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Corona-Ausbruch: Erhöhte Tönnies sogar noch die Produktion?

CureVac und Co.: So läuft die Suche nach dem Corona-Impfstoff

Wenn möglichst viele Menschen gegen das Coronavirus immun sind, haben die Einschränkungen ein Ende. Ein Weg, das zu erreichen, ist ein Impfstoff. Forscher auf der ganzen Welt suchen danach.

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Berlin.  Remdesivir ist zur Behandlung von Corona-Patienten zugelassen, Brasilien erreicht Neuinfektions-Höchstwert. Die Corona-Krise im Blog.

Die wichtigsten Nachrichten zur Corona-Krise:

  • Der Kaufhaus-Konzern Karstadt hat angekündigt, sechs Filialen weniger schließen zu wollen als ursprünglich geplant, unter anderem sollen die Standorte Potsdam und Dortmund erhalten bleiben
  • Fleischkonzern Tönnies soll laut „Spiegel“ die Produktion im Mai erhöht und zur Virusverbreitung beigetragen haben
  • Die Bonner Staatsanwälte lehnen eine Aufnahme von Ermittlungen gegen den Virologen Hendrik Streeck wegen der Heinsberg-Studie ab
  • Der Wirkstoff Remdesivir wird in der EU unter Auflagen zur Behandlung schwerer Fälle von Covid-19 zugelassen
  • Haustiere mit Coronavirus-Infektionen müssen gemeldet werden
  • Laut einer Schätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wurden bisher rund 300 Infektionen über die Corona-Warn-App gemeldet
  • Im Kreis Gütersloh ist nach dem Corona-Ausbruch in der Tönnies Fleischfabrik der sogenannte R-Wert wieder leicht angestiegen – von 76,4 auf 76,6
  • In den USA sind binnen eines Tages fast 55.000 Neuinfektionen festgestellt worden – Berichten zufolge der weltweit bisher höchste Anstieg innerhalb eines Tages

Corona-News-Ticker: Alle Entwicklungen im Überblick

Mehr als zwei Wochen nach ihrer Einführung wurde die Corona-Warn-App rund 14 Millionen Mal aufs Smartphone geladen. Ein erster Erfolg. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurden mithilfe der App in Deutschland rund 300 Infektionen gemeldet.

Unterdessen gibt es Hoffnung für Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen: Der Wirkstoff Remdesivir wurde am Freitag in Europa unter Auflagen zur Behandlung zugelassen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt die Zulassung von Remdesivir ausschließlich für die Behandlung von erwachsenen Corona-Patienten sowie von Jugendlichen ab zwölf Jahren, die an einer Lungenentzündung leiden und mit Sauerstoff versorgt werden müssen. Remdesivir soll die Behandlung von Corona-Patienten erheblich beschleunigen, kann jedoch vermutlich nicht die Sterblichkeitsrate senken.

Traurige Nachrichten aus Lateinamerika: Brasilien hat mit mehr als 48.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen der höchsten Tageswerte registriert. Lateinamerika hat inzwischen Europa bei der Zahl der Corona-Infektionen überholt – erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie.

Freitag, 3. Juli: Corona-Krise: Karstadt Kaufhof schließt weniger Filialen

19.20 Uhr: Die französische Justiz hat eine Untersuchung gegen den zurückgetretenen Premierminister Edouard Philippe und zwei ehemalige Minister wegen ihres Umgangs mit der Corona-Pandemie eingeleitet. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, waren zuvor neun Beschwerden gegen die Regierungsmitglieder für zulässig erklärt worden. Die Vorwürfe richten sich neben Philippe auch gegen die ehemaligen Gesundheitsminister Agnes Buzyn und ihren Nachfolger Olivier Véran. Die Untersuchung wird vom Gerichtshof der Republik (CJR) geführt.

17.45 Uhr: Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) will nach Zugeständnissen von Vermietern sechs Filialen weniger schließen als ursprünglich geplant. Für die Karstadt-Warenhäuser in Potsdam, Dortmund, Nürnberg Lorenzkirche und Goslar und die Kaufhof-Filialen in Chemnitz und Leverkusen gebe es jetzt wieder eine Zukunftsperspektive, teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Miguel Müllenbach, am Freitag in einem Mitarbeiterbrief mit.

In schwierigen Verhandlungen sei es gelungen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass die Filialen fortgeführt werden könnten, betonte der Manager, der selbst das Verhandlungsteam führte. Für die übrigen 56 Warenhäuser auf der Schließungsliste gebe es angesichts hoher Mieten und soziodemographischer Standortnachteile allerdings weiterhin „keine wirtschaftliche Fortführungsperspektive“.

Tönnies soll Produktion ab Mai erhöht haben

17.20 Uhr: Der Fleischkonzern Tönnies soll ab Mai die Produktion in Rheda-Wiedenbrück erhöht haben und so die Verbreitung des Coronavirus begünstigt haben. Das berichtet der „Spiegel“ und beruft sich auf einem bei Tönnies arbeitenden Fleischkontrolleur. Es seien „pro Woche 10.000 Schweine mehr als zu dieser Jahreszeit üblich geschlachtet“ worden, zitiert das Magazin dem Mann. Dokumente könnten das bescheinigen.

Nachdem ein Schlachthof der Firma Westfleisch Anfang Mai geschlossen worden war, seien nicht verarbeitete zu Tönnies gekommen. Man habe im Zerlegebetrieb schließlich „Schulter an Schulter“ gestanden, berichtet der Mitarbeiter laut „Spiegel“ weiter. „Damit die Arbeiter eineinhalb Meter Abstand halten können, müsste das Förderband halb so schnell laufen. Stattdessen wurde zuletzt sogar noch mehr geschlachtet als sonst.“ Tönnies bestätigte laut „Spiegel“, dass man den Ausfall anderer Betriebe versucht habe aufzufangen. In Rheda-Wiedenbrück sei die durchschnittliche Menge der Vorjahre allerdings nicht überschritten worden.

16.50 Uhr: Brasilien hat mit mehr als 48.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen der höchsten Tageswerte registriert. Damit haben sich fast 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium in Brasília mitteilte. 1252 Tote wurden zwischen Mittwochabend und Donnerstagabend erfasst, 61.884 Patienten sind in dem größten und bevölkerungsreichsten Land in Lateinamerika bislang gestorben.

Mutiertes Coronavirus könnte ansteckender sein als Ursprungsform

16.02 Uhr: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat Lateinamerika bei der Zahl der Corona-Infektionen Europa erholt. Nach einer Zählung von AFP meldeten die südamerikanischen Behörden insgesamt 2,73 Millionen Fälle und Europa knapp 2,7 Millionen Fälle. Mit mehr als 2,8 Millionen Fällen, davon allein über 2,7 Millionen in den USA, ist Nordamerika weiterhin am härtesten von der Pandemie betroffen.

15.30 Uhr: Eine derzeit weltweit vorherrschende Variante des Coronavirus befällt einer Studie zufolge die menschlichen Zellen leichter als das ursprüngliche Virus aus China. Die in der Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlichte Studie weist darauf hin, dass das inzwischen mutierte Virus ansteckender sein könnte als die in China aufgetretene Urform. Ob es damit für den Menschen gefährlicher wird, ist aber unklar.

Für die Studie schlossen sich Forscher des Los Alamos National Laboratory in New Mexico und der Duke Universtität in North Carolina mit einer Forschungsgruppe der britischen Universität Sheffield zusammen und analysierten Genom-Sequenzen von Sars-CoV-2. Sie fanden bereits im April heraus, dass die Virus-Variante D614G aufgrund einer einzigen aber entscheidenden Änderung bei einem Protein mehr Zellen infiziert – unter Laborbedingungen.

14.51 Uhr: Hunde, Katze oder Goldhamster, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, müssen künftig den Behörden gemeldet werden. Einer entsprechenden Verordnung stimmte der Bundesrat am Freitag zu. Ziel ist, dass die Ansteckung von Haustieren besser erforscht werden kann. Die Tierärzte übernehmen die Meldung bei den zuständigen Veterinärämtern.

Bisher ist nur bekannt, dass sich Tiere, vor allem Katzen, mit dem Virus anstecken können. Es gibt aber keine Hinweise, dass sie die Krankheit auch an ihre Halter weitergeben. Eine Pflicht, mit Hund oder Katze bei einem Verdacht zum Tierarzt zu gehen, gibt es nicht. Nur, wenn ein Veterinäramt den Test anordnet, werden die Kosten übernommen. Wer sein Haustier freiwillig testen lassen will, muss das selbst bezahlen.

Coronavirus: Ryanair will Erstattungen weiter bearbeiten

12.31 Uhr: Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen zur Behandlung schwerer Fälle von Covid-19 zugelassen. Die Entscheidung gab die EU-Kommission am Freitag bekannt. Lesen Sie hier: Corona-Mittel Remdesivir erhält Zulassung für Covid-19

12.22 Uhr: Europas größter Billigflieger Ryanair will die ausstehenden Erstattungen für in der Corona-Krise abgesagte Flüge schneller bearbeiten. Mehr als 90 Prozent der zwischen März und Juni betroffenen Kunden sollen ihr Geld bis Ende Juli erhalten, versprach Manager Eddie Wilson laut einer Mitteilung des irischen Unternehmens vom Freitag. Man habe zusätzliche Mitarbeiter geschult, um den Stau zu beseitigen.

Nach EU-Recht sind Fluggesellschaften bei von ihnen stornierten Flügen verpflichtet, den Ticketpreis innerhalb von sieben Tagen zu erstatten. In der Corona-Krise hatte dies auch bei anderen Gesellschaften nicht geklappt. So hat der Lufthansa-Konzern vor einer Woche angekündigt, den Stau innerhalb von sechs Wochen zu beseitigen. Es standen noch rund eine Milliarde Euro an Erstattungen aus.

11.51 Uhr: Die Bonner Staatsanwaltschaft hat die Aufnahme von Ermittlungen gegen den Bonner Virologen Hendrik Streeck im Zusammenhang mit der Heinsberg-Studie abgelehnt. „Wir sehen keinerlei Anhaltspunkte für strafbares Verhalten“, sagte ein Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft der “Rheinischen Post”. Ein Naturwissenschaftler hatte Strafanzeige gegen Streeck gestellt und ihm unter anderem Betrug vorgeworfen.

Corona-App inzwischen mehr als 14 Millionen Mal heruntergeladen

10.52 Uhr: Laut einer Schätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wurden bisher rund 300 Infektionen über die Corona-Warn-App gemeldet. Das sagte der CDU-Politiker in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Spahn bezog sich dabei auf „die Zahl der Verschlüsselungs­codes“, die von der zugehörigen Hotline ausgegeben wurden, um andere zu warnen.

„Mehr wissen wir aus Datenschutzgründen nicht“, sagte er. Die App sei inzwischen über 14 Millionen Mal auf Handys geladen worden „und damit ­häufiger als ähnliche Apps in allen anderen EU-Ländern zusammen“, sagt Spahn.

Gleichwohl warnte Spahn davor, die Anwendung zu überschätzen. „Die App ist ein Werkzeug von vielen, um neue Ausbrüche einzudämmen. Sie ist kein Allheilmittel“, sagte er dem „Spiegel“. „Wir müssen trotzdem weiter aufeinander acht geben, Abstand halten, Alltagsmaske tragen, Hygieneregeln einhalten.“

9.50 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh wieder leicht gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 76,6. Am Vortag lag dieser Wert bei 76,4, am Mittwoch bei 78,0 und am Dienstag bei 86,0. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2.

9.33 Uhr: Während in Europa gelockert wird, breitet sich das Coronavirus weltweit immer rascher aus. Die WHO warnt schon vor dem „Schlimmsten“. Eine Analyse von Oxford-Daten zeigt, welchen Ländern eine zweite Welle drohen könnten. Und das sind ausgerechnet die, in denen die Lage sich zu entspannen scheint. Auch in Deutschland ist eine zweite Welle weiterhin nicht ausgeschlossen. Lesen Sie hier: Rollt die zweite Corona-Welle schon? So ist die Weltlage

6.10 Uhr: Der Fahrrad-Boom in der Corona-Krise hält unvermindert an. „Der Mai war der stärkste Monat, den die Branche jemals erlebt hat“, sagte David Eisenberger vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) der Deutschen Presse-Agentur. Ihm zufolge habe ein Großteil der Hersteller die coronabedingten Einbußen wieder aufgeholt. Er gehe inzwischen davon aus, dass die Umsätze auf Vorjahresniveau liegen werden – vorausgesetzt, es gäbe keinen neuerlichen Lockdown.

RKI: 446 neue Corona-Infektionen in Deutschland

5.09 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 446 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 195.674 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Freitagmorgen meldete (Datenstand 3. Juli, 0 Uhr).

9003 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland – das bedeutet ein Plus von 9 im Vergleich zum Vortag. Etwa 181.000 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 700 mehr als noch einen Tag zuvor.

4.24 Uhr: England lockert seine im Zuge der Corona-Pandemie getroffenen Quarantäne-Vorschriften für Einreisende: Besucher unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien müssen sich ab dem 10. Juli bei ihrer Ankunft nicht mehr selbst für 14 Tage isolieren. Das teilte das Verkehrsministerium am frühen Freitagmorgen mit.

Eine vollständige Liste der Länder, die von der Quarantäne ausgenommen werden, sollte noch am Freitag veröffentlicht werden. Diese Regel gelte aber nur für England – in Wales, Schottland und Nordirland sind weiter die alten Vorschriften in Kraft.

Damit können auch Engländer zum Beginn der Sommerferienzeit in andere Länder reisen und müssen bei ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne. Die Regierung gehe davon aus, dass eine Reihe der von der Quarantäne ausgenommenen Länder auch einreisende Briten nicht zur Selbstisolation auffordern würde, hieß es weiter.

Donnerstag, 2. Juli: Kinder von Schlachthof-Mitarbeitern infiziert

23.15 Uhr: In Brasilien sind fast 62.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Die Zahl stieg binnen eines Tages um 1252 auf 61.884, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Zahl der Infektionsfälle legte um 48.105 auf 1,496 Millionen zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

22.00 Uhr: Das wegen seines Sonderwegs in der Bewältigung der Corona-Pandemie massiv in der Kritik stehende Schweden hat eine Überprüfung seines Krisenmanagements angekündigt. Die Regierung in Stockholm beauftragte am Donnerstag die staatlich finanzierte Schwedische Agentur für Verteidigungsforschung (FOI) mit der Analyse.

Am Mittwoch hatte die Agentur einen Bericht vorgelegt, in dem eine mangelnde Vorbereitung Schwedens auf die Corona-Krise beklagt wurde – obwohl es mehrere „Warnschüsse“ gegeben habe. Trotz der Erfahrung anderer Epidemien wie Sars, der Vogelgrippe und der Schweinegrippe habe es in Schweden „wie in anderen Ländern eine unvollständige Vorbereitung gegeben, als die Corona-Pandemie einschlug“, stellten die FOI-Experten fest.

Die Corona-Pandemie habe Schwächen im schwedischen Krisenmanagement und der „Robustheit der Bevölkerung ans Licht gebracht“. Unterbrechungen in den Lieferketten von Schutzkleidung und medizinischer Ausrüstung deuteten zudem auf einen Mangel an „Planung auf oberster Ebene“ hin.

20.10 Uhr: Wer mit dem Flugzeug nach Spanien reist, muss ab sofort vorher eine Erklärung zum Gesundheitszustand ausfüllen. Diese generiert einen QR-Code. Lesen Sie hier, was Urlauber jetzt wissen müssen.

Putenschlachthof: Coronavirus auch bei Kindern von Mitarbeitern nachgewiesen

19.42 Uhr: Im Fall des geschlossenen Putenschlachthofes in Wildeshausen bei Oldenburg ist auch bei Kindern von Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. Wie der Landkreis Oldenburg mitteilte, wurden 43 Kinder von positiv getesteten Schlachthofarbeitern untersucht. Bei fünf von ihnen habe es positive Ergebnisse auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 gegeben. Eine Probe habe im Labor nicht ausgewertet werden können. Dieses Kind solle am Freitag erneut abgestrichen werden.

Am vergangenen Freitag wurde der zur Wiesenhof-Gruppe gehörende Schlacht- und Zerlegebetrieb Geestland Putenspezialitäten in Niedersachsen komplett heruntergefahren, nachdem für die rund 1100 Mitarbeiter und deren direkte Kontaktpersonen vom Landkreis Oldenburg Quarantäne angeordnet wurde. Bei 1183 Testergebnissen waren 46 positive Fälle einer Coronavirus-Infektion festgestellt worden.

19.11 Uhr: Die oberbayerischen Tourismusziele erleben wegen der Corona-Pandemie einen Ansturm von einheimischen Besuchern. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will daher die digitale Besucherlenkung voranbringen. „Wir haben in Corona-Zeiten größere Besucherströme, die man so früher nicht hatte. Jetzt haben wir die Lehre gezogen, dass wir den Tourismus in Bayern deutlicher digitalisieren müssen“, sagte Aiwanger nach einem Besuch in Garmisch-Partenkirchen. Über einen Ausflugsticker sollen sich Besucher künftig aktuell informieren, wo schon alles voll ist - um dann spontan umplanen zu können.

Reiseveranstalter dürfen Gutscheine statt Geld anbieten

19.02 Uhr: Im weltweiten Kampf gegen das Coronavirus werden inzwischen 17 Impfstoffkandidaten an Menschen getestet. Am weitesten fortgeschritten ist ein Impfstoff, den die Universität Oxford entwickelt hat, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach einer zweitägigen Corona-Forschungskonferenz berichtete.

Selbst, wenn diese Kandidaten nicht erfolgreich sind, ist die WHO optimistisch: „Wir haben eine breite Pipeline mit vier verschiedenen Impfstofftypen“, sagte Ana Maria Henao Restrepo, bei der WHO für Forschung und Entwicklung zuständig. Es werde an mehr als 150 Wirkstoffen geforscht. Der Impfstoff AZD1222 aus Oxford gehe als erster in die Phase III einer klinischen Studie. Damit sind große Tests an vielen Menschen zu Wirksamkeit und Sicherheit gemeint.

Von der Leyen will Corona-Impfstoff bei Unternehmen "reservieren"
Von der Leyen will Corona-Impfstoff bei Unternehmen reservieren

18.29 Uhr: Das wochenlange Homeschooling in der Corona-Pandemie hat laut einer Studie die Beziehung von rund einem Viertel der befragten Eltern zu ihren Kindern belastet. Nach Einschätzung von Müttern und Vätern waren zwar 48,5 Prozent der Schüler sehr oder ziemlich motiviert, 51,1 Prozent aber eher wenig bis gar nicht. Das geht aus der bundesweiten Online-Befragung „Homeschooling 2020“ der Universität Koblenz-Landau hervor.

18.20 Uhr: Reiseveranstalter, die ihren Kunden wegen einer coronabedingt geplatzten Pauschalreise Geld zurückzahlen müssen, dürfen diesen als Alternative einen Gutschein anbieten. Einem entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung hat der Bundestag zugestimmt. Die Kunden können sich für eine Rückzahlung des gezahlten Geldes oder für den Gutschein entscheiden.

Dem Entwurf zufolge sollen Pauschalreisende ihr Geld zurückverlangen können, wenn der Urlaub wegen der Coronavirus-Pandemie ausfällt. Eine ursprünglich geplante Gutscheinpflicht, die helfen sollte, Insolvenzen in der Reisebranche zu vermeiden, soll es nicht geben. Sie scheiterte am Widerstand der Brüsseler EU-Kommission. Verbraucher, die ihre Pauschalreise vor dem 8. März gebucht haben, können aber freiwillig einen Gutschein wählen, dessen Wert auch dann staatlich abgesichert ist, wenn Anbieter Pleite gehen.

Jeder Zweite fürchtet sich vor einer zweiten Corona-Welle

18.01 Uhr: Die Furcht vor einer zweiten Corona-Infektionswelle ist in der Bevölkerung nach wie vor verbreitet. Die Hälfte der befragten Deutschen sorgt sich laut ARD-„Deutschlandtrend“ davor, dass die Zahl der Infektionen in den kommenden Wochen wieder deutlich ansteigt. Bei 13 Prozent der Menschen ist diese Sorge demnach sehr groß, bei 37 Prozent groß.

Auf der anderen Seite sind viele Menschen deutlich gelassener. Bei 32 Prozent der Befragten ist die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle laut der Umfrage weniger groß, bei 17 Prozent sogar klein. Das Alltagsverhalten der Menschen veränderte die Corona-Pandemie in jedem Fall. So geben neun von zehn Deutschen (89 Prozent) an, sich häufiger die Hände zu waschen. Etwa ebenso viele Befragte (88 Prozent) halten nach eigenen Angaben deutlich Abstand zu anderen. Knapp drei Viertel der Deutschen (72 Prozent) sagen, sie treffen nur eingeschränkt Freunde und Verwandte.

Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) fährt nach eigener Aussage dieses Jahr nicht in den Sommerurlaub. Immerhin 39 Prozent wollen darauf trotz Corona-Pandemie nicht verzichten. Einen Mund-Nasen-Schutz tragen die meisten Deutschen nur an den Orten, an denen dies vorgeschrieben ist: 80 Prozent der Befragten geben an, sie außerhalb von Geschäften, Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln keinen Maske zu tragen.

17.28 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen drücken im Ringen um ein EU-Wiederaufbauprogramm nach der Corona-Krise gemeinsam aufs Tempo. Merkel sagte nach Beratungen mit der Spitze der EU-Kommission zum Auftakt der deutschen Ratspräsidentschaft, sie werde am 17. Juli mit dem Ziel zum EU-Gipfel in Brüssel fahren, zu einer Einigung zu kommen. „Wenn wir etwas mehr Zeit brauchen, wäre es die nicht so gute Variante.“

Beim Gipfel im Juli beraten die Staats- und Regierungschefs über ein 750 Milliarden Euro schweres Hilfsprogramm, mit dem die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bewältigt werden sollen. Gleichzeitig wird es um den Finanzrahmen der EU bis 2027 gehen. Es sei wichtig, dass die Antwort auf die Krise „so gestrickt ist, dass sie wuchtig ist“, betonte Merkel. Die ganze Welt schaue darauf, was die Europäische Union zustande bringe.

17.16 Uhr: Hartz-IV-Empfänger müssen von sofort an wieder mit Sanktionen rechnen, sollten sie gegen Auflagen der Jobcenter verstoßen. Eine entsprechende Weisung hat die Bundesagentur für Arbeit in Absprache mit dem Bundesarbeitsministerium an die Jobcenter herausgegeben, wie ein Sprecher der Bundesagentur in Nürnberg bestätigte.

Hintergrund sei die Wiederöffnung der Jobcenter für den Publikumsverkehr. Die Aussetzung der Sanktionen sei vor allem deswegen erfolgt, weil Betroffene nicht in die Jobcenter kommen konnten. Die Jobcenter waren wegen der Corona-Krise für den Publikumsverkehr geschlossen worden. Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisierte die Weisung scharf. Die Sanktionspraxis sei vom Bundesverfassungsgericht grundlegend infrage gestellt worden, eine notwendige gesetzliche Neuregelung stehe aus.

US-Präsident Trump zum Arbeitsmarkt: „Alle Erwartungen übertroffen“

16.42 Uhr: Die deutliche Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt in den USA hat nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump „alle Erwartungen übertroffen“. Die Wirtschaft erhole sich „schneller und besser“ von der Corona-Krise als erwartet, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus nach Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten für den Monat Juni.

Das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal werde „fantastisch“ sein, prognostizierte er. Der Anstieg der Zahl der Beschäftigten um 4,8 Millionen im Juni sei der beste monatliche Zugewinn in der US-Geschichte, so Trump. Zuvor war der Arbeitsmarkt wegen der Corona-Krise seit März aber so schnell und dramatisch eingebrochen wie noch nie zuvor in der Geschichte des Landes.

15.57 Uhr: Mit einer Kundgebung und einem Fahrzeugkorso haben Schausteller aus ganz Deutschland in Berlin für die Aufhebung von Corona-Beschränkungen demonstriert. Zur Kundgebung am Brandenburger Tor kamen laut Polizei 1600 Teilnehmer, die auch um die 1000 Fahrzeuge dabei hatten. Zuvor fuhren viele von ihnen in einem Korso durch die Innenstadt. Vor dem Wahrzeichen stellten Demonstranten Autoscooter-Fahrzeuge auf, an einem Kran schwebte die Gondel eines Riesenrades.

Das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober komme faktisch einem Berufsverbot gleich, argumentierten die Schausteller und beklagten eine Ungleichbehandlung bei den Lockerungen. Wenn Restaurants wieder offen seien und Fußgängerzonen voll, müsse auch das Kirmesgeschäft an der frischen Luft wieder erlaubt werden.

14.42 Uhr: Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen in den USA ist die Arbeitslosenquote im Juni den zweiten Monat in Folge deutlich gesunken. Sie fiel von 13,3 Prozent im Mai auf 11,1 Prozent im Juni, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sei um 4,8 Millionen gestiegen, hieß es. Analysten hatten mit einem etwas geringeren Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet. Im April hatte die Arbeitslosenquote noch bei 14,7 Prozent gelegen.

14.15 Uhr: In Kiel sollen sich auf einer Familienfeier mindestens sieben Personen infiziert haben. Das berichten die „Kieler Nachrichten“. Drei der Infizierten sollen in Altenhilfe-Einrichtungen arbeiten. Dort sollen bereits Tests durchgeführt worden sein. Außerdem handele es sich bei einem der Infizierten um ein Kind, das eine Kita besucht. Kinder und Erzieher müssten in Quarantäne. Die Feier soll laut der Stadt Kiel im Freien stattgefunden haben.

13.30 Uhr: Österreich hat die corona-bedingte Reisewarnung für den Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen zurückgenommen. Die am Donnerstag aktualisierten Hinweise des österreichischen Außenministeriums verweisen jetzt nur noch für den Kreis Gütersloh auf „eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5)“ aufgrund erhöhter Infektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies. Eine generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen hatte die österreichische Regierung bereits zu Wochenbeginn aufgehoben. Ein Beherbergungsverbot für Gäste aus NRW hat der Alpenstaat nicht ausgesprochen.

Anzeige wegen Heinsberg-Studie des Virologen Hendrick Streeck

12.27 Uhr: Im Zusammenhang mit der auch politisch bedeutsamen Heinsberg-Studie des Bonner Virologen Hendrik Streeck liegt eine Strafanzeige vor. Wie die Kriminalpolizei in Bonn dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ bestätigte, ist die Anzeige in der vergangenen Woche eingegangen und wurde inzwischen an die Staatsanwaltschaft Bonn weitergeleitet. Darin werden unter anderem Vorwürfe gegen Studienleiter Streeck wegen Betrugs erhoben.

Der Anzeigensteller, bei dem es sich um einen Wissenschaftler handelt, wirft Streeck vor, die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen getäuscht zu haben, um Drittmittel für die Studie einzuholen. Darüber hinaus habe der Virologe anstelle der mit dem Auftraggeber vereinbarten wissenschaftlich basierten Erkenntnisse und Fakten aber zum Teil „erfundene Forschungsergebnisse“ geliefert, heißt es in der Anzeige, die „Capital“ vorliegt.

Dabei geht es konkret um Aussagen im Zwischenbericht zur Heinsberg-Studie vom 9. April zu einem Zusammenhang zwischen Hygienemaßnahmen, der Viruskonzentration und dem Schweregrad einer Corona-Erkrankung. Dazu seien in der Studie keine Daten erhoben worden, die einen wissenschaftlichen Befund stützen, heißt es in der Anzeige. Auf Anfrage von „Capital“ wiesen Streeck und die weiteren an der Studie beteiligten Wissenschaftler der Uni Bonn sämtliche Vorwürfe zurück.

11.23 Uhr: Wegen eines neuen Corona-Hotspots kommt es in Österreich zu regionalen Einschränkungen. Im Raum Linz in Oberösterreich würden von Freitag an für eine Woche die Schulen, Kindergärten und Horte wieder für eine Woche geschlossen, sagte Ministerpräsident Thomas Stelzer (ÖVP) in Linz. Außerdem werde eindringlich an alle Bürger in der Region appelliert, in geschlossenen Räumen wieder Masken zu tragen und Veranstaltungen möglichst zu meiden. Das Bundesland reagiert damit auf einen deutlichen Anstieg der Corona-Infektionen.

Der Hotspot sei nach bisherigen Erkenntnissen auf das Umfeld einer Freikirche zurückzuführen, so Stelzer. Einige Großfamilien mit mehreren Kindern hätten das Coronavirus verbreitet. Sie seien in Quarantäne. Die Polizei werde bei der Suche nach Kontaktpersonen helfen, hieß es. In Oberösterreich befinden sich Stelzer zufolge aktuell rund 1400 Personen in Quarantäne.

11.06 Uhr: Der Bundestag hat am Donnerstag den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind für 2020 nun insgesamt neue Schulden in Höhe von 217,8 Milliarden Euro.

Spahn fordert Lieferfähigkeit vom Hersteller des Medikaments Remdesivir

10.25 Uhr: Die Corona-Krise belastet den Ausbildungsmarkt in Deutschland. Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) werden Betriebe in diesem Jahr voraussichtlich weniger ausbilden. Das betriebliche Ausbildungsplatzangebot liege im Branchendurchschnitt um gut sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der DIHK am Donnerstag nach einer Umfrage unter rund 15.000 Firmen mitteilte.

Die Bewerbungsprozesse in den Unternehmen seien ins Stocken geraten, Einstellungen verzögerten sich vielerorts. Die Übernahmeperspektiven für ausgebildete Fachkräfte seien aber auch in diesem Jahr gut. Die Corona-Krise habe gravierende Auswirkungen auf die Beschäftigung in Deutschland, so der DIHK. Das belaste auch die Situation am Ausbildungsmarkt.

9.34 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert vom Hersteller des Corona-Medikaments Remdesivir trotz eines Großeinkaufs der USA weiterhin Lieferfähigkeit. Er erwarte von der Pharmafirma Gilead Sciences, „dass Deutschland und Europa versorgt werden, wenn es um ein solches Medikament geht“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Den Bedarf für die kommenden Wochen sieht Spahn ohnehin gesichert. In der Zentralapotheke des Bundes gebe es entsprechende Reserven.

Die US-Regierung hat sich einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge von Remdesivir gesichert. Laut US-Gesundheitsministerium wurde der Kauf von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500.000 Behandlungen vereinbart. Das entspreche 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September. Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen.

Israel: Zahl der Neuinfektionen erreicht neuen Höchstwert

7.52 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium am späten Mittwochabend mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 868 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert stammt mit 819 vom 3. April.

In der Nacht zum Donnerstag wurden daher neue Beschränkungen verkündet. Verschiedene Viertel in Lod bei Tel Aviv sowie in der Hafenstadt Aschdod sollten für mindestens eine Woche abgeriegelt werden. Auch in den Palästinensergebieten soll von Freitag an ein fünftägiger Lockdown in Kraft treten.

7.36 Uhr: Die Corona-Krise trifft Kunststätten hart. Zirkusse haben es besonders schwer, sie gelten nicht als Kulturgut und werden nicht gefördert. Lesen Sie hier, wie sich Circus Crone, Cirque de Soleil und Co. gegen die Pleite stemmen: Pleite in der Manege – So kämpfen Zirkusse gegen die Krise

6.34 Uhr: Kleine und mittlere Unternehmen sehen in der Corona-Zeit viele Vorteile beim Arbeiten im Homeoffice. Jedes zweite will es auch in Zukunft anbieten. Das ergab eine Censuswide-Umfrage unter 500 Entscheidern und Firmeninhabern im Auftrag von Fiverr, die unserer Redaktion vorliegt. Wie genau das Homeoffice in der Umfrage bewertet wird, lesen Sie hier: Umfrage bei Unternehmen: Homeoffice verbessert Produktivität

RKI: 503 neue Infektionen gemeldet

5.50 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 503 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 195.228 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 2. Juli, 0 Uhr).

8994 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland – das bedeutet ein Plus von 9 im Vergleich zum Vortag. Etwa 180.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

4.12 Uhr: Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger befürwortet kostenlose Corona-Tests für alle. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstag) sprachen sich 60 Prozent dafür aus, dass jeder Bürger unabhängig von Symptomen und Risiko einen vom Staat bezahlten Corona-Test in Anspruch nehmen können sollte. 31 Prozent lehnten das ab.

Die bayerische Staatsregierung hatte in dieser Woche die kostenlosen Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen und damit eine Diskussion ausgelöst.

Prager feiern Ende der Corona-Krise an langer Tafel
Prager feiern Ende der Corona-Krise an langer Tafel

3.36 Uhr: Die Beschränkungen zum Eindämmen der Corona-Pandemie sollen laut Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) auch nach dem Auslaufen der aktuellen Verordnung am 15. Juli weiter gelten. „Wir werden als Landesregierung die geltenden Einschränkungen – mit kleineren Anpassungen – bis zum Ende der Sommerferien am 30. August verlängern“, kündigte Ramelow (Linke) im Interview mit unserer Redaktion an.

Welche Änderungen angedacht sind, erklärte er zunächst nicht. „Falls die Situation im Land ruhig bleibt, werden wir dann Ende August in den Regelbetrieb an den Schulen übergehen und synchron dazu die allgemeinen Einschränkungen weiter lockern“, sagte Ramelow. Dennoch dürfe man nicht leichtsinnig werden. „Die neuen Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen und überall auf der Welt zeigen uns, dass Corona längst nicht vorbei ist.“

1.21 Uhr: Die Bundesbürger buchen seit zwei Wochen nach Angaben der Tourismuswirtschaft wieder deutlich mehr Pauschalreisen ins Ausland für die Ferienmonate Juli und August. Nachdem vor rund vier Wochen noch fast ausschließlich Deutschlandurlaub gebucht worden sei, verlagere sich das Interesse nun zusätzlich in Richtung Flugreisen ans Mittelmeer, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) unserer Redaktion mit. Welche Entwicklungen der DRV sonst noch beobachtete, lesen Sie hier: Deutsche buchen wieder deutlich mehr Reisen ins Ausland

Mittwoch, 1. Juli: Corona-Krise – Mehrwertsteuersenkung tritt in Kraft

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich am Mittwoch zum siebten Mal im Bundestag eine Stunde lang den Fragen der Abgeordneten. „Es ist nicht die Stunde nach Beendigung der epidemischen Lage zu fragen“, sagte Merkel. Lesen Sie hier: Merkel nennt Corona-Lage in Deutschland „fragil“
  • Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer haben erste Ergebnisse ihrer Tests in den USA für einen Impfstoff gegen das neue Coronavirus als „ermutigend“ bezeichnet. Biontech will das Corona-Impfstoffprojekt nach positiven ersten Studiendaten in die nächste größere Phase der Entwicklung bringen
  • Deutschland gewährt Menschen aus elf Staaten außerhalb der Europäischen Union wieder die unbeschränkte Einreise. Darunter sind unter anderem Australien, Kanada und Neuseeland und unter Vorbehalt für Japan, Südkorea und China
  • Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist wegen der Folgen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren 2,853 Millionen Menschen ohne Job, 40.000 mehr als im Mai und 637.000 mehr als vor einem Jahr
  • Die USA haben beinahe den kompletten Bestand für die kommenden drei Monate des Corona-Medikaments Remdesivir aufgekauft
  • Die Tourismussaison beginnt: Griechenland hat alle seine Flughäfen auf den Inseln und in den Ferienregionen des Festlandes für Auslandsflüge geöffnet. Mehr zum Urlaub in Griechenland lesen Sie hier: Touristen benötigen QR-Code vor Einreise
  • Die Mehrwertsteuer wird ab 1. Juli für sechs Monate von 19 auf 16 Prozent abgesenkt, der ermäßigte Steuersatz von sieben auf fünf Prozent. Was die Mehrwertsteuersenkung wirklich für Kunden bringt. Rentner, Bahnfahrer und Urlauber können sich freuen: Das sind weitere wichtige Änderungen im Juli.

Dienstag, 30. Juni: Airbus streicht weltweit 15.000 Stellen – 5100 in Deutschland

  • Der Flugzeugbauer Airbus will wegen der Luftfahrt-Krise weltweit 15.000 Stellen streichen. Allein in Deutschland sollen etwa 5100 Stellen betroffen sein
  • Der US-Mediziner und Präsidentenberater Anthony Fauci hat vor einem massiven Anstieg der Coronavirus-Infektionen gewarnt. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in den USA könne von derzeit mehr als 40.000 auf 100.000 ansteigen, sagte Fauci bei einer Anhörung im US-Senat
  • Mieter müssen ab Mittwoch auf die Sonderregelung zum K ündigungsschutz in der Corona-Pandemie verzichten: Die Bundesregierung plant nach eigenen Angaben nicht, das dreimonatige Zahlungs-Moratorium für von der Krise betroffene Mieter über Juni hinaus zu verlängern.
  • Die bayerische Regierung hat beschlossen, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaats kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Lesen Sie hier: So funktioniert der Corona-Test.
  • Die Weltgesundheitsorganisation mahnt: „Wir alle wollen, dass dies vorbei ist, wir alle wollen mit unserem Leben weitermachen. Aber die harte Realität ist: Es ist noch nicht einmal annähernd vorbei“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.
  • In China haben Wissenschaftler eine neue Art der Schweinegrippe entdeckt, die eine Pandemie auslösen könnte. Lesen Sie hier mehr zum neu entdeckten Erreger: Forscher warnen vor neuem Virus – und sehen Pandemie-Gefahr

Montag, 29. Juni: Spahn kritisiert Söders Corona-Test-Strategie für Bayern

  • Der Genfer Autosalon wird auch 2021 nicht stattfinden, das entschieden das Komitee und der Stiftungsrat der Automesse
  • Am New Yorker Broadway wurden alle Vorstellungen für den Rest des Jahres abgesagt
  • Bundestag und Bundesratz haben die zur Abfederung der Corona-Folgen initiierte Mehrwertsteuersenkung und einen Bonus von 300 Euro pro Kind beschlossen
  • Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies wurden die Lockdown-Maßnahmen im Kreis Gütersloh um eine Woche verlängert
  • Am Frankfurter Flughafen hat ein Corona-Testzentrum eröffnet, in dem sich Fluggäste auf eine Infektion testen lassen können.
  • Seit März gilt in Südafrika als Teil der Lockdown-Regeln ein Verkaufsverbot für Tabakwaren. Wie die Menschen im Land mit dem erzwungenen Nikotin-Entzug umgeht, lesen Sie hier: So leben die Südafrikaner mit ihrem Corona-Rauchverbot
  • Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat sich alarmiert darüber gezeigt, dass Untersuchungen zur Einschulung wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Was die Ärzte ansonsten beunruhigt und was sie nun fordern, lesen Sie hier: Corona-Krise: Steht Erstklässlern ein Fehlstart bevor?
  • Die Zahl der infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen weltweit ist auf mehr als eine halbe Million angewachsen.
  • Österreich hat die nach dem schweren Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies ausgesprochene generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen zurückgenommen. Für den Kreis Gütersloh gilt sie weiterhin

Corona-News vom Sonntag, 28. Juni: Pelosi fordert Maskenpflicht für USA

  • Angesichts der massiv steigenden Zahl an Neuinfektionen in den USA hat die Demokratin Nancy Pelosi eine landesweite Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gefordert. In den USA sind am Wochenende 88.000 Neuinfektionen registriert worden
  • Die chinesische Regierung hat für eine halbe Million Menschen in der Nähe von Peking einen neuen Lockdown angeordnet
  • Im spanischen Corona-Hotspot Madrid hat es erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie binnen eines Tages keinen einzigen neuen Todesfall gegeben
  • SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach hat eine bundesweite Test-Offensive nach dem Vorbild Bayerns gefordert
  • Nach zahlreichen Drohungen und Beleidigungen ist die Facebook-Seite von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann vorübergehend vom Netz genommen worden.
  • Portugal ist nun hinter Schweden das EU-Land mit den meisten Neuinfektionen. Lesen Sie hier, was das für den Sommertourismus bedeutet.
  • Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat zur Bekämpfung des Coronavirus und anderer Infektionskrankheiten eine internationale Eingreiftruppe und einen entsprechenden nationalen Verband auf Bundesebene gefordert.
  • Bayern hat eine „Corona-Testoffensive“ angekündigt. Im Freistaat soll sich künftig jeder auf das Corona-Virus testen lassen können – ganz unabhängig davon, ob er Symptome hat.
  • Angesichts der massiven Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen in Deutschland wie bei Tönnies oder Wiesenhof hat der EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit ein rasches Handeln der EU-Kommission angekündigt. Lesen Sie hier, was Schmit in Aussicht stellt: Corona-Ausbrüche auch in Fleischbetrieben anderer EU-Staaten
  • Die Zahl der nachgewiesenen Sars-CoV-2-Infektionen im Kreis Gütersloh ist in der Bevölkerung ohne direkten Bezug zur Tönnies-Belegschaft „merklich“ angestiegen

Corona-News vom Samstag, 27. Juni: EU sammelt mehr als sechs Milliarden Euro Spenden für Corona-Impfstoff

  • Die USA haben einen neuen Höchststand bei neu gemeldeten Corona-Infektionen binnen eines Tages verzeichnet. Am Freitag hatten sich laut US-Behörden mehr als 45.224 Menschen mit dem Coronavirus infiziert
  • Kommissionschefin Ursula von der Leyen teilte mit, dass die Spendenkonferenz der EU 6,15 Milliarden Euro eingebracht hat. 4,9 Milliarden Euro zahlt die Europäische Investitionsbank. Mit dem Geld soll ebenfalls dafür gesorgt werden, dass ein möglicher Impfstoff auch ärmeren Ländern zur Verfügung steht. Zu dem Spendengipfel gehörte auch ein Konzert, bei dem sich internationale Stars die Klinke in die Hand gaben
  • Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger in ihrer wöchentlichen Videobotschaft angesichts der weiter bestehenden Gefahren durch das Coronavirus vor leichtsinnigem Verhalten gewarnt: „Die von dem Virus ausgehende Gefahr ist weiterhin ernst. Nehmen Sie es ernst, denn es ist ernst.“
Kanzlerin Merkel zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft

Corona-News vom Freitag, 26. Juni: Nach Corona-Ausbruch: Laschet prüft Haftbarkeit von Tönnies

Corona-News vom Donnerstag, 25. Juni: Die Rentenerhöhung fällt 2020 wegen der Corona-Krise wohl aus

Corona-News vom Mittwoch, 24. Juni: Dritter Schlachtbetrieb meldet Infektionen

  • Niedersachsen erlässt ein Beherbergungsverbot für Touristen und Touristinnen aus dem Kreis Gütersloh. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die anderen Bundesländer aufgefordert, Menschen aus dem Kreis Gütersloh trotz des Corona-Ausbruchs Urlaub zu ermöglichen. Lesen Sie hier: Reisewarnung? Risikogebiet? Darauf müssen Urlauber achten
  • Das österreichische Außenministerium warnt nach dem Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik vor Reisen nach Nordrhein-Westfalen. In diesem Text finden Sie alle Details zum Lockdown in Gütersloh.
  • Ein zweiter Corona-Ausbruch in Peking sorgt derzeit für Unruhe. Auch deshalb, weil sich die Infizierten vermutlich mit einer mutierten Variante des Coronavirus angesteckt haben. Wird Corona dadurch noch gefährlicher?
  • Bei „Markus Lanz“ wurde über den Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fabrik gesprochen. Lesen Sie hier mehr zur ZDF-Sendung
  • Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies ist das öffentliche Leben in zwei Landkreisen von Nordrhein-Westfalen wieder eingeschränkt. Im Landkreis Gütersloh und im Kreis Warendorf traten erneut strenge Auflagen in Kraft. Kommentar: Tönnies-Ausbruch zeigt: Die Corona-Krise schwelt weiter
  • Corona-News vom Dienstag, 23. Juni: Corona-Infektionen bei Wiesenhof – Macht die EU ihre Grenzen für US-Bürger dicht?

    RKI-Chef Wieler: Gute Chancen, dass zweite Corona-Welle ausbleibt
    RKI-Chef Wieler- Gute Chancen, dass zweite Corona-Welle ausbleibt

    Corona-News vom Montag, 22. Juni: Corona-Krise – Lufthansa verhandelt weiter über Job-Abbau

    • In den USA haben mehr als 40 Millionen Menschen aufgrund der Corona-Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren
    • Mittlerweile 1553 bestätigte Fälle unter Tönnies-Mitarbeitern
    • Grünen-Chefin Baerbock fordert Krisentreffen nach Tönnies-Skanda. Lesen Sie mehr: Julia Klöckner will faire Fleischpreise und Tierwohlabgabe
    • Niederlande: Erstmals seit März keine Covid-19-Todesfälle
    • Bewohner in unter Quarantäne stehenden Göttinger Wohnkomplex gestorben
    • Der ADAC warnt vor Staugefahr zum Beginn der Sommerferien in NRW
    • Bundesarbeitsminister Heil: Tönnies muss für Schäden haften. In welchen Produkten Fleisch von Tönnies steckt, lesen sie hier.
    • Frankreich lockert weitere Beschränkungen
    • Die Lufthansa verlässt am Montag den Deutschen Aktienindex (Dax)
    • Im Landkreis Gütersloh gehen die Reihentests bei Haushaltsangehörigen von Tönnies-Mitarbeitern weiter
    • Brasilien verzeichnet mehr als 50.000 Todesopfer durch Coronavirus
    • Bei Protesten gegen die Corona-Beschränkungen in den Niederlanden ist es zu Ausschreitungen gekommen

    Corona-News vom Sonntag, 21. Juni: Städte- und Gemeindebund warnt vor sozialen Konflikten durch Corona-Ausbrüche

    • Die Reproduktionszahl des Coronavirus ist laut Robert Koch-Institut auf 2,88 gestiegen
    • Die Koalitionsspitzen beraten über die EU-Ratspräsidentschaft – Corona-Krise ist dabei großes Thema
    • Bei Ausschreitungen an einem unter Quarantäne stehenden Wohnkomplex in Göttingen sind acht Polizeibeamte verletzt worden
    • Im Kreis Gütersloh soll es trotz des Tönnies-Ausbruchs keinen flächendeckenden Lockdown geben
    • Die Zahl der Corona-Infizierten in der Tönnies-Fleischfabrik ist auf 1331 gestiegen
    • Zahlreiche Tönnies-Beschäftige reisten möglicherweise vor Verhängung der Quarantäne ab
    • Die Zahl der Corona-Infektionen in Peking steigt nach der Entdeckung eines neuen Corona-Infektionsherds weiterhin an
    • Deutschlands First Lady Elke Büdenbender zeigt Verständnis für die Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen: „Die Einschränkung unserer Freiheiten war massiv. Ich kann verstehen, dass Menschen davon total überrumpelt waren.“ Lesen Sie das ganz Interview mit Elke Büdenbender hier.
    • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet will sich vor Ort ein Bild von der Lage bei Tönnies machen
    • Donald Trump hat seine Mitarbeiter nach eigenen Angaben dazu aufgerufen, Coronavirus-Tests einzuschränken, damit die Infektionszahlen in den USA nicht steigen. Das Weiße Haus verteidigt, der Präsident habe gescherzt. Lesen Sie hier: Warum Trump beim Wahlkampf in Tulsa den Blues bekam
    • Spanien öffnet nach mehr als drei Monaten seine Grenzen für europäische Reisende
    • Der Städte- und Gemeindebund warnt vor sozialen Konflikten durch die neuen massiven Corona-Ausbrüche

    Corona-News vom Samstag, 20. Juni: Tönnies-Chef muss selbst in Corona-Quarantäne

    • Nach positiven Corona-Tests bei zahlreichen Tönnies-Mitarbeitern hat die Stadt Verl (Landkreis Gütersloh) im Stadtteil Sürenheide eine Quarantänezone eingerichtet
    • Im früheren Corona-Hotspot Spanien endet am Sonntag (00.00 Uhr) der Notstand. Damit dürfen sich die 47 Millionen Bürger erstmals seit 14 Wochen wieder im ganzen Land frei bewegen
    • Clemens Tönnies hat Rücktritts-Spekulationen nach dem massiven Corona-Ausbruch in einem seiner Schlachthöfe zurückgewiesen. „Ich werde dieses Unternehmen aus dieser Krise führen“, sagte der 64-Jährige bei einer Pressekonferenz in Rheda-Wiedenbrück
    • Bewohner des in Göttingen unter Quarantäne stehenden Gebäudekomplexes haben Polizisten mit Gegenständen beworfen und mehrere von ihnen verletzt. Nach ersten Erkenntnissen war der Missmut über die Quarantänemaßnahmen bei den Bewohnern angestiegen, wie eine Polizeisprecherin sagte
    • Nach dem erneuten großen Corona-Ausbruch in der Schlachtbranche wächst der Druck, den massiven Preiskampf bei den Arbeitsbedingungen und bei Fleisch im Supermarkt zu unterbinden. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) setzt sich für eine Tierwohlabgabe ein.
    • Der Tönnies-Fleischbetrieb in Rheda-Wiedenbrück ist nun für 14 Tage geschlossen. Das habe der Kreis verfügt, wie der Leiter des Krisenstabes, Thomas Kuhlbusch, mitteilte. Lesen Sie auch: Tönnies – In welchen Produkten steckt Fleisch der Firma drin?
    • Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Europa hat die Schwelle von 2,5 Millionen überschritten
    • Frankreich will ab 11. Juli seine Stadien wieder für Zuschauer öffnen. Maximal 5000 Menschen dürften dann auf den Rängen Platz nehmen, erklärte die französische Regierung

    Corona-News vom Freitag, 19. Juni: 60 Menschen in Quarantäne nach Corona-Ausbruch in Kassel

    • Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies müssen sämtliche Mitarbeiter am Standort Rheda-Wiedenbrück in Quarantäne. Das betreffe auch die Verwaltung, das Management und die Konzernspitze, teilte der Kreis Gütersloh am Freitagabend mit
    • Die Zahl der Corona-Infektionen in den unter Quarantäne gestellten Wohnblöcken in Berlin-Neukölln ist weiter gestiegen. Mit Stand Freitag gab es 94 positive Testergebnisse, wie das Bezirksamt am frühen Abend mitteilte.
    • Die Verhandlungen über das 750-Milliarden-Programm zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise drohen zu einer Zerreißprobe für die EU zu werden. Die Bundesregierung sieht an etlichen Stellen Nachbesserungsbedarf. Lesen sie mehr: 750 Milliarden Euro – Wer bekommt die Corona-Gelder der EU?
    • Die Studie mit dem Corona-Impfstoff der Firma Curevac ist am Freitag in die heiße Phase gegangen: Eine Freiwillige erhielt an der Uniklinik Tübingen die erste Impfung
    • Die britische Regierung hat die Warnstufe trotz Pannen bei der Einführung eines Systems zur Nachverfolgung von Infektionsketten von vier auf drei gesenkt
    • Nach 20 Corona-Fällen in einer Geflüchtetenunterkunft sind in Kassel 60 Menschen in Quarantäne. Eine Grundschule und ein Hort wurden vorläufig geschlossen. Rund 150 Menschen wurden und werden insgesamt getestet
    • Das Coronavirus ist in Italien offenbar schon viel länger aktiv als bislang angenommen. Genetische Spuren des Erregers Sars-CoV-2 seien in Abwässern der beiden norditalienischen Großstädte Mailand und Turin vom Dezember sowie in Abwässern aus Bologna vom Januar nachgewiesen worden
    • Die Bundeswehr hilft bei Tönnies: „13 Kräfte mit medizinischen Vorkenntnissen und zwölf Soldaten für die Dokumentation“ würden ab Freitag die Testungen unterstützen, so die Behörden. Lesen Sie hier mehr dazu: Corona-Ausbruch bei Tönnies: Bundeswehr soll jetzt helfen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) meldete sich am Freitag zu Wort. „Hunderte von Infektionen in einem Betrieb. Diese Zustände sind nicht haltbar“, erklärte sie. Oft in der Kritik: Die Werkverträge der Beschäftigten. Das ist das Problem dabei.
    • Lesen Sie dazu: Die Fleischfabrik Tönnies ist ein Corona-Hotspot geworden. Das ist kein Zufall, sagt unser Kommentator. Lesen Sie hier den Kommentar: Das kranke Geschäftsmodell der Fleischindustrie muss enden
    • Forscher der Universität Marburg sehen vielversprechende Ansätze für den Einsatz des Krebsmedikaments Ruxolitinib bei schweren Corona-Erkrankungen
    • Im Gespräch mit unserer Redaktion hat Verdi-Chef Frank Werneke den Umgang mit den Corona-Alltagshelden kritisiert und unter anderem höhere Löhne gefordert. Das ganze Interview lesen Sie hier: Verdi-Chef Frank Werneke: „Die Undankbarkeit ist zurück“

    Corona-News vom Donnerstag, 18. Juni: Blutgruppen können Covid-19-Verläufe beeinflussen

    • Patienten mit einer milden Coronavirus-Infektion müssen laut einer Studie mit einer deutlich geringeren Immunität rechnen als Erkrankte mit schweren Verläufen.
    • Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Fleischkonzern Tönnies im Kreis Gütersloh ist auf über 700 gestiegen.
    • Wegen der Coronavirus-Pandemie will die Warenhauskette Galeria Kaufhof Karstadt 62 seiner 172 Filialen schließen.
    • Kanzlerin Angela Merkel hat sich in einer Regierungserklärung für eine schnelle Einigung der EU-Mitgliedsstaaten auf die milliardenschweren Hilfsfonds gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ausgesprochen.
    • Die im Auftrag der Bundesregierung erstellte Corona-Warn-App wurde rund acht Millionen Mal heruntergeladen.
    • Angesichts von etwa 100 neuen Coronavirus-Infektionen in einem Göttinger Hochhaus ist der Gebäudekomplex unter Quarantäne gestellt worden.
    • Die Blutgruppen könnten eine Rolle in den sehr unterschiedlichen Covid-19-Verläufen spielen, wie ein internationales Forscherteam im „New England Journal of Medicine“ berichtet. Demnach haben Menschen mit der in Deutschland häufigsten Blutgruppe A ein um knapp 50 Prozent höheres Risiko für einen schweren Infektionsverlauf als solche mit anderen Blutgruppen. Menschen mit Blutgruppe 0 haben der Studie zufolge eine um etwa 50 Prozent geringere Gefahr für eine ernste Covid-19-Erkrankung.
    • Entwicklungsminister Gerd Müller hat angesichts der Corona-Pandemie vor einer drastischen Verschärfung der weltweiten Flüchtlingslage gewarnt.

    Corona-News vom Mittwoch, 17. Juni: Mindestabstand und Maskenpflicht bleibt, Schulen sollen nach Sommerferien öffnen

    • Die Coronavirus-Pandemie spitzt sich in Brasilien weiter zu. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden erreichte am Dienstagabend mit fast 35.000 nach den Daten des Gesundheitsministeriums einen neuen Tageshöchststand
    • Bund und Länder sind sich über das Konjunkturpaket zum Anschub der Wirtschaft einig geworden. Hintergrund: Corona-Konjunkturpaket – Wer vom 130-Milliarden-Paket profitiert
    • Die Schulen sollen spätestens nach den Sommerferien in allen Ländern in den Regelbetrieb zurückkehren.
    • Großveranstaltungen sollen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verboten bleiben. Dies gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich sei. Lesen Sie hier: Corona-Krise – Großveranstaltungen bleiben noch länger verboten
    • In Schweden hat die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus die Marke von 5000 überschritten
    • Dexamethason sei das erste Medikament, für das gezeigt werden konnte, dass es die Überlebenschancen bei Covid-19 verbessere, sagte Peter Horby von der Universität Oxford und einer der führenden Forscher im Recovery Trial. Lesen Sie hier: Dexamethason: Durchbruch bei der Behandlung von Covid-19?
    • Wer einen Alarm über die Corona-Warn-App erhält, soll auch ohne Symptome getestet werden, wie der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, versicherte
    • Zusammen mit 130 weiteren Ländern hat die Bundesregierung die Türkei als Corona-Risikogebiet eingestuft

    Corona-News vom Dienstag, 16. Juni: Corona-Warn-App geht an den Start

    • Seit Dienstag ist in Deutschland nun auch die Corona-Warn-App verfügbar.
    • In Peking haben die Behörden die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen: Ein- und Ausreisen werden ab sofort streng kontrolliert, Schulen werden geschlossen, Angestellte sollen im Homeoffice arbeiten.Corona ist zurück – Pekings radikaler Kampf gegen das Virus
    • Aus Sorge vor einer weiteren Corona-Ausbreitung soll die Grenze zwischen den USA und Kanada für einen weiteren Monat weitgehend geschlossen bleiben
    • Der Entzündungshemmer Dexamethason könnte die Sterberate bei schweren Verläufen von Covid-19-Erkrankungen senken
    • Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich auf eine technische Lösung für die Nutzung der Corona-Warn-Apps über die jeweiligen Landesgrenzen hinaus geeinigt. Nationale Apps sollen bald auch funktionieren, wenn die Nutzenden die Grenze in ein anderes Land übertreten haben. Seit Dienstag ist die Corona-Warn-App in Deutschland verfügbar. Download: In vier einfachen Schritten zur Corona-Warn-App
    • Die USA müssen sich nach Einschätzung von Wissenschaftlern bis zum Herbst auf Zehntausende weitere Tote einstellen. Bis zum 1. Oktober könnte das Land die Zahl von 200.000 Toten übersteigen
    • Die in der Corona-Pandemie ausgesetzten Rückführungen von Migranten in andere europäische Staaten finden wieder statt

    Corona-News vom Montag, 15. Juni: Erste deutsche Touristen auf Mallorca angekommen

    • Seit heute dürfen deutsche Touristen wieder „testweise“ Urlaub auf Mallorca machen. Die erste Maschine aus Düsseldorf landete am Mittag. Die Urlauber wurden mit Applaus von Politikern und Einheimischen empfangen. Wie der Post-Corona-Urlaub auf der Lieblingsinsel der Deutschen aussieht, erfahren Sie hier
    • Die US-Arzneimittelbehörde (FDA) hat die Ausnahmegenehmigung für Hydroxychloroquin zurückgezogen. Es sei nach den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen „unwahrscheinlich“, dass das Medikament bei der Behandlung von Covid-19 helfe
    • Deutschland hat sich bereits mit mehreren Maßnahmen in Stellung gebracht, um möglichst früh auf den Corona-Impfstoff zugreifen zu können. Wie diese Maßnahmen genau aussehen, lesen Sie hier: Corona-Impfallianz: Wie sich Deutschland Impfstoff sichert
    • Die Corona-Pandemie hat die Fluchtbewegung in Richtung Europa fast vollständig gestoppt. Das sagte der Chef des EU-Grenzschutzes Frontex, Fabrice Leggeri, gegenüber unserer Redaktion. Nun könnte sich die Lage ändern. Lesen Sie: Türkei: Frontex-Chef erwägt massive Personalaufstockung
    • Die Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern sind wieder geöffnet. Um Mitternacht beendete die Bundespolizei auf Anordnung von Innenminister Horst Seehofer (CSU) die vor drei Monaten in der Pandemie eingeführten Grenzkontrollen. Auch die am 17. März verhängten Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes für 27 europäische Länder liefen aus

    Corona-News vom Sonntag, 14. Juni: Bieten Lebendimpfstoffe Schutz vor Covid-19?

    • Pünktlich zur Grenzöffnung mit Deutschland lockert Frankreich seine Corona-Beschränkungen weiter: Alle Restaurants und Cafés in Paris und Umgebung dürfen zu Montag öffnen
    • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor der Aufhebung der Reisewarnung an das Verantwortungsbewusstsein der Reisenden appelliert: „Ballermann darf nicht das nächste Ischgl werden.“
    • Die Bundesregierung erwägt ein Hilfsprogramm zum Erhalt von Ausbildungsplätzen. Die Kosten werden auf 500 Millionen Euro geschätzt. Was Auszubildende in der Corona-Krise wissen müssen
    • Spanien will seine Grenzen früher als geplant für Reisende aus der EU öffnen. Mit Ausnahme von Portugal fallen die Grenzkontrollen gegenüber allen EU-Ländern ab dem 21. Juni weg
    • Die Bundespolizei hat bei den coronabedingten Grenzkontrollen bis zum 11. Juni rund 196 000 Zurückweisungen ausgesprochen
    • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will ein Konzept für die Entsorgung gebrauchter Atemschutzmasken in Zügen vorlegen
    • Bis es einen Impfstoff gegen das Coronvairus gibt, könnten möglicherweise bereits existierende Lebendimpfstoffe einen gewissen Schutz gegen eine Infektion bieten, glauben Forschende
    • Brasilien ist nun das Land mit den zweitmeisten Corona-Toten weltweit. Die Zahl der Corona-Opfer stieg am Sonntagabend auf 42.720
    • Nach rund zweimonatiger Behandlung seiner Covid-19-Erkrankung hat eine Klinik in der Nähe von Seattle einem 70-jährigen US-Bürger eine Rechnung von über einer Million Dollar präsentiert
    • China hat den höchsten Anstieg bei Corona-Neuinfektionen seit April gemeldet
    • Im April sank die Zahl der unerlaubten Grenzübertritte durch Geflüchtete wegen der Corona-Krise auf ein Rekordtief. Nun könnte sie laut EU-Grenzschutzagentur Frontex steigen. Mehr dazu lesen Sie hier.
    • Kanzleramtschef Helge Braun hat Versäumnisse bei der Entwicklung der Corona-Warn-App eingeräumt. Man hätte die Hilfe von Unternehmen früher in Anspruch nehmen sollen

    Corona-News vom Samstag, 13. Juni: Polen öffnet Grenzen zu EU-Ländern

    • Das Auswärtige Amt will bald die Rechnungen für die Rückholaktion von Reisenden aus dem Ausland verschicken
    • Impfstoff gegen Corona – EU-Länder sichern sich Millionen Impfdosen
    • Polen öffnet seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern
    • Die Behörden in Peking riegeln nach dem Ausbruch auf dem Xinfadi-Fleischmarkt elf Wohngebiete ab
    • Brasilien überholt Großbritannien bei der Zahl der Corona-Toten
    • Mehr als 800 Corona-Tote binnen 24 Stunden in den USA
    • Arbeitnehmer, die noch im Homeoffice arbeiten, fragen sich jetzt: Muss ich überhaupt ins Büro zurückkehren? Was Arbeitsrechtler dazu sagen, lesen Sie hier.
    • Frankreich will die Grenzen zu Ländern außerhalb des Schengen-Raums ab dem 1. Juli schrittweise öffnen

    Corona-News vom Freitag, 12. Juni: Mütter sollen trotz Corona-Infektion stillen

    • Mütter sollen ihre Neugeborenen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auch bei vermuteter oder bestätigter Corona-Infektion stillen
    • Die Fluggesellschaften British Airways, Easyjet und Ryanair haben Klage gegen die von der britischen Regierung verhängte Quarantänepflicht eingereicht
    • Das Bundeskabinett hat die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer und den Kinderbonus auf den Weg gebracht. Die Maßnahmen brauchen noch die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat, bevor sie in Kraft treten können. Dafür sind jeweils Sondersitzungen am 29. Juni geplant
    • Wann kommt der Impfstoff gegen Sars-CoV-2? Bei „Illner“ sagte Virologe Hendrick Streeck, er sei nicht sicher, ob der Corona-Impfstoff überhaupt kommt

    Corona-News vom Donnerstag, 11. Juni: Corona-Studie – Blutwerte erlauben Prognose über Covid-19-Verlauf

    • Die Reisewarnung für Schweden bleibt womöglich über den 15. Juni hinaus bestehen. Das EU-Land erfüllt derzeit die „Pandemiekriterien“ für eine Aufhebung der Warnung nicht. Lesen Sie auch: Sommer-Urlaub im Ausland: In diesen Ländern ist er möglich
    • CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat sich enttäuscht über die Corona-Warn-App geäußert, die in wenigen Tagen verfügbar sein soll. „Ich persönlich hätte nichts dagegen gehabt, die Daten anonymisiert in einer großen Cloud abzulegen. In jedem Fall hätte ich mir eine gemeinsame europäische Lösung gewünscht“, sagte Merz unserer Redaktion. Warum Friedrich Merz zudem glaubt, dass er CDU-Chef wird, lesen Sie hier im Interview
    • Eine neue Covid-19-Studie lässt darauf schließen, dass sich der Krankheitsverlauf an zwei Typen von Abwehrzellen im Blut vorhersagen lässt. Sie würden über einen schweren Verlauf oder nur milde Symptome entscheiden. Haben Patienten demnach viele der sogenannten Killer-T-Zellen im Blut ist die Chance größer nur milde Symptome zu zeigen
    • Nach den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität haben sich in den USA seit Beginn der Pandemie mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
  • Die sozialen Medien werden auch in der Corona-Krise genutzt, um Fake News zu verbreiten. „Desinformation in Zeiten des Coronavirus kann töten“, warnte am Mittwoch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell in Brüssel. Die EU will daher jetzt dagegen vorgehen. Lesen Sie hier, was der Plan vorsieht
  • Corona-News vom Mittwoch, 10. Juni: Corona-Grenzkontrollen werden beendet – EU-Bürger dürfen wieder einreisen

    • Die US-Notenbank Fed geht nicht davon aus, dass die Welt vor einer ähnlich einschneidenden ökonomischen Krise steht wie vor etwa 90 Jahren
    • Wegen der Coronavirus-Pandemie findet die Generaldebatte der UN-Vollversammlung erstmals in der Geschichte nur virtuell statt
    • Im Klinikum Dortmund ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Insgesamt acht Mitarbeitende und vier Patienten und Patientinnen wurden positiv getestet
    • Landwirte können ab kommender Woche leichter Erntehelfer nach Deutschland holen und beschäftigen: Durch die Corona-Krise ist Obst und Gemüse mehr nachgefragt und teurer geworden.
    • Spätestens ab kommenden Dienstag wird es an den deutschen Außengrenzen keine Einreisekontrollen mehr geben. Kommentar: Keine Grenzkontrollen: Die Angst vor Corona verfliegt nicht
    • 10.000 Jobs stehen bei der Lufthansa wegen der Corona-Pandemie auf dem Spiel
    • Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der EU bis zum 31. August verlängert. Lesen Sie dazu: In diesen Ländern ist Sommerurlaub möglich
    • Das Land Hessen hat umfangreiche Corona-Lockerungen angekündigt. Lesen Sie mehr: Corona-Regeln – Dies gilt jetzt in Ihrem Bundesland
    • Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat eine schnelle Einführung von Massentests gegen das Coronavirus angekündigt
    • In der US-Nationalgarde sind nach ihrem Einsatz bei Anti-Rassismus-Protesten in Washington Fälle von Corona-Infektionen aufgetreten, die Zahl wurde nicht bekannt gegeben

    Corona-Virus-News vom Dienstag, 9. Juni: Lauterbach wünscht sich Demos gegen Rassismus ohne Sprechchöre

    • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der Demonstrationen gegen Rassismus die Einhaltung der Corona-Vorsichtsmaßnahmen bei Massenkundgebungen angemahnt. „Solche Demonstrationen sind ein Sargnagel für die noch bestehenden Regeln“, sagte Lauterbach. Lesen Sie mehr: Lauterbach bei Markus Lanz: Normaler Unterricht „völlig unverantwortlich“
    • 6000 Touristen und Touristinnen aus Deutschland dürfen schon ab dem 15. Juni nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln fliegen – also zwei Wochen vor der offiziellen Öffnung der Grenzen des einstigen Corona-Hotspots Spanien für ausländische Besucher. Lesen Sie mehr: Mallorca nach Corona: „Eimersaufen ist Geschichte“
    • In der norditalienischen Stadt Bergamo sind bei 57 Prozent von fast 10.000 getesteten Bürgern Antikörper gegen das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Bergamo war von dem Ausbruch in Italien besonders schwer betroffen
    • Einer Studie zufolge hat sich das Coronavirus möglicherweise schon seit August 2019 in China ausgebreitet. Die Forscher der US-Eliteuniversität Harvard werteten dazu Satellitenbilder und Suchbegriffe wie „Husten“ oder „Durchfall“ aus
    • In Thüringen werden die wegen der Corona-Pandemie erlassenen Kontaktbeschränkungen ab 13. Juni aufgehoben, in Niedersachsen öffnen die Kitas ab dem 22. Juni wieder für alle Kinder
    • Brasiliens Oberstes Gericht hat die Regierung zur vollen Transparenz bei der Statistik zur Erfassung von Corona-Infektionen aufgefordert. Das Gesundheitsministerium müsse unverzüglich wieder alle Daten über die Zahl der Infektionen und die Entwicklung der Pandemie zur Verfügung stellen
    • Christian Drosten hat sich über Mutationen des Coronavirus und die Behandlung per Nasenspray und Inhalator geäußert – mit Zuversicht. Lesen Sie hier: Drosten erklärt: Darum wird das Coronavirus harmloser

    Corona-Virus-News vom Montag, 8. Juni: Umstrittene Quarantäne-Regelung für Einreisende in Großbritannien

    Corona-News vom Sonntag, 7. Juni: Brasilien gibt nicht mehr Gesamt-Corona-Zahlen heraus

    • Brasiliens Regierung gibt nicht mehr die Gesamtzahlen der Corona-Fälle in dem besonders stark betroffenen Land preis. Es werden nur noch täglich die in den vorherigen 24 Stunden neu registrierten Zahlen von Infizierten und Todesopfern bekanntgegeben. Lesen Sie hier: Corona-Krise: Tödliche Bedrohung am Amazonas
    • An den deutschen Flughäfen könnte es nach „Spiegel“-Informationen bald einheitlich zu einer Maskenpflicht kommen
    • Wer aus Schweden an seinen Wohnort in Niedersachsen zurückkehrt, muss wegen der Corona-Entwicklung in dem skandinavischen Land in eine zweiwöchige Quarantäne. Das hat das Gesundheitsministerium in Hannover entschieden
    • In den Niederlanden haben die Behörden mit der Tötung von Nerzen aus Tierfarmen begonnen, in denen Mitarbeiter sich mit dem Coronavirus infiziert hatten Lesen Sie hier: Corona-Verdacht: Tausende Nerze in den Niederlanden getötet
    • Rund 6650 Bußgeldbescheide wurden bis Ende Mai in Hamburg ausgestellt, weil Einwohner gegen die geltenden Corona-Auflagen verstoßen haben. Das ergab eine Anfrage der Linksfraktion. Dadurch seien bereits mehr als 320.270 Euro in die Haushaltskasse geflossen
    • Wer sich im Sommerurlaub mit dem Coronavirus infiziert, wird von der Bundesregierung nicht zurückgeholt. Das betonte erneut Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in der „Bild am Sonntag“
    • Wegen der Corona-Pandemie befürchtet der Deutsche Richterbund einen anhaltenden Verfahrensstau an den Gerichten. Es dürfte noch bis zum Jahresende dauern, „ehe alle verschobenen Termine parallel zu den laufenden Eingängen abgearbeitet sind“, sagte Richterbund-Geschäftsführer Sven Rebehn unserer Redaktion Lesen Sie hier: Prozesse abgesagt – Warum Corona zu einer Justiz-Krise führt

    Corona-News vom Samstag, 6. Juni: Zuschüsse für Studierende sollen bald fließen

    • Mit einer „Rückflug-Garantie“ will die Lufthansa Sorgen vor Reisen in der Corona-Krise entgegentreten. Man führe eine „Home-Coming-Garantie“ ein, sagte Konzernchef Carsten Spohr der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“
    • Einer Studie zufolge könnte die Blutgruppe beim Verlauf einer Covid-19-Erkrankung eine große Rolle spielen. Die Untersuchung von Wissenschaftlern aus Deutschland und Norwegen ergab, dass Menschen mit dem Bluttyp A Rhesus Positiv (A+) im Zuge einer Coronavirus-Infektion häufiger ein Atemversagen erleiden, während Menschen mit Blutgruppe 0 besser geschützt sind.
    • Die Bundesregierung hat ein Corona-Konjunkturpaket beschlossen. Was bedeutet die Mehrwertsteuersenkung für Unternehmen? Lesen Sie: Steuersenkung: Kassenumstellung kostet Handel Millionen
    • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Maßnahmen aus dem Corona-Konjunkturpaket als eine Mischung aus klassischem Konjunkturpaket und einem auf viele Jahre ausgerichteten Zukunftspaket beschrieben.
    Kanzlerin Merkel zum Konjunkturpaket
  • Die WHO befürwortet nun doch das Tragen von Masken in der Corona-Krise
  • Noch in diesem Monat sollen Studierende in finanzieller Notlage Corona-Zuschüsse des Bundes beantragen können. Dabei soll es sich um Unterstützungen von bis zu 500 Euro monatlich handeln.
  • Corona-News vom Freitag, 5. Juni: Tuifly halbiert Flotte wegen Corona

    • Die EU-Staaten wollen alle Reisebeschränkungen bis Ende Juni aufheben. Wie Bundesinnenminister Horst Seehofer nach einer Video-Konferenz mit seinen EU-Kollegen sagte, werde dann die „volle Freizügigkeit“ im Schengenraum wieder hergestellt sein. Das weitgehende Einreiseverbot für Menschen aus Drittstaaten dürfte demnach um 14 Tage bis zum 1. Juli verlängert werden
    • Nach massiver Kritik an einer Studie zur Wirksamkeit des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin bei Coronavirus-Infektionen haben drei der vier Autoren ihren Rückzug aus der Studie erklärt
    • Der Reisekonzern Tui will seinen deutschen Ferienflieger Tuifly um rund die Hälfte verkleinern. Ziel sei es, die eigentlich vorgesehene Flotte von 39 Jets vom Typ Boeing 737 zu halbieren und mehrere deutsche Standorte wie Köln, Bremen und Münster-Osnabrück zu schließen, so das Unternehmen. Mehr dazu hier: TUIfly halbiert Flotte wegen Corona: Hunderte Jobs in Gefahr
    • Zwei Drittel der Menschen in Deutschland würden sich gegen das Coronavirus impfen lassen. 67 Prozent seien „sicher“ oder „wahrscheinlich“ bereit, ein Impfangebot anzunehmen. Das Ergebnis der Studie lesen Sie hier: Deutsche skeptisch bei Impfstoff gegen Coronavirus
    • Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, sieht das Konjunkturpaket skeptisch. Vor allem vom Kinderbonus hält der Volkswirt nichts. Zudem wollen die Wirtschaftsweisen ihre im März aufgestellte Konjunkturprognose für Deutschland angesichts der inzwischen größeren Ausmaße der Corona-Pandemie nach unten korrigieren. Das gesamte Interview lesen Sie hier: Chef der Wirtschaftsweisen: „Der Kinderbonus bringt wenig“

    Corona-News vom Donnerstag, 4. Juni: Coronavirus – Hydroxychloroquin schützt nicht vor Ansteckung

    • Bundeskanzlerin Merkel (CDU): Senkung der Mehrwertsteuer nicht über den 31. Dezember 2020 hinaus
    • Die Spitzen der großen Koalition hatten sich auf ein 130 Milliarden schweres Konjunkturpaket geeinigt. Wer vom Konjunkturpaket profitiert, lesen Sie hier. Nach längeren Startschwierigkeiten sollen dem Bundesbildungsministeriums zufolge auch bald die Corona-Zuschüsse für Studierende in Not fließen.
    • Corona-Tests in Schweden sollen künftig kostenlos sein
    • Die Regierung wird mit ihrem Kinderbonus vielen Eltern helfen, aber nicht allen. Kommentar: Der Corona-Kinderbonus ist nicht mehr als ein Schmerzensgeld
    • Die Europäische Zentralbank steckt in der Corona-Krise weitere 600 Milliarden Euro in Anleihen
    • Hydroxychloroquin schützt laut einer aktuellen Studie Kontaktpersonen von Sars-CoV-2-Infizierten nicht vor einer Ansteckung. Diese Medikamente werden gegen Covid-19 getestet
    • Die Mehrheit der Familien hat die Zeit der Schulschließungen laut einer Umfrage positiv erlebt. Das gaben 82 Prozent der Befragten an
    • Die Balearen wollen den Zeitpunkt der Wiedereröffnung von Nachtklubs, Diskotheken und Bars so lange wie möglich hinauszuzögern, kündigte Regionalpräsidentin Francina Armengol im Interview mit unserer Redaktion an
    • Die Grenzen zwischen Österreich und Italien bleiben bis auf Weiteres geschlossen
    • Die Spitzen der großen Koalition verständigten sich nach tagelangem Ringen auf ein riesiges Konjunkturpaket für 2020 und 2021. Kommentar: Konjunkturpaket mit „Wumms“: Feuerwerk oder Strohfeuer?

    Corona-News vom Mittwoch, 3. Juni: Weltweite Reisewarnung soll aufgehoben werden

    Corona-News vom Dienstag, 2. Juni: Drosten mahnt in Podcast Einhaltung der Corona-Abstandsregeln an

    • Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, hat in der aktuellen Folge des NDR-Podcast „Coronavirus Update“ Hoffnung auf einen halbwegs normalen Sommer gemacht – vorausgesetzt, man hält sich an bestimmte Präventionsmaßnahmen und reagiert auf das Infektionsgeschehen
    • Die Erkenntnisse über Immunität müsse man nutzen, um eine mögliche zweite Welle besser kontrollieren zu können – obwohl Drosten inzwischen zweifelt, ob es dazu überhaupt kommen wird.
    • Die Kultusminister der Länder beraten über das weitere Vorgehen an den Schulennach den Sommerferien, es sind aber keine konkreten Beschlüsse zu erwarten
    • Das Bundeskabinett wird am Mittwoch möglicherweise das Ende der Mitte März verhängten weltweiten Reisewarnung verkünden

    Wir starten unseren neuen Coronavirus-News-Ticker. Alle bisherigen Nachrichten wie etwa die Verhandlungen in der großen Koalition über ein Corona-Konjunkturpaket finden Sie in unserem alten News-Ticker

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