Contra

Widerspruch: Kein Mensch wird durch den Tod zur Organbank

Ein Kommentar von NRZ-Redakteur Peter Toussaint.

Ein Kommentar von NRZ-Redakteur Peter Toussaint.

Foto: NRZ

Die Befürworter der Widerspruchslösung wollen Gutes, aber sie verändern das Menschenbild zum Schlechten. Das ist dramatisch!

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Selbstverständlich darf niemand ohne Erlaubnis des Betroffenen einem Menschen Organe entnehmen. Das Grundgesetz schützt das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das gilt auch für Tote, deren menschliche Würde nicht dadurch endet, dass ihr Herz nicht mehr schlägt oder ihr Gehirn nicht mehr funktioniert.

Kein Mensch wird durch den Tod zur Organbank, bei der man sich wie im Supermarkt nach Belieben bedienen darf. Es sei denn, dieser Mensch hat das ausdrücklich so gewünscht, um anderen zu helfen.

Widerspruchslösung verändert Menschenbild zum Schlechten

Es geht um ein derart wichtiges Gut, dass kein Staat moralisch dazu legitimiert ist, jeden per Gesetz zwangsweise zum Organspender zu machen, der sich nicht beizeiten gewehrt hat. Die Befürworter dieser Idee wollen Gutes, aber sie verändern das Menschenbild zum Schlechten. Das ist dramatisch!

Mein Spenderausweis ist im Mai 2002 ausgestellt worden. Ich habe mich selbst dazu entschieden.

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