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Coronavirus: Mehr als 90.000 Infizierte in Deutschland

Corona-Konzert: Pianist Igor Levit spielt im Schloss Bellevue

Pianist Igor Levit macht Hoffnung mit Musik: Jeden Abend spielt er live ein kleines Konzert und überträgt es ins Internet. Wegen des Coronavirus sind all seine Auftritte abgesagt. Nun spielte Levit Beethoven im Schloss Bellevue.

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Die Coronavirus-Pandemie greift auf der ganzen Welt um sich. Alle Infos zur Ausbreitung von Sars-CoV-2 lesen Sie in unserem Newsblog.

  • Die Coronavirus-Pandemie breitet sich auf der ganzen Welt weiter aus
  • In Europa sind mittlerweile mehr als eine halbe Million Infektionen nachgewiesen worden
  • In Italien stabilisiert sich die Zahl der Neuinfektionen
  • Nach unseren Recherchen liegt die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Deutschland bei mehr als 90.000 Menschen. Mehr als 1200 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19, mehr als 24.000 sind dagegen wieder genesen
  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) bewertet die in Deutschland getroffenen Maßnahmen als Erfolg – mahnt allerdings weiter Achtsamkeit an
  • Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält eine Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie nach den Osterferien für möglich
  • Eine Studie hat einen positiven Effekt von kollektivem Tragen von Mundschutz nachgewiesen
  • Die USA haben 200.000 Schutzmasken konfisziert, die eigentlich für Berlin bestimmt waren
  • Die Bundesregierung plant ein zusätzliches riesiges Programm, um im Mittelstand eine Pleitewelle zu verhindern
  • Finanzminister Scholz hat eine Strategie zur Stabilisierung der europäischen Staatsfinanzen in der Corona-Krise vorgestellt.

Berlin. Die Coronavirus-Pandemie hat das öffentliche Leben in zahlreichen Ländern der Welt beinahe komplett ausgebremst, dennoch breitet sich das Virus Sars-CoV-2 in allen Teilen der Welt weiter aus. Weltweit sind mittlerweile mehr als eine Million Infektionen dokumentiert, es gab mehr als 58.000 Todesfälle. Allein in Europa sind mehr als 42.000 Menschen an den Folgen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben – fast drei Viertel der weltweit gemeldeten Todesfälle.

Ein neuer Hotspot der Pandemie sind die USA. In keinem anderen Land sind bislang von den Behörden mehr Infektionen gemeldet worden: rund 266.000 bis zum Freitagnachmittag. Mehr als 6800 Menschen sind in den USA an den Folgen einer Infektion gestorben.

Coronavirus-News-Ticker: Alle aktuellen Zahlen und Entwicklungen

Auch in Deutschland steigt die Zahl der Infizierten weiter: Am Freitagnachmittag lag sie nach unseren Recherchen bei 90.964 Menschen, von denen mehr als 1200 starben. Der Anteil der Todesfälle ist in Deutschland vergleichsweise gering, mutmaßlich wegen der relativ großen Zahl der Tests, die hierzulande durchgeführt wurden und werden. Ein Hoffnungsschimmer: Das Robert-Koch-Institut (RKI) teilte am Freitag mit, dass die Maßnahmen der Eindämmung der Epidemie in Deutschland deutlich Wirkung zeigen.

Unsere Karte zeigt die Verbreitung des Coronavirus in Deutschland, Europa und der Welt:

Alle wichtigen Entwicklungen und Infos zur Coronavirus-Pandemie in unserem Newsblog:

Freitag, 3. April 2020: Coronavirus-Krise – Mehr als 40.000 Todesopfer in Europa

21.38 Uhr: In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Opfer weiter drastisch angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 588 neue Todesfälle gemeldet worden, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Freitagabend in Paris. Seit dem 1. März seien mindestens 6507 infizierte Menschen gestorben, davon 5091 im Krankenhaus, 1416 in Altenheimen und anderen sozialen Einrichtungen. Auch die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen, ist von knapp 6400 auf 6662 angestiegen, 35 Prozent seien unter 60 Jahren, wie er erklärte.

21.35 Uhr: Kuba hat einen bei Touristen beliebten Teil der Innenstadt Havannas wegen der Corona-Pandemie abgeriegelt. Damit solle die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus angehalten werden, berichtete das Staatsfernsehen am Freitag unter Berufung auf die Regierung. Im Stadtteil „El Carmelo“ hätten sich besonders viele Menschen durch Kontakt mit Ausländern oder mit Kubanern, die im Ausland gewesen seien, angesteckt.

Die rund 27.000 Bewohner der Gegend dürfen diese ab der Nacht zum Samstag (Ortszeit) vorerst nicht mehr verlassen. Rein und raus kommt den Angaben zufolge nur, wer unerlässliche Dienste zu verrichten hat und nachweisen kann, nicht mit dem Virus infiziert zu sein. In dem sozialistischen Karibikstaat wurden bislang 269 Infektionen und sechs Todesfälle bestätigt.

Nothilfekoordinator der WHO warnt vor vorschnellem Ende der Corona-Maßnahmen

21.09 Uhr: Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einem vorschnellen Ende der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gewarnt. Auch der Wirtschaft sei nicht gedient, wenn Ausgangsbeschränkungen erst aufgehoben und dann wegen erneut stark steigender Fallzahlen wieder eingerichtet werden müssten, sagte Michael Ryan am Freitag in Genf.

Einige der Maßnahmen, etwa das Distanzhalten zu anderen Menschen, müssten womöglich auch nach einer Lockerung der derzeitigen Beschränkungen vorerst beibehalten werden. „Viele Länder der Welt erklimmen auf tragische und gefährliche Weise einen Berg, und wir müssen sehr vorsichtig sein, wie wir da herunterkommen“, sagte Ryan.

20.18 Uhr: Die Asklepios Klinik Hamburg-Barmbek hat eine Corona-Patientin aus den Niederlanden aufgenommen. Wie Asklepios am Freitag mitteilte, ist die Patientin schwer erkrankt und muss beatmet werden. Die Versorgung der 60-Jährigen erfolge unter Einhaltung hoher Sicherheits- und Hygienestandards. Eine Gefährdung anderer Patienten sei ausgeschlossen. Auch in den Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf (UKE) und Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel und Lübeck werden Patienten aus dem Ausland behandelt.

19.46 Uhr: Für die Zusammenarbeit bei der Versorgung von Covid-19-Patienten können die EU-Staaten auf Geld aus Brüssel hoffen. Die EU-Kommission veröffentlichte am Freitag Leitlinien für die grenzüberschreitende Kooperation und stellte mögliche finanzielle Unterstützung aus mehreren Fördertöpfen in Aussicht, zum Beispiel für den Transport von Patienten aus einem EU-Land ins andere.

Deutschland hatte zuletzt bereits schwerkranke Coronavirus-Infizierte aus Frankreich und Italien aufgenommen. Die EU-Kommission betonte, die Überführung von Patienten von einem Mitgliedsstaat in einen anderen könne in der Pandemie Gesundheitssysteme entlasten. Die Kommission versprach auch Unterstützung bei der Entsendung medizinischer Teams über die Grenzen.

Die Kommission will helfen, indem sie Anträge auf grenzüberschreitende Hilfe koordiniert. Dabei geht es um freie Intensivbetten, die Überführung von Patienten oder die Entsendung von medizinischen Teams. Die Brüsseler Behörde will im Blick behalten, wo welche Kapazitäten frei sind. Transporte könnten finanziell unterstützt werden.

Coronavirus: Mehr als 40.000 Tote in Europa

19.17 Uhr: Eine Ausbreitung des Coronavirus in Afrika hätte nach Ansicht des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell verheerende Folgen. „Die Pandemie könnte dort sehr schnell außer Kontrolle geraten“, sagte der Spanier nach Beratungen mit den EU-Außenministern. Das Gesundheitssystem in Afrika sei nicht mit dem in Europa vergleichbar. So komme in Afrika beispielsweise nur ein Arzt auf zehntausend Einwohner, während es in Europa 37 Ärzte seien. „Wir müssen Afrika in unserem eigenen Interesse helfen.“ Das Problem sei nicht gelöst, wenn es nur in Europa gelöst sei. Dann könne es zu einem Rückschlag kommen. Kommenden Mittwoch wollen die Entwicklungsminister der EU-Staaten über mögliche Hilfen beraten.

19.12 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus ist in Europa auf mehr als 40.000 gestiegen. Bis Freitag wurden auf dem Kontinent 40.768 Corona-Tote registriert, wie eine Berechnung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab.

Europa ist damit der am schwersten von der Pandemie betroffene Kontinent. Mehr als drei Viertel der Todesfälle in Europa wurden aus Italien, Spanien und Frankreich gemeldet. In Italien starben 14.681 Infizierte – so viele wie in keinem anderen Land der Erde. In Spanien wurden bislang 10.935 Todesopfer gezählt, in Frankreich 5.387.

18.54 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie dürfen Männer und Frauen in Peru nicht mehr am selben Tag ihre Häuser verlassen. Künftig können sich Männer am Montag, Mittwoch und Freitag draußen bewegen und Frauen am Dienstag, Donnerstag und Samstag. Sonntags gilt eine generelle Ausgangssperre.

Peru hat bereits recht strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt, um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu bremsen. So gilt im größten Teil des südamerikanischen Landes eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 18 Uhr und 5 Uhr. Zudem dürfen die Peruaner nur das Haus verlassen, um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen.

Zahl der Neuinfektionen in Italien stabilisiert sich langsam

18.45 Uhr: In Italien stabilisiert sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl neuer Todesfälle bleibt unterdessen noch hoch. Die Zahl der Menschen im Land, die sich nachweislich mit dem Erreger infizierten, stieg am Freitag im Vergleich zum Vortag um vier Prozent. Das ist in etwa die gleiche Steigerungsrate wie an den Tagen zuvor. Die Hoffnung besteht, dass die Kurve demnächst nach wochenlangen Ausgangssperren endlich absinkt.

Registriert sind nun insgesamt 119.827 erkannte Infektionen – es wird allerdings mit einer immens hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle gerechnet. 766 Tote mit nachgewiesener Infektion kamen innerhalb eines Tages hinzu, insgesamt sind es nun 14.681, wie der Zivilschutz mitteilte. Experten gehen davon aus, dass Italien das Plateau der Ansteckungswelle erreicht haben könnte. „Auch heute ist der Trend in positiver Richtung geblieben“, sagte der Präsident der besonders betroffenen Region Lombardei, Attilio Fontana. „In den kommenden Tagen sollte das Absinken beginnen.“ Wichtig ist vor allem, dass der Druck auf die dortigen Krankenhäuser abgenommen hat, wie der Gesundheitsbeauftragte der Region, Giulio Gallera, betonte.

Drohnenbilder zeigen menschenleeres Florenz
Drohnenbilder zeigen menschenleeres Florenz

18.29 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet, dass die schrittweise Aufhebung der Corona-Einschränkungen noch Monate dauert. „Ich denke sicherlich eher in Monaten“, sagte die deutsche CDU-Politikerin im ZDF auf die Frage, ob sie bei der Bewältigung der Lage eher an Wochen, Monate oder einen noch längeren Zeitraum denke. Die Maßnahmen müssten in umgekehrter Reihenfolge aufgehoben werden, in der sie eingeführt worden seien.

18.20 Uhr: Die EU-Kommission hat den Weg frei gemacht für ein geplantes zusätzliches Kreditprogramm der Bundesregierung in der Corona-Krise. Die Kommission genehmigte Programme, bei denen Mitgliedstaaten beispielsweise zinslose Kredite vergeben oder eine 100-prozentige Risikohaftung übernehmen können. Die Höchstgrenze pro Firma liegt bei 800.000 Euro. Ziel sei es, den dringenden Liquiditätsbedarf kleiner und mittlerer Unternehmen schnell zu decken, teilte die Kommission am Freitag mit.

Merkel: Erleben ein Ostern wie nie zuvor

18.15 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat alle Bürger erneut aufgefordert, sich auch an Ostern wegen der Corona-Krise an die vorgegebenen Kontaktbeschränkungen zu halten. Die Kanzlerin sagte in ihrem Video-Podcast, sie könne noch keinen Stichtag für ein Ende der Maßnahmen nennen. Dies wäre in der jetzigen Situation auch unverantwortlich. „Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor“, sagte die Regierungschefin.

Ostern sei für Millionen von Christen der Kirchgang, der „Ostersonntag mit der ganzen Familie, vielleicht ein Spaziergang, Osterfeuer, das ist für viele ein kurzer Urlaub an der See oder im Süden, wo es schon wärmer ist. Normalerweise. Aber nicht in diesem Jahr“, sagte die Kanzlerin.

Merkel sagte weiter: „Ich denke in diesem Zusammenhang auch an die Juden und Muslime in Deutschland und alle anderen Gläubigen, die jetzt nicht in ihren Gotteshäusern zusammenkommen können. Das ist eine dieser Einschränkungen, die wirklich an den Kern einer Gesellschaft gehen und die wir nur im Notfall und nur so lange wie unbedingt erforderlich hinnehmen können.“„Dennoch würde ich absolut unverantwortlich handeln, wenn ich Ihnen heute einfach einen konkreten Tag nennen würde, an dem die Maßnahmen aufgehoben, zumindest aber gelockert werden könnten, dieses Versprechen dann aber nicht einhalten könnte, weil die Infektionszahlen es nicht zulassen.“ Wenn sie die damit verbundenen Hoffnungen enttäuschen würde, „kämen wir vom Regen in die Traufe – medizinisch, wirtschaftlich, sozial“, sagte die Kanzlerin.

Angela Merkel bei YouTube zur Corona-Pandemie und Ostern

17.54 Uhr: Nach einer Häufung von Corona-Fällen im Potsdamer Ernst von Bergmann-Klinikum ist in der Nacht zum Freitag erneut ein Patient gestorben. Es handelt sich um einen 76-jährigen Mann, wie das Klinikum mitteilte. Es ist der neunte Tote in dem Krankenhaus, der mit dem Virus infiziert war.

Laut Klinikum werden derzeit 79 Covid-19-Patienten in dem Haus versorgt, davon 14 auf der Intensivstation. Derzeit wird das Klinikum nicht vom Rettungsdienst angefahren, ausgenommen sind Geburten sowie lebensbedrohliche Maßnahmen.

Scholz stellt Strategie zur Stabilisierung der europäischen Staatsfinanzen vor

17.35 Uhr: Hochzeit mit Mundschutz und Handschuhen, dafür ohne Trauzeugen und Angehörige: Viele Paare sagen angesichts solcher trüben Aussichten ihre Hochzeit lieber gleich ab. Nicht so Miriam und David Peters aus Hamburg. Die beiden waren am vergangenen Wochenende wie geplant vors Standesamt nach Uetersen bei Hamburg gezogen – und erlebten auf der Rückfahrt eine Überraschung: Entlang der Strecke hatten sich an einzelnen Stationen nahezu alle ursprünglich geladenen Gäste postiert, um die frisch Vermählten mit Musikbeiträgen, Geschenken und weiteren kreativen Aktionen zu überraschen.

Ein Kamerateam des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hatte das Paar begleitet, das Video dazu wurde inzwischen zu einem Hit im Internet, allein auf Facebook erhielt der Clip bereits 3,5 Millionen Klicks.

17.20 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat eine Strategie zur Stabilisierung der europäischen Staatsfinanzen in der Corona-Krise vorgestellt. „Mein Vorschlag ist, jetzt die vorhandenen Instrumente schnell und effektiv zu nutzen und eine gemeinsame europäische Antwort zu geben“, sagte der SPD-Politiker vor dem Treffen der EU-Finanzminister unserer Redaktion.

Dabei denke er an drei konkrete Instrumente. So sollten Mitgliedstaaten die Möglichkeit erhalten, sich aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) „eine Summe zu leihen, die zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung entspricht“. Damit könnten sie ihre Staatsfinanzen stabilisieren, ohne hohe Aufschläge zahlen zu müssen. „Für Italien wären das etwa 39 Milliarden Euro.“

Die Forderung Italiens und anderer EU-Staaten nach einer gemeinsamen Schuldenaufnahme – sogenannten Corona-Bonds – wies Scholz zurück. „Italien wünscht sich eine starke europäische Antwort auf die Pandemie. Zu Recht. Und die soll es auch geben“, sagte er. „Deswegen soll es keine unsinnigen Auflagen geben, wie das manchmal in der Vergangenheit der Fall war. Es wird keine Troika ins Land kommen, die einer Regierung erklärt, wie sie Politik machen soll. Es geht um Unterstützung in der Krise.“

Die Frage, ob der Euro die Corona-Krise überstehe, beantwortete Scholz mit einem klaren „Ja“. Der Finanzminister bejahte auch die Nachfrage, ob alle Euro-Staaten die gemeinsame Währung behielten. Zur Begründung sagte er: „Aus der Finanzkrise und der Staatsschuldenkrise haben wir gelernt und die nötigen Entscheidungen getroffen, um den Euro stärker zu machen.“

Außerdem solle die Europäische Investitionsbank in die Lage versetzt werden, nach dem Vorbild der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau „50 Milliarden Euro an Unternehmen zu verleihen, die das dringend benötigen“, forderte der Vizekanzler.

Darüber hinaus müssten die EU-Mitglieder dabei unterstützt werden, mit plötzlich wachsenden Arbeitslosenzahlen umzugehen. „Die EU-Kommission hat dazu gerade Vorschläge vorgelegt, die an meine Idee einer Arbeitslosen-Rückversicherung erinnern“, sagte Scholz. „Auch das hilft den Staaten, die Krise zu meistern. Wenn wir diese drei Instrumente einsetzen, wäre das ein ganz starkes Signal der Solidarität in Europa im Kampf gegen das Corona-Virus.“

Lesen Sie hierzu auch: Interview mit Olaf Scholz: „Das fordert uns als Menschheit heraus.“

17.15 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit umfassenden Anpassungen seiner Spielordnung auf die Auswirkungen der Corona-Krise reagiert. Die Saison 2019/20 kann bei Bedarf über den 30. Juni verlängert werden, teilte der DFB am Freitag mit. In diesem Zuge können Spielberechtigungen, Wechselfristen und Verträge mit Spielerinnen und Spielern zeitlich angepasst werden. Im Falle eines Saisonabbruchs wären Sonderregelungen zu Auf- und Abstieg möglich.

Es ist einer der weitreichendsten Eingriffe in der Geschichte des DFB in die Spiel- und Jugendordnung. Die beschlossenen Änderungen sind bis zum 30. Juni 2021 für alle Altersklassen und Amateurligen gültig. Mit Beginn der Saison 2021/2022 sollen wieder die vorherigen Bestimmungen in Kraft treten.

17:09 Uhr: Brasilien hält wegen der Coronavirus-Pandemie seine Landgrenzen weiter geschlossen. Die brasilianische Regierung erließ am Donnerstagabend (Ortszeit) einen entsprechenden Erlass. Demnach dürfen Ausländer weitere 30 Tage nicht mehr einreisen. Ausgenommen sind etwa Frachttransporte und humanitäre Aktionen. Am 19. März hatte die Regierung die Landgrenzen zu insgesamt acht Nachbarstaaten geschlossen und die Einreise von Ausländern, die nicht ständig in Brasilien leben, auf dem Landweg für 15 Tage verboten. Inzwischen sind alle Grenzen geschlossen.

Fahrgäste im Fernverkehr der Deutschen Bahn massiv gesunken

16.55 Uhr: Die Zahl der Fahrgäste im Fernverkehr der Deutschen Bahn ist einem Medienbericht zufolge in der Corona-Krise massiv gesunken. Aktuell liege die Auslastung von ICE und IC-Zügen „bei teils unter 10 Prozent“, berichtete der Sender HR-Info unter Berufung auf einen damit befasster Eisenbahner aus dem Betrieb.

Trotzdem werde die Bahn auch über die Osterfeiertage das derzeitige Programm nicht ausdünnen. „Das Unternehmen will rund 70 Prozent des normalen Angebotes fahren“, zitierte der Hessische Rundfunk den Eisenbahner. Offiziell teilte ein Bahn-Sprecher auf Anfrage des Senders mit, derzeit werde mit „rund 75 Prozent“ des normalen Fernverkehrsangebotes gefahren. Die Auslastung der Züge sei „deutlich gesunken“.

16.42 Uhr: Frauen sind Experten zufolge besonders schwer von den Folgen der Coronavirus-Krise betroffen. „Frauen machen fast 70 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen aus und setzen sich damit einem höheren Infektionsrisiko aus“, heißt es in einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) .

Frauen würden außerdem einen Großteil der Last zu Hause tragen, da Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen würden und es bei der unbezahlten Arbeit seit langem geschlechtsspezifische Ungleichheiten gebe, so die Experten. Sie hätten zudem ein hohes Risiko von Arbeits- und Einkommensverlusten und würden in Krisen- und Quarantänezeiten einem erhöhten Risiko von Gewalt, Ausbeutung, Missbrauch oder Belästigung ausgesetzt, schreiben die Autorinnen und Autoren. Vorherige Krisen deuteten darauf hin, dass die Coronavirus-Pandemie wahrscheinlich zu einer Zunahme der häuslichen Gewalt führen werde.

16.27 Uhr: Die EU-Kommission hat grünes Licht für die Befreiung von Aufschlägen auf Einfuhren medizinischer Ausrüstung aus Drittstaaten gegeben. „Dadurch wird importierte Schutzausrüstung günstiger“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Videobotschaft.

Die Maßnahme betrifft Masken und Schutzausrüstungen sowie Testkits, Beatmungsgeräte und andere medizinische Geräte. Auf Atemschutzmasken aus China würden normalerweise zwölf Prozent Zoll fällig, sagte von der Leyen. Dazu komme die Mehrwertsteuer, die die Mitgliedstaaten bei Einfuhren in die EU nach Brüssel abführen. „Nach der heutigen Entscheidung können Schutzmasken rund ein Drittel günstiger eingekauft werden“, rechnete sie vor.

USA konfiszieren Schutzmasken-Lieferung für Berlin

16.12 Uhr: Berlin muss in der Corona-Krise auf eine dringend benötigte Lieferung von 200.000 medizinischen Schutzmasken verzichten. Grund: Die USA haben die Ware in Bangkok konfisziert, wie Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) mitteilte.

Die Masken der Klasse FFP-2, die vor Ansteckung mit dem Coronavirus schützen können, waren nach seinen Angaben für die Berliner Polizei bestimmt. Berlin habe sie bei einem US-Unternehmen bestellt und bezahlt. Nach Recherchen des „Tagesspiegel“ wurden sie in China hergestellt, offizielle Angaben dazu lagen nicht vor. Geisel kritisierte das Vorgehen der USA scharf. „Wir betrachten das als Akt moderner Piraterie“, erklärte er. „So geht man mit transatlantischen Partnern nicht um. Auch in globalen Krisenzeiten sollten keine Wildwest-Methoden herrschen.“

16.02 Uhr: Die Bundesregierung plant ein z usätzliches riesiges Programm, um im Mittelstand eine Pleitewelle zu verhindern. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr, geht es um Verbesserungen bei Laufzeiten und Haftungsfreistellung für Kredite. Im Gespräch ist demnach, Kredite für mittelständische Firmen für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abzusichern. Die Höchstgrenze könnte bei 500.000 Euro pro Firma liegen. Der Staat könnte dafür Garantien in einem Gesamtvolumen von bis zu 300 Milliarden Euro übernehmen. Die EU-Kommission müsse noch zustimmen.

Wissenschaftsakademie: Lockerung der Maßnahmen nach Osterferien möglich

15.59 Uhr: Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält eine Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie nach den Osterferien für möglich. Denkbar sei etwa, dass Kontaktverbote weniger strikt umgesetzt werden, wenn dafür andere Maßnahmen eingehalten werden. Eine schrittweise Lockerung der Einschränkungen solle beispielsweise mit „dem flächendeckenden Tragen von Mund-Nasen-Schutz einhergehen“, heißt es in einer Stellungnahme der Leopoldina. „Mund-Nasen-Schutz reduziert die Übertragung von Viren, vor allem durch eine Reduktion der Tröpfcheninfektion.“

Voraussetzung dafür sei, dass Schutzmasken auch verfügbar seien. „Der Mangel sollte bereits jetzt durch selbst hergestellten Mund-Nasen-Schutz, Schals und Tücher überbrückt werden“, heißt es. Diese sollten Mund, Nase, Kinn und die Seitenränder möglichst vollständig abdecken. Die Schutzvorrichtung sei sinnvoll, da sich eine große Zahl von Infizierten unerkannt ohne Symptome im öffentlichen Raum bewege.

15.50 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat in der Coronavirus-Krise eine allgemeine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes ins Spiel gebracht. Derzeit erhalten Beschäftigte in Kurzarbeit 60 Prozent und in Haushalten mit Kindern 67 Prozent des entgangenen Nettoentgelts. Die Arbeitgeber sind ihrerseits in der Krise von der eigentlich fälligen Zahlung der Sozialabgaben befreit.

Gewerkschaften hatten mehrfach gefordert, auch den Arbeitnehmern unter die Arme zu greifen - insbesondere denen mit geringem Verdienst und ohne tarifliche Aufstockung der staatlichen Zahlung. Er werde mit Arbeitgebern und Gewerkschaften darüber reden, „ob wir das Kurzarbeitergeld noch einmal anheben können“, sagte Heil der „Rheinischen Post“. Es gebe Gespräche dazu, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, bestätigte eine Ministeriumssprecherin am Freitag in Berlin. Zugleich stellte Heil eine mögliche Verlängerung in Aussicht. Mit den erleichterten Regeln für Kurzarbeit würden Brücken über diese Krise gebaut. „Wenn es nötig ist, bauen wir die auch noch länger.“

Coronavirus-Krise: Was bedeutet eigentlich Kurzarbeit?
Coronavirus-Krise- Was bedeutet eigentlich Kurzarbeit?

Österreich denkt über Lockerung des Notbetriebs nach

15.42 Uhr: Über 194.000 wegen der Corona-Pandemie im Ausland gestrandete Urlauber sind bislang nach Deutschland zurückgebracht worden. Die meisten Pauschalreisenden seien damit mittlerweile wieder zu Hause, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nach einer Videokonferenz mit EU-Kollegen. Es werde nun aber immer schwieriger, „Individualreisende aufzulesen“. Die EU-Länder stünden in dieser Hinsicht derzeit alle vor denselben Problemen. „Wir haben uns dort darauf verständigt, dass wir die Daten und die Flüge, die wir buchen, noch enger miteinander abstimmen“, sagte Maas. Das habe bislang gut geklappt und Deutschland habe „über 3000 Bürger anderer Staaten mit nach Hause genommen“.

15.40 Uhr: Angesichts der jüngsten ermutigenden Entwicklung in der Coronakrise zeichnen sich in Österreich erste Lockerungen des bisherigen Notbetriebs ab. Die Regierung werde sich die Zahlen am Wochenende genau anschauen und am Montag über einen etwaigen späteren Stufenplan informieren, kündigte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP vor dem Nationalrat an. „Wir werden bei diesen Schritten mit dem Handel beginnen.“

Die Rückkehr zur Normalität werde auf jeden Fall schrittweise und behutsam erfolgen. Masken- und Abstandspflicht seien sicher Teil der neuen Konsumkultur. Die derzeitigen Maßnahmen gelten mindestens bis zum 13. April. Eine als Horror-Szenario geltende Überlastung des Gesundheitswesens sei in nächster Zeit nicht zu befürchten, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Zuletzt betrug die tägliche Steigerungsrate bei den Neuinfektionen vergleichsweise geringe rund fünf Prozent.

15.33 Uhr: Der britische Regierungschef Boris Johnson bleibt wegen seiner Corona-Erkrankung länger in Quarantäne als ursprünglich geplant. Er habe die empfohlenen sieben Tage Selbstisolation hinter sich und fühle sich auch schon besser, sagte der Premierminister in einer Videobotschaft von Downing Street aus, wo er in einer Wohnung über seinem Amtssitz in Quarantäne ist. Aber er habe immer noch Fieber, deshalb gehe er vorerst noch nicht wieder in die Öffentlichkeit.

Diese Prominenten haben das Coronavirus
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Sommersemester an Hochschulen wird nicht verschoben

15.19 Uhr: An den deutschen Hochschulen soll nach dem Willen der Bundesländer das Sommersemester trotz der Einschränkungen durch die Corona-Krise stattfinden. „Das Sommersemester 2020 wird ein ungewöhnliches, es soll jedoch kein verlorenes Semester sein“, erklärte die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder. Für die Hochschulen sollen demnach „die erforderlichen Rahmenbedingungen für einen möglichst reibungslosen Lehr- und Forschungsbetrieb“ geschaffen werden.

Studenten, die aufgrund der Corona-Pandemie und dem damit eingeschränkten Lehrangebot keine oder nicht alle vorgesehenen Leistungen erbringen können, sollen dadurch laut KMK grundsätzlich keine Nachteile haben. Dies gilt etwa für Vorgaben zur Regelstudienzeit. Die Länder würden sich dafür einsetzen, dass beispielsweise beim BaföG, dem Kindergeld oder der Krankenversicherung flexible Regelungen gefunden werden.

Die Länder legten zudem Eckpunkte für den Fall fest, dass weitere Einschränkungen notwendig werden. Die Semesterzeiten für das Sommersemester 2020 sollen laut KMK nicht verschoben werden, die Vorlesungszeiten können aber flexibel ausgestaltet werden. Die Termine zum Bewerbungs- und Zulassungsverfahren für das Wintersemester 2020/2021 würden angepasst. Die Vorlesungen an Universitäten und Fachhochschulen sollten dann einheitlich am 1. November beginnen.

15.10 Uhr: Die Grünen planen erstmals in Deutschland einen Online-Parteitag. „Am 2. Mai laden wir zu unserem ersten komplett digitalen Parteitag ein“, sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner dem „Tagesspiegel“. Konkret soll es sich nach Parteiangaben um einen kleinen Parteitag, einen sogenannten Länderrat, handeln. Teilnehmen sollen laut Kellner 100 Delegierte ausschließlich per Video. „Wir wagen ein demokratisches Experiment“, sagte der Grünen-Geschäftsführer. „Es wird gesetzte und geloste Redebeiträge geben, wie sonst auf Grünen-Parteitagen auch – nur werden die Reden nicht auf der Bühne, sondern im eigenen Wohnzimmer gehalten.“ Auch abgestimmt werde dann online. Als wichtigste Themen sind die Corona-Krise und deren Auswirkungen vorgesehen.

Gesundheitsminister Spahn will Maskenproduktion vorantreiben

15.02 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will angesichts der Coronavirus-Epidemie den Aufbau der heimischen Produktion von Schutzmasken vorantreiben. „Das was geht, kaufen wir von ausländischen Herstellern“, sagte Spahn am Freitag nach dem Besuch des zentralen Umschlaglagers im thüringischen Apfelstädt für die vom Bund beschaffte medizinische Schutzausrüstung. „Aber die Epidemie und die Entwicklung der vergangenen Wochen zeigt auch, dass wir auf Dauer nicht so abhängig sein sollten vom internationalen Markt.“ Dieser sei hart umkämpft.

Die Bundesregierung habe deshalb ein Angebot an die heimische Wirtschaft gemacht und wolle diese beim Aufbau der Schutzmaskenproduktion unterstützen. Es gehe dabei um eine Sicherheit bei Abnahme und Preis. Derzeit liefen Gespräche mit Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Textilindustrie. Über das Lager in Apfelstädt wurden nach Ministeriumsangaben von Mitte März bis Ende dieser Woche knapp 37 Millionen FFP-Mundschutze und OP-Masken an die Bundesländer verteilt. Das sei eine Entlastung, aber reiche abschließend noch nicht aus, sagte Spahn.

14.56 Uhr: Die Schulen in Deutschland sind geschlossen. Die Frage, die viele Eltern umtreibt: Wann öffnen sie wieder?

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14.50 Uhr: Bonus-Zahlungen an Arbeitnehmer für ihren Einsatz in der Coronavirus-Pandemie sind ab sofort teuer- und sozialversicherungsfrei. Das gelte für Beihilfen oder Sachleistungen bis zu einer Höhe von einmalig 1500 Euro in diesem Jahr, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) mitteilte. Die Beschäftigten müssen sie zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember bekommen, und zwar „zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn“.

Prinz Charles weiht Krankenhaus für Corona-Patienten ein

14.38 Uhr: Bremen hat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Quarantäne-Ordnung in der Corona-Krise erlassen. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) stellte am Freitag die Liste vor, die Bußgelder von 50 Euro bis zu 5000 Euro vorsieht. „In diesem Bußgeldkatalog sind die Fälle des Alltags geregelt“, sagte Mäurer.

So muss eine infizierte Person 400 Euro bezahlen, wenn sie ohne besonderen Grund oder ohne Zustimmung des Gesundheitsamtes die Quarantäne verlässt. Bei Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen werden für jeden Beteiligten 50 bis 150 Euro fällig. Wer öffentliche oder private Veranstaltungen organisiert, muss zwischen 250 und 2500 Euro bezahlen. Die höchsten Bußgelder werden fällig für unerlaubtes Betreiben von Tagespflege, Schulen oder Kitas. In Wiederholungsfällen können die Bußgelder bis auf 25 000 Euro steigen.

14.34 Uhr: In London ist ein pr ovisorisches Krankenhaus mit 4000 Betten für Coronavirus-Patienten eröffnet werden. Der britische Thronfolger Prinz Charles weihte das Nightingale Hospital, das in nur neun Tagen in einer Messehalle eingerichtet wurde und vom staatlichen Gesundheitsdienst NHS betrieben wird, per Videobotschaft ein.

Das Krankenhaus sei „ein helles Licht in diesen dunklen Zeiten“, sagte Prinz Charles zur Eröffnung. Der älteste Sohn von Queen Elizabeth II. war im März selbst positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Er hatte allerdings nur leichte Symptome und durfte seine Selbst-Isolation am Dienstag beenden. Lesen Sie auch: Prinz Charles hat Covid-19 überstanden – wozu er jetzt rät

14.30 Uhr: Ein mutmaßlich mit dem Coronavirus infizierter Patient hat in der Uniklinik Leipzig einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Notaufnahme habe die Beamten alarmiert, weil der Patient eine Weiterbehandlung ablehnte und das Krankenhaus verlassen wollte, teilte die Polizei mit. Während die Einsatzkräfte noch die Schutzausrüstung der Klinik anlegten, habe sich ein Arzt des Mannes angenommen. Der Mediziner habe den Patienten schließlich von der Notwendigkeit einer Behandlung überzeugen können, so dass die Polizisten nicht weiter eingreifen mussten.

Keine Einbußen für Bezieher von Elterngeld

14.15 Uhr: Die Bezieher von Elterngeld sollen nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) wegen der Corona-Krise keine Einbuße n erleiden. Bei Müttern und Vätern, die die Leistung dieser Tage beantragen, sollen Monate mit Corona-bedingten Einkommenseinbußen nicht zur Berechnung der Elterngeldhöhe herangezogen werden, wie eine Sprecherin Giffeys sagte.

Die genaue Ausgestaltung der angestrebten Neuregelung will Giffey nun innerhalb der Koalition und mit den Ländern besprechen. Offen ist noch, ob dafür eine gesetzliche Änderung erforderlich ist, die Bundestag und Bundesrat billigen müssten.

14.02 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sperrt sich laut einem Bericht des „Spiegel“ weiterhin gegen europäische Gemeinschaftsanleihen, sogenannte „Corona-Bonds“. „Aus Sicht der Bundesregierung sollte sich die Diskussion auf die Nutzung von Instrumenten konzentrieren, bei denen Lösungen zügig umgesetzt werden können“, zitierte das Magazin aus einem Papier des Finanzressorts. Eurobonds oder „Corona-Bonds“ seien damit nicht gemeint, hieß es. Lesen Sie auch: Lösen Corona-Bonds die Krise und wie funktionieren sie?

Deutscher Passagier auf Kreuzfahrtschiff „Artania“ gestorben

13.53 Uhr: Vor den Beratungen der Eurofinanzminister in der kommenden Woche zeichnet sich ein erster Konsens über kurzfristige europäische Finanzhilfen in der Corona-Krise ab. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnten Frankreich und Deutschland gemeinsam ein Programm mit drei Pfeilern vorschlagen.

Wie aus einer Vorlage für das Treffen hervorgeht, sollen dafür Kredite des Europäischen Stabilitätsmechanismus sowie der Europäischen Investitionsbank genutzt werden. Zusätzlich könnte die EU Mittel für die Sicherung der Arbeitslosenversicherung der Mitgliedstaaten bereitstellen.

Ähnlich wie beim deutschen Hilfsprogramm die Förderbank KfW könnte die Europäische Investitionsbank EIB die nationalen Förder- und Geschäftsbanken bei kurzlaufenden Betriebsmittelkrediten und Brückenfinanzierungen zu bis zu 80 Prozent absichern. Aus dem ESM könnten die Mitgliedsstaaten Kredite in Höhe von maximal zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukte bekommen – unter der Voraussetzung, dass die Mittel allein zur Bewältigung der Corona-Krise eingesetzt werden.

13.42 Uhr: Ein deutscher Passagier des im Westen Australiens festsitzenden Kreuzfahrtschiffs „Artania“ ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus in einer Klinik der Stadt Perth gestorben. Dabei handele es sich um einen Mann in den Sechzigern, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Er gehörte zu den Passagieren, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden waren. Die Angehörigen seien informiert, hieß es weiter.

Die „Artania“, bekannt aus der ARD-Dokuserie „Verrückt nach Meer“, liegt seit der vergangenen Woche an der Küste vor der Stadt Fremantle südlich von Perth. Grund ist, dass auf dem Schiff Coronavirus-Fälle aufgetreten waren. Mehr als 840 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden nach Deutschland geflogen, Dutzende kamen in australische Krankenhäuser.

Studie weist Nutzen von Mundschutz nach

13.38 Uhr: Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) geht davon aus, dass noch das ganze Jahr mit Einschränkungen durch die Corona-Krise zu rechnen ist. Zwar sei eine Lockerung des sogenannten Lockdowns im April oder Mai möglich, sagte er am Freitag im Rundfunk Berlin-Brandenburg. „Aber die Beschränkungen, Abstandsregelungen, die Veränderung unserer Lebensgewohnheiten - ich fürchte, das wird uns das ganze Jahr über begleiten.“

„Mitte April ist eine seriöse Beurteilung der Zahlen möglich“, sagte Geisel. Er erinnerte daran, dass es darum gehe, „die Infektionsgeschwindigkeit so zu verringern, dass wir das Gesundheitssystem nicht überlasten und Zustände wie in Spanien oder Italien verhindern.“

13.34 Uhr: Christian Drosten, Chef-Virologe der Berliner Charité und einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Coronavirus-Pandemie, hat bei Twitter auf eine Studie hingewiesen, die den Nutzen von Atemschutzmasken nachweist. Demnach schränkt kollektives Tragen von Masken die Ausbreitung von Coronviren und Grippeviren ein.

Am Donnerstag bereits hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) seine Einschätzung für das Tragen von Mundschutz geändert. Wenn Menschen – auch ohne Symptome – vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es auf der Internetseite der Bundesbehörde.

Das ist die neueste Mundschutz-Mode auf Instagram
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13.30 Uhr: Alle älteren News zur Coronavirus-Pandemie finden Sie in unserem alten Corona-Newsblog: „RKI: Maßnahmen gegen Coronavirus zeigen deutliche Wirkung“

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