Justiz

16-Jähriger muss 1000 Euro Strafe für geklautes Handy zahlen

In früheren Urteilen musste der Angeklagte schon Strafgelder in Höhe von 270 Euro zahlen.

In früheren Urteilen musste der Angeklagte schon Strafgelder in Höhe von 270 Euro zahlen.

Foto: David Ebener

Bad Berleburg.   Der Angeklagte aus Osteuropa klaute mit einem Komplizen ein 600 Euro teures Handy aus einem Berleburger Geschäft. Kamera zeichnete die Tat auf.

Der Griff in die Vitrine eines Radio- und Fernseh-Fachgeschäftes in der Berleburger Poststraße kommt einem 16 Jahre alten Angeklagten teuer zu stehen. Hundert Tagessätze à 10 Euro wegen Diebstahls eines Mobiltelefons hat Richter Torsten Hoffmann am Freitagmorgen mit einem Strafbefehl verhängt. Ob der überhaupt mit der Post zugestellt werden kann, sei fraglich, sagte Hoffmann. Der Aufenthaltsort des Jugendlichen ist nicht (mehr) bekannt.

Überwachungskamera filmt die Tat

Vor einem guten Jahr hat der junge Osteuropäer mit einem 20 Jahre älteren Landsmann das Geschäft in der Poststraße betreten. Während der Erwachsene den 16-Jährigen vor Blicken abschirmte, griff dieser in die Vitrine und steckte ein Samsung Galaxy S 7 Gold im damaligen Verkaufswert von fast 600 Euro in die Tasche. Darauf verschwanden die beiden aus dem Laden. Allerdings hatte offenbar eine Überwachungskamera den Diebstahl aufgezeichnet; der Polizei gelang dadurch die Ermittlung der Täter.

Verfahren vorläufig eingestellt

Doch die haben offenbar ihren Wohnsitz verlegt; jedenfalls hat die Stadtverwaltung Bad Berleburg die Abmeldung des Wohnsitzes dem Gericht bestätigt. Unter diesen Umständen sprach sich Staatsanwalt Markus Urner für die vorläufige Einstellung des Verfahren gegen den 36-Jährigen aus.

Für den Jugendlichen hingegen gab es keine Gnade, zumal ihm in früheren Urteilen schon satte Strafgelder von insgesamt 270 Euro aufgebrummt worden waren.

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