Technikversagen

84 Etagen freier Fall – Aufzug in Chicago stürzt ab

Die Skyline von Chicago: Ohne Aufzüge geht hier gar nichts. (Symbolbild)

Die Skyline von Chicago: Ohne Aufzüge geht hier gar nichts. (Symbolbild)

Foto: Michael Eichhammer / imago/Michael Eichhammer

Washington  Vom 95. in den 11. Stock – im Sturzflug. Ein gerissenes Aufzugseil hat sechs Menschen in Chicago den Schreck ihres Lebens versetzt.

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Es ist eine alptraumhafte Vorstellung: Ein voll besetzter Fahrstuhl rast ungebremst in die Tiefe. In Chicago ist dieser Alptraum nun für sechs Menschen Realität geworden. In einem Wolkenkratzer stürzte ihre Kabine vom 95. in den 11. Stock – und blieb dort stecken.

Verletzt wurde bei dem Vorfall am Freitag niemand, wie die „Chicago Tribune“ nun berichtet. Nach Informationen der Zeitung wurde der Sturz ausgelöst, als einer von mehreren Seilzügen des Aufzugs riss. Die Menschen in der Kabine hätten angefangen zu schreien und zu weinen.

„Klack Klack Klack Klack Klack“

Das Blatt zitiert eine Studentin, die unter den sechs Unglücklichen war: „Es war wirklich holprig.“ Die rasante Fahrt nach unten habe sich angefühlt wie ein Landeanflug auf Chicago. Ein Mann in der Kabine sagte, es habe plötzlich „Klack Klack Klack Klack Klack“ gemacht.

Nach dem plötzlichen Stopp des Aufzugs im 11. Stock war das Drama aber noch nicht ausgestanden. Wie die Zeitung weiter schreibt, befand sich der Aufzug in einem sogenannten blinden Schacht – ohne Öffnungen für die Feuerwehr.

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Befreiung erst nach drei Stunden

Die Retter mussten also erst nach der Kabine im Fahrstuhlschacht suchen. Die fanden sie dank einer kleinen Kamera, mit der sie den Schacht absuchten. Anschließend schlugen sie ein Loch in die Betonwand. Nach knapp drei Stunden konnten die Feuerwehrleute die eingeschlossenen Menschen schließlich befreien.

Für eine der Insassen war es übrigens nicht die erste Erfahrung dieser Art. Wie die Frau der „Chicago Tribune“ erzählte, hatte sie in diesem Jahr schon einmal stundenlang in einem Chicagoer Aufzug festgesteckt. Ihr erster Gedanke: Das sei doch statistisch unmöglich. „Aber ich schätze, der Blitz schlägt doch zwei Mal ein.“ (dpa/küp)

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