Verkehr

Besoffenem geht Benzin aus – Bundeswehr auf Brücke blockiert

Besoffener blockiert Brücke: Bundeswehr und Polizei fanden eine Lösung für das Problem.

Besoffener blockiert Brücke: Bundeswehr und Polizei fanden eine Lösung für das Problem.

Foto: Werner Scholz / imago/Werner Scholz

Berlin.  Das Benzin war alle, der Weg noch weit. Ein Betrunkener blockierte eine Brücke. Bis die Bundeswehr kam. Die sich den Weg freimachte.

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An sich ist das Auto ein durchaus bequemes Fortbewegungsmittel, wenn es mal schnell gehen soll – und die Straße frei ist. Und sicherlich war recht wenig Verkehr, als ein Mann in Malchow (Mecklenburg-Vorpommern) Freitagnacht in seinen Mercedes stieg. Allerdings: Schnell voran kam er nicht lange. Und die beste Entscheidung seines Lebens war es auch nicht, sich noch hinters Steuer zu setzen.

Denn dem 36-Jährigen ging auf dem Weg nach Hause das Benzin aus. Was an sich verkraftbar gewesen wäre – hätte der Umstand nicht zu einer Blockade der Bundeswehr und einer Anzeige geführt.

Brücke blockiert: 36-Jähriger hatte gebechert – und stoppte die Bundeswehr

Der 36-Jährige hatte sein mangels Treibstoff liegengebliebenes Auto auf einer Brücke in Richtung Berlin abgestellt. Beziehungsweise abstellen müssen. Dass er damit den rechten Fahrstreifen blockierte, störte ihn offenbar wenig. Und die meisten Autofahrer hätten wohl mit dem kleinen Ausweichmanöver auch wenig Sorgen gehabt.

Problem: Am Samstagmorgen rollte ein breiter Bundeswehrkonvoi über die Strecke – und kam an dem Hindernis schlicht nicht vorbei. Um 8.30 Uhr wurde die Polizei informiert, die über den Vorgang in einer Mitteilung berichtet.

Auf dieser Google-Karte ist die Petersdorfer Brücke zu sehen.

Bundeswehr schiebt Mercedes in Baustelle

Die eingetroffenen Beamten bemerkten recht schnell, dass der 36-Jährige ohne Benzin nicht nüchtern war. Sein Atem habe auffällig nach Alkohol gerochen, die Polizisten machten den Test. Mit einem eindeutigen Ergebnis: 1,6 Promille wurden gemessen.

„Die Militärs schoben daraufhin, in Absprache mit dem Fahrzeughalter und der Polizei, das Fahrzeug kurzerhand von der Brücke in eine Nebenanlage der Baustelle“, berichtet die Behörde.

Seinen Rausch ausschlafen musste der Mann dann in der Bahn – der Führerschein wurde noch an Ort und Stelle eingezogen. Ihn erwartet eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr. (ses)

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