Katholische Kirche

Synodaler Weg: Deutsche Bischöfe bissen in Rom auf Granit

NRZ-Kommentar_Michael Minholz

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Foto: Michael Minholz / funkegrafiik nrw

Die deutschen katholischen Bischöfe sind bei ihrer Rom-Reise auf erbitterten Widerstand gegen den Synodalen Weg getroffen. Lösung? Fehlanzeige.

Wer sich durch das Abschlusskommuniqué des Vatikans pflügt, das den Ad-limina-Besuch der katholischen Bischöfe in der Ewigen Stadt zusammenfasst, dem wird trotz blumiger Verzierungen deutlich gemacht: Es hat ordentlich gekracht bei den Gesprächen über den deutschen Reformprozess.

Von „nicht verhandelbaren“ Themen ist da im Zusammenhang mit dem „Synodalen Weg“ die Rede. Auch davon, dass seitens der Reform-Kritiker aus dem Vatikan sogar mit einem Moratorium, also einem angeordneten Aufschub, des Prozesses gedroht wurde.

Unlösbares Dilemma für die deutschen Bischöfe

Die Rückkehr der Würdenträger um Bischof Georg Bätzing wird in den Gemeinden, die hierzulande endlich auf grünes Licht der Amtskirche warten, um voranzukommen, keine Jubelstimmung auslösen. Bätzing und zumindest die Reformfreudigen unter seinen Mitbischöfen stecken in dem quasi unlösbaren Dilemma fest zwischen ihrer Verpflichtung Rom gegenüber und den Anforderungen, die ihnen die verbliebenen Katholiken in den Gemeinden auferlegen.

Bätzing hat sich schon insoweit festgelegt, dass die katholische Kirche in Deutschland keinen Sonderweg gehen wird. Es wird Katholiken geben, die das ein – mindestens vorläufiges – Einknicken nennen.

Knapp 360.000 von ihnen haben ihrer Kirche schon im vergangenen Jahr den Rücken gekehrt.

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