Schwermetall

Sets zum Bleigießen verschwinden 2018 aus dem Handel

Was wird das neue Jahr bringen? Antworten gab es jahrzehntelang beim Bleigießen. Doch ab April dürfen die beliebten Sets nicht mehr verkauft werden.

Was wird das neue Jahr bringen? Antworten gab es jahrzehntelang beim Bleigießen. Doch ab April dürfen die beliebten Sets nicht mehr verkauft werden.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Berlin  Bleigießen ist an Silvester in vielen Familien Tradition. Doch eine EU-Regelung macht nun Schluss damit. Es gibt aber eine Alternative.

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Gießt man aus Blei eine Blume, darf man sich angeblich auf eine neue Freundschaft freuen, eine Gitarre steht für geheime Sehnsüchte und ein Ei für Familienzuwachs – Bleigießen ist in vielen Haushalten eine liebgewonnene Tradition, um am Silvesterabend in die Zukunft zu blicken. Doch ab dem kommenden Jahr ist damit Schluss.

Weil die Europäische Union in ihrer Chemikalienverordnung neue Grenzwerte für Blei in Produkten festgelegt hat, werden die beliebten Bleigieß-Sets 2018 aus dem Handel verschwinden. Denn der Bleigehalt darf ab April 2018 den Wert von 0,3 Prozent nicht überschreiten. Laut Stiftung Warentest finden sich in den Figuren aber bis zu 71 Prozent des Schwermetalls.

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Blei kann der Gesundheit schaden

Das Umweltbundesamt warnt bereits jetzt vor dem Orakeln mit Blei. „Nicht ohne Grund gibt es für das Trinkwasser, den Boden, die Luft und für Nahrungsmittel Grenz-und Richtwerte, die die Verbreitung von Blei in der Umwelt und die Belastung des Menschen mit Blei verringern sollen“, heißt es auf der Website.

Beim Bleigießen werden Klümpchen des Metalls auf einem Löffel über einer Flamme erhitzt. Die entstandene Flüssigkeit wird dann in kaltes Wasser gegeben, wo sie sofort erstarrt. Die Mitspieler dürfen nun rätseln, was sie in dem Bleigebilde erkennen – jede Figur entspricht dabei einem anderen Schicksal im neuen Jahr.

Kinder sind besonders gefährdet

Laut Umweltbundesamt entstehen beim Erhitzen von Blei jedoch Oxide, die in die Raumluft verdampfen. Diese Dämpfe könnten in die Atemwege gelangen. Auch beim Anfassen der Figuren gelange das Blei an die Hände. Vor allem Kinder seien gefährdet, da schon geringe Mengen die Entwicklung der Intelligenz beeinträchtigen könnten.

Als Alternative zum Blei empfiehlt die Behörde Wachs. Auch dieser Stoff könne verflüssigt werden und erstarre, sobald man ihn in kaltes Wasser gebe. (cho)

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