.

Ein Verbot wird natürlich nicht alle beeindrucken, die im Auto qualmen, und die Kontrollmöglichkeiten sind gering. Dennoch: Wenn Bund und Länder nun den Passivraucherschutz verbessern, dann wäre das ein starkes Signal: Der Staat schaut nicht länger desinteressiert weg. Rauchen, wenn Kinder im Auto sitzen, ist kein Kavaliersdelikt. ​

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