Tag der Begegnung

Ein Treffpunkt für alle

Foto: WAZ FotoPool

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Xanten.Wenn die NRZ beim Tag der Begegnung ihre Zelte aufschlägt, dann ist eines ganz gewiss: dass viele nette Gäste hier ein- und ausgehen. Das Zelt der Redaktion ist ein beliebter Treffpunkt. Hier gibt es frischen Kaffee, frische Zeitungen und – ganz wichtig – jede Menge Kunst.

Letzteres vor allem Dank Aloys Cremers. Schon kurz vor 10 Uhr stehen die ersten Besucher an seinem Tisch im NRZ-Zelt. Der Künstler malt Bilder auf Zuruf. Und Paulina Swenna aus Goch ist die erste, die dem Rheinberger Künstler ein Stichwort nennt. „Eisbär“ lautet dieses. Paulina lässt Aloys Cremers ihr Lieblingstier malen. Während der Künstler mit Schwamm und Farbe das Kunstwerk aufs Blatt bringt, wird Familie Goldmann am Basteltisch von Birgit Kraemer nur ein paar Meter weiter aktiv. Zusammen mit Mama Jasmin und Papa Patrick basteln Timon (4) und Jan (8) bunte Masken. Sie sind zum ersten Mal beim „Tag der Begegnung“. „Die Stimmung ist wirklich einmalig hier“, lautet Jasmin Goldmanns erster Eindruck.

Großzügige Spender

Die „beeindruckende Kulisse“ lobt auch Michaela Bartels. Eine Stunde lang ist sie mit dem Fahrrad von Rheinberg nach Xanten gefahren. Mit dem Auto durfte sie den Weg auch nicht hinter sich bringen. Denn seit Freitag nimmt Michaela Bartels am Rheinberger Stadtradeln teil und hat gelobt, konsequent aufs Auto zu verzichten und nur Fahrrad, Bus oder Bahn zu fahren. Genau wie Rheinbergs Beigeordnete Rosemarie Kaltenbach. Sie ist an diesem Morgen mit dem Zug gekommen, weil’s von Xanten gleich weiter in Richtung Ennepetal gehen soll - natürlich auch mit dem Zug.

Rosemarie Kaltenbach ist dann auch die erste großzügige Spenderin für Klaus Löffler und Sylvia Schmidt. Sie sind zwei Menschen mit Handicap, haben bislang im Caritas-Haus am Außenwall gelebt und sind jetzt in eine Wohngemeinschaft in Ossenberg gezogen. Dort fehlt es noch an vielen Dingen. Und siehe da: Am Ende des Tages sind rund 700 Euro in der Kasse. Fünf Euro kostet ein Bild von Aloys Cremers, ein Schnäppchenpreis, und so geben die frischgebackenen stolzen Besitzer eines echten Cremers’ auch fast alle gerne mehr, schließlich ist alles für einen guten Zweck gedacht.

Ein kleines Päuschen am NRZ-Zelt legt kurze Zeit später Vanessa Herzmanatus mit ihren Kindern ein. Vor fünf Jahren haben unsere Leser für den schwerstbehinderten Nico gespendet. Jetzt gibt die kleine Familie etwas für Klaus Löffler und Sylvia Schmidt. Klaus Löffler schaut ebenfalls vorbei, mit seiner Freundin Manuela. Und was lässt sich der Neu-Ossenberger von Aloys Cremers malen? Genau - Borussia Dortmund.

Zur Mittagszeit geben sich im Zelt der Redaktion die Landes- und Lokalpolitiker die Klinke in die Hand. Marie-Luise Fasse erzählt gelöst von der ersten Sitzung im neuen Landtag, der Behindertenbeauftragte der ehemaligen rot-grünen Minderheitsregierung, Norbert Killewald, schaute auf eine Tasse Kaffee vorbei. Der Vorsitzende des VdK Niederrhein, Horst Vöge, plauderte mit NRZ-Chefredakteur Rüdiger Oppers über Integration.

Viele Rheinberger tummeln sich in der Menge, für die Orsoyer Ortsvorsteherin Karin Simon ist der Tag der Begegnung ein fixer Termin im Jahreskalender: „Seit acht Jahren bin ich immer da. Es ist einfach schön, wenn hier alle auf Augenhöhe handeln.“ Ins selbe Horn tönt der stellvertretende Vorsitzende der Rheinberger SPD, Peter Tullius: „Die gelöste Stimmung ist herrlich. Es wird so viel geboten.“ Die ehemalige ehemalige Xantener Kämmerin und heutige Gelsenkirchener Sozialdezernentin Karin Welge sagte Hallo und schaute dem Künstler interessiert über die Schulter.

Keine Pause für den Künstler

Für Aloys Cremers gibt es keine Pause, seine Bilder auf Zuruf sind der Renner. „Pause? Wie schreibt man das?“, schmunzelt er. Gerade malt er einen Engel für Marina, die Intention ist klar. „Engel, das sind starke Frauen.“ Bis nach 18 Uhr, da wird um ihn herum schon abgebaut, malt Cremers. Und malt, und malt... Eisbären, Blumen, Windmühlen, die Rheinberger Baustelle, den den Tag der Begegnung und, und, und...

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